Gebärmutterhalskrebs

So früh wie möglich vorsorgen

published: 30.09.2007

Die rechtzeitige Impfung kann Gebärmutterhalskrebs verhindern (Foto: Public Address)Die rechtzeitige Impfung kann Gebärmutterhalskrebs verhindern (Foto: Public Address)

Ein Thema, das früher kaum sein Weg in die Medien fand, wird in letzter Zeit sogar von prominenten Frauen immer häufiger im Fernsehen diskutiert: Gebärmutterhalskrebs. Dabei geht es in den meisten Fällen vor allem darum, junge Frauen und Mädchen so früh wie möglich über die Krebsvorsorge zu informieren, denn auch bei dieser Erkrankung ist es oft die rechtzeitige Aufklärung und medizinische Vorsorge, die entscheidend ist. Mit diesem Artikel möchte die Techniker Krankenkasse euch über das Thema informieren und im Help-Forum häufig gestellte Fragen zur Vorsorge beantworten.

Wo liegt eigentlich der Gebärmutterhals?
Der Gebärmutterhals verbindet die Scheide und die Gebärmutter. An seinem unteren Ende befindet sich der Gebärmuttermund, der in die Vagina hineinragt und auch mit dem Finger zu ertasten ist. An dieser Stelle zwischen Scheide und Gebärmutter sind die Schleimhäute sehr unterschiedlich aufgebaut. Manchmal passiert es, dass sich die Zellen verändern. Im schlimmsten Fall sind diese Veränderungen bösartig, das heißt, es entstehen Krebszellen.

Wie entsteht Gebärmutterhalskrebs?
Gebärmutterhalskrebs gehört zu den wenigen Krebsarten, bei denen die Auslöser zum großen Teil bekannt sind. Meist handelt es sich dabei um das so genannte humane Papillomavirus (HPV), das sich bei fast allen erkrankten Frauen nachweisen lässt. Es gibt mehr als 100 verschiedene HPV-Typen, von denen einige wenige im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.

Wichtig: Wer sich mit dem Virus infiziert, erkrankt nicht automatisch an Gebärmutterhalskrebs. Diese Chance ist im Gegenteil eher gering. Denn normalerweise schafft es ein gesundes Immunsystem, die Virusinfektion erfolgreich zu bekämpfen. Nur in wenigen Fällen behält das Virus die Oberhand und der Krebs entsteht.

Wie kann man sich anstecken?
HPV überträgt sich hauptsächlich beim Sex - und da nach Expertenschätzungen etwa 70 Prozent der Bevölkerung einmal in ihrem Leben mit den Viren infiziert werden, ist die Ansteckungsgefahr relativ hoch. Selbst ein Kondom bietet dagegen keinen absolut sicheren Schutz. Die Viren sitzen nämlich nicht nur an den Geschlechtsorganen, sondern auch überall im Genitalbereich. Dennoch können Kondome die Ansteckungsgefahr deutlich verringern. Und nicht zu vergessen: Gegen die meisten Geschlechtskrankheiten bieten Gummis einen wirksamen Schutz.

Wie kann ich mich vor HPV schützen?
Seit Kurzem gibt es die Möglichkeit, sich gegen HPV impfen zu lassen. Offiziell Empfohlen wird die Impfung für Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren. Die Maßnahme soll einer HPV-Infektion vorbeugen, weshalb es sinnvoll ist, sich schon vor dem ersten Sex impfen zu lassen. Doch auch für Mädchen und junge Frauen, die keine Jungfrau mehr sind, kann eine Impfung sinnvoll sein. In solchen Fällen ist eine Nachfrage beim Arzt der beste Weg.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Techniker Krankenkasse hat als erste Krankenkasse die Impfkosten als freiwillige Leistung übernommen. Seit Juni 2007 müssen alle gesetzlichen Krankenkassen die Schutzimpfung für Mädchen und junge Frauen zwischen zwölf und 17 Jahren bezahlen. Und das funktioniert so: Die Patienten erhalten in den Arztpraxen eine Rechnung über den Impfstoff und das Arzthonorar. Diese Rechnung muss bezahlt und bei der Krankenkasse eingereicht werden. Die erstattet dann den Betrag.

Wie kann ich sonst noch vorbeugen?
Die HPV-Impfung ist kein Ersatz für die jährliche Krebsvorsorge! Jede Frau ab dem 20. Lebensjahr hat einen Anspruch darauf, einmal jährlich eine gynäkologische Krebsvorsorgeuntersuchung zu machen. Dabei macht der Arzt einen Abstrich vom Muttermund und dem Gebärmutterhalskanal. Unter dem Mikroskop lässt sich nachweisen, ob die Zellen irgendwelche Auffälligkeiten aufzeigen.

[TK]

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Infos zum Thema bei TK-Online

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