Wer zu Hause dauerhaft friert, ist anfälliger für Erkältungskrankheiten (Foto: Dean Drobot/shutterstock.com)Wer nicht gut informiert ist, kann sich auch schwer schützen. Scoolz und die TK haben etwas dagegen (Foto: Public Address)Marcel Maltritz traf kurios ins eigene Netz (Foto: Public Address)Auf Wochenmärkten gibt es derzeit überall frische Kürbisse, aus denen man gesunde Gerichte zaubern kann (Foto: Public Address)"Schäfchen zählen" ist keine wirkliche Hilfe bei Einschlafproblemen (Foto: Audran Gosling/shutterstock.com)Olic und Kompany beim Torjubel (Foto: Public Address)Kürbissuppe ist schnell gemacht. Besonders beeindruckend wird die Präsentation, wenn du die Suppe in der Kürbisschale servierst (Foto: Shutterstock.com/kitty)

Jana Teschke im Interview

"Sauber am Ball bleiben"

published: 01.11.2007

Jana Teschke (Foto: Public Address)Jana Teschke (Foto: Public Address)

Längst ist das Thema Doping auch im Breitensport angekommen. Nicht nur Radprofis und Spitzen-Leichtathleten greifen zu verbotenen Substanzen, sondern offenbar auch immer mehr Freizeitsportler. Fachleute schätzen, dass jeder fünfte Hobbysportler seine Leistung mit Doping verbessert.

Eine Sportart, in der scheinbar keine illegalen Substanzen eingesetzt werden, ist Hockey. Zumindest ist hier kein Doping-Skandal bekannt, obwohl sich bei Ausdauer und Kraft in dieser laufintensiven Sportart sicher gut nachhelfen ließe. Erfolge sind trotzdem reichlich vorhanden, wie etwa jüngst der Gewinn der Europameisterschaft der Damen oder der Weltmeistertitel der Herren 2006.

Was also machen die deutschen Hockeyspieler anders als manche Kollegen in vielen anderen Sportarten? Wie geht der Hockeysport mit seinem Nachwuchs um und wie führt er ihn an das heikle Thema Doping heran? Scoolz hat nachgefragt und die Hamburger Junioren-Nationalspielerin Jana Teschke getroffen. Die 17-Jährige geht für den Hamburger Traditionsverein Uhlenhorster HC in der Frauen-Bundesliga auf Torejagd.

* Hallo Jana. Erzähl doch mal etwas über Deine Hockey-Karriere...
Jana: "Ich spiele beim Hamburger UHC, dort habe ich mit vier Jahren im Hockey-Kindergarten angefangen. Meine Freundinnen und ich wurden ganz gut und dann wurde uns das zu langweilig. Also gründeten unsere Mütter eine Hockeymannschaft. Seither hatte ich immer neue Trainer und bin immer weiter aufgestiegen. Wir waren früher auch schon oft Hamburger Meister. Seit drei Jahren bin ich nun in der Nationalmannschaft, dort war ich zuerst in der U16. Dann kam ich unter die besten Fünf, habe mich immer weiter verbessert. In den letzten Sommerferien hatte ich meine erste Europameisterschaft in Edinburgh, wo wir die Bronzemedaille gewannen. Das waren schon wirklich coole Erfahrungen."

* Was verändert sich für einen Sportler auf dem Weg vom Breitensport zum professionellen Sport?
"Ich habe das alles eigentlich nicht so bewusst mitbekommen. Schon als Kind spielte ich ja einfach immer Hockey. Dieser Sport gehörte einfach stets zu meinem Leben dazu, wie auch bei meinem Bruder. Weil mich anfangs meine Mutter trainierte, war das immer präsent, es hat mir stets Spaß gemacht. Irgendwann merkte ich, dass ich ganz gut bin und auch etwas erreichen kann. Was sich verändert hat, ist, dass ich viel weniger Freizeit habe. Früher hatte ich, vielleicht ein bis zweimal die Woche Training. Jetzt ist es dreimal die Woche, dann kommen noch Spiele am Wochenende hinzu. Zudem habe ich viel mit Stocktraining zu tun, drei- bis viermal die Woche, und dann auch noch Athletiktraining."

* Kann man mit Hockey Geld verdienen?
"Eigentlich nicht. Im A-Kader kann man ein wenig Sporthilfe bekommen, aber so wirklich verdient man nichts. Dafür müsste man wahrscheinlich nach Holland umziehen. Aber da ist der Konkurrenzkampf ziemlich intensiv."

Jana Teschke beim Training mit ihren Vereinskolleginnen (Foto: Public Address)Jana Teschke beim Training mit ihren Vereinskolleginnen (Foto: Public Address)

* Bist Du schon mal irgendwie mit dem Thema Doping in Berührung gekommen?
"Klar, Doping ist bei uns ein sehr großes Thema. Besonders in der U-18- und U-16-Nationalmannschaft, auch wenn sich das noch sehr jung anhört. Aber wir werden auch von der NADA, der Nationalen Dopingagentur, darauf hingewiesen. Jeder Nationalspieler ist bei der NADA registriert und hat eine eigene Nummer. Sobald man 70 Stunden nicht zuhause ist, muss man sich dort auch abmelden. Wenn ohne vorliegende Abmeldung eine Kontrolle durchgeführt würde, bekäme man sofort ein Minus. Auf Lehrgängen werden wir auch darauf hingewiesen, dass wir genau darauf achten sollen, welche Medikamente wir einnehmen. In jedem Medikament können diese Stoffe drin sein. Deswegen checke ich auch vor jedem Spiel auf der Homepage der NADA, was ich einnehmen darf und was nicht. Bei den Spielen wird dann auch kontrolliert, aber nicht bei allen. Ich persönlich wurde noch nie kontrolliert. Trotzdem besteht immer die Möglichkeit, also sollte man schon darauf achten."

* Hat Dir mal jemand etwas Illegales angeboten?
"Mir selber nicht. Ich höre über das Thema Doping zwar ab und zu etwas in den Medien, aber in meinem Freundeskreis ist das noch nie vorgekommen."

* Was glaubst Du, führt dazu, dass ein Sportler zu Dopingmitteln greift?
"Ich glaube es kann passieren, wenn der Erfolg nachlässt. Wenn man merkt, dass man zurückfällt und andere einfach besser sind. Dann will man so schnell wie möglich aufholen und probiert vielleicht auch mal Anabolika zum Muskelaufbau oder so."

* Weißt Du von Doping-Fällen im Hockeysport?
" Nein, im Hockey ist das nicht verbreitet. Zudem gibt es strenge Kontrollen."

* Dabei würde Doping im Hockeysport eigentlich doch etwas bringen, weil ja die Ausdauerleistung, die man dort erbringen muss, ziemlich groß ist, oder?

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