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Aphrodisiaka

Natürliche Lustmacher

published: 24.08.2006

Lass dich von Aphrodisiaka verführen. Die Lustmacher sind nach der griechischen Liebesgöttin Aphrodite benannt (Foto: shutterstock.com/HighKey) Lass dich von Aphrodisiaka verführen. Die Lustmacher sind nach der griechischen Liebesgöttin Aphrodite benannt (Foto: shutterstock.com/HighKey)

Im Namen der Aphrodite
Sie sollen deine Libido beleben, dich empfänglicher für erotische Reize machen, dich das Liebespiel intensiver erleben lassen: Aphrodisiaka. Aphrodite, der Sage nach aus dem Schaum einer Muschel geboren, ist die griechische Göttin der Liebe und Schönheit. Von ihr erhielten die Lusterzeuger ihren Namen.

Unter Aphrodisiaka versteht man bestimmte Nahrungsmittel oder Substanzen, denen diese anregende Wirkung nachgesagt wird. Der Handel mit den Lustmachern boomt. Dabei musst du nicht etwa in Apotheken oder Drogerien viel Geld lassen, denn der Supermarkt um die Ecke bietet bereits genügend Produkte, um die Liebe aufzupeppen. Die Finger lassen solltest du allerdings von Alkohol. Der wirkt nachweislich zwar enthemmend, aber nicht anregend. Bereits 0,5 Promille können darüber hinaus bei Männern zu Erektionsproblemen führen, so Mediziner.

Lust aus dem Gemüseregal
Die Liste der aphrodisierenden Nahrungsmittel ist lang: Austern, Kaviar, Trüffel, Tomaten, Spargel, Gurken, Feldsalat, Karotten, Paprika, rohe Eier, Kokosnüsse, Haselnüsse und ein wenig geriebene Muskatnuss sollen die Lust wecken. Zwiebeln, Knoblauch, Sardellen, Rettich, Chili, Pfeffer und Senf machen angeblich "scharf". Feigen, Schokolade, Erdbeeren, Zimt oder Bananen versüßen zärtliche Stunden und Petersilie, Bohnenkraut, Anis, Nelken, Ingwer, Salbei, Sellerie und Ginseng sollen den Hunger nach Liebe ebenfalls anregen.

Schokolade gilt - wie auch die Muskatnuss  - als Libido förderndes Nahrungsmittel (Foto: Public Address)Schokolade gilt - wie auch die Muskatnuss - als Libido förderndes Nahrungsmittel (Foto: Public Address)

Leider konnte die Wirkung bei all diesen Produkten bislang nicht wissenschaftlich nachgewiesenen werden. Die eventuell empfundene Luststeigerung könnte also lediglich ein Placebo-Effekt sein. Das hieße, die Aphrodisiaka wirken nur in unserer Phantasie.

Mythologie und Aberglaube
Aphrodisiaka haben eine lange Geschichte. In allen Kulturen werden seit jeher bestimmte Gewürze, Pflanzen- oder Tierbestandteile im Dienste der sexuellen Lust zubereitet und verzehrt. Aus der Rinde des Catuaba-Strauches brauten die Indianer im brasilianischen Regenwald einen Tee, der angeblich erotische Träume bescherte. Bereits die Mayas haben Damiana-Blätter geraucht oder als Tee getrunken. Noch heute findet das Extrakt der südamerikanischen Pflanze in verschiedenen Mitteln Verwendung. In den peruanischen Anden wird die Maca-Pflanze als potenzsteigerndes Nahrungsmittel verwendet. Das „Potenzholz“ Muirapuama wird noch immer aus der Rinde eines südamerikanischen Baumes gewonnen und aus dem Ölkäfer Cantharis vesicatoria stellt man seit dem Altertum die bekannte „Spanische Fliege“ her. Das darin enthaltene Nervengift Cantharidin soll die Durchblutung im Genitalbereich steigern.

Liebe und Tierschutz
Bis heute müssen in vielen Kulturen etliche Tiere ihr Leben im Dienste der menschlichen Lust lassen. In asiatischen Ländern schwört man auf Nashornpulver, verarbeitet Regenwürmer zu Schnaps, verzehrt Penis und Hoden von Hirschen und Robben, trennt Haifischen die Flossen ab und opfert Tigerfleisch, Schlangen und bestimmte Käferarten der Potenz von Männern. Dabei verstoßen die Händler immer wieder gegen die Artenschutzverordnung, da zahlreiche dieser Tierarten bedroht sind. Was alles noch trauriger macht: Diese Tierprodukte, die für viel Geld verkauft werden, sind nach Meinung vieler Ärzte völlig unwirksam.

Anregende Wirkung
Die als Aphrodisiaka ausgewiesenen Substanzen haben unterschiedliche Wirkungen auf unseren Körper, die als „anregend“ umschrieben werden können.

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