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Bartwuchs

Bart oder zart?

published: 06.06.2008

Es dauert vier bis fünf Jahre, bis die Gesichtsbehaarung endgültig ausgebildet ist (Foto: Public Address)Es dauert vier bis fünf Jahre, bis die Gesichtsbehaarung endgültig ausgebildet ist (Foto: Public Address)

"Hilfe! Ich habe kaum Bartwuchs (nur Oberlippe), keine Achselhaare und nur kaum Beinbehaarung! Alle anderen Jungs in meiner Klasse sind schon viel weiter entwickelt, obwohl ich nicht der Jüngste bin", schreibt Steffen92 im Scoolz-Forum. Und auch Pascal kennt diese Probleme: "Auf unserer letzten Klassenfahrt war es besonders schlimm, da es dort schlecht zu verheimlichen war, dass mir selbst nach eineinhalb Wochen kein richtiger Bart kam. Ich leide wirklich darunter, selbst mein Cousin hat sich im Alter von 14 Jahren einen kleinen Kinnbart wachsen lassen. Ich würde wirklich alles für ein normales Bartwachstum tun! Bitte, bitte helfen Sie mir, denn ich weiß wirklich nicht mehr weiter."

Während Mädels über jedes Härchen glücklich sind, von dem sie verschont bleiben, sehnen sich viele Jungs in der Pubertät nach einer "vorzeigbaren" Körperbehaarung an Beinen, Brust und Achseln und - ganz besonders - nach einem kräftigen Bartwuchs. Ähnlich aufgeregt wie Mädchen ihre erste Periode erwarten sie dieses "sekundäre Geschlechtsmerkmal", um das nicht selten eine Art Konkurrenzkampf unter Klassenkameraden entbrennt.

Leider verteilen sich gerade die ersten Stoppeln oft recht eigenwillig, erscheinen gar nicht oder nur sehr zögerlich - für diejenigen, die den Spott ihrer Altersgenossen aushalten müssen, ist das häufig ein echtes Problem. Angeregt von den Problemen der Scoolz-User, hat die Techniker Krankenkasse den Bartwuchs genauer unter die Lupe genommen und dabei besonders für "Bart-Spätzünder" Erfreuliches herausgefunden.

Total hormongesteuert!
Gesteuert wird der Bartwuchs von dem Geschlechtshormon Testosteron, das in der männlichen Pubertät zeitweilig das Zepter über die Entwicklung eures Körpers übernimmt. Die ersten Bartstoppeln sprießen zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten, in der Regel zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr. Stoppeln? Nein, eigentlich handelt es sich bei der Bart-Vorhut zunächst um einen zarten Flaum, der sich weich anfühlt und erst mit der Zeit zu dunkleren, harten Barthaaren "reift".

Aller Anfang ist schwer
Los geht es meist auf der Oberlippe und vor den Ohren, also an den so genannten Koteletten. Von dort breiten sich die Härchen in Richtung Kinn und Hals aus, erst zum Schluss greifen sie auch auf die Wangen über. Zum Ärger einiger Jungs sprießt der Bart oft etwas unregelmäßig und löchrig, was allerdings ein vollkommen normales Phänomen ist. Insgesamt dauert es vier bis fünf Jahre, bis eure Gesichtsbehaarung endgültig ausgebildet ist.

Wie der fertige Bart einmal ausschauen wird, lässt sich häufig gut voraussagen, indem ihr einen Blick auf euren Vater oder ältere Brüder werft. Dichte, Farbe und Beschaffenheit der Haare liegen nämlich nicht nur in der Hand eures Hormonspiegels, sondern sind bereits in eurem Erbgut festgelegt.

Rasieren für den Bartwuchs?
Viele Jungs glauben, dass die durch verfrühtes Rasieren die Stärke oder den Beginn des Bartwuchses beeinflussen können. Das ist absoluter Unsinn, vielmehr reizt ihr eure Haut durch die überflüssige Beanspruchung. Ihr solltet euch keine Gedanken machen, wenn euer Bartwuchs erst später einsetzt, da die physische Entwicklung in der Pubertät sehr unterschiedlich verläuft. Vielleicht tröstet es euch ja, dass der Bart mit steigendem Alter schneller wächst und dichter wird, da der männliche Körper dann zunehmend Testosteron produziert.

Wer mit 16 oder 17 Jahren mit der körperlichen Reifung sehr hinterher hinkt, kann sich allerdings ruhig ärztlich beraten lassen. Eventuell liegt dann ein Mangel an männlichen Hormonen vor, der durch eine vorübergehende Einnahme von Testosteron behandelt werden könnte.

Entwarnung für Spätzünder
Glatte Gesichter sind angesagt, zumindest bei den Mädchen! Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK unter 1000 Mädchen und Frauen hat ergeben, dass die männliche Gesichtsbehaarung nicht übermäßig beliebt ist. Immerhin bevorzugten 50,9 Prozent rasierte Männer, jede sechste fühlte sich durch einen Bart sogar gestört. Also, vielleicht haben die weniger behaarten Jungs besonders durch ihre weiche Haut bessere Chancen bei der Dame ihres Herzens…

Übrigens: Die Ureinwohner Nordamerikas und Menschen aus Asien haben wenig oder sogar gar keinen Bartwuchs. Ihr Hormonhaushalt und die Wärmeregulierung des Körpers unterscheiden sich von denen der Europäer und Afrikaner, da sich der menschliche Körper an veränderten Klimabedingungen anpasst.

[TK]

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