Fußball-Regeln

Hier pfeift der Schiri

published: 07.06.2008

Schiedsrichter (Foto: Public Address)Schiedsrichter (Foto: Public Address)

Die Fußball-EM ist angegriffen. Apropos Anpfiff: Wohin muss der Ball eigentlich dort gespielt werden? Und wie war das nochmal mit indirektem und direktem Freistoß? Passives oder aktives Abseits? Ihr habt keine Ahnung? Scoolz erklärt euch die wichtigsten Regeln und sagt, was bei der Europameisterschaft wichtig ist.

Dass ein Spiel 90 Minuten dauert und der Ball rund ist, dürften auch Fußballlaien inzwischen mitbekommen haben. Doch wie so oft liegt die Tücke im Detail. Denn auch wenn selbstverständlich die allgemein gültigen Fußballregeln der FIFA gelten, hat das EM-Turnier doch die ein oder andere kleine Besonderheit zu bieten.

Silver Goal abgeschafft
Neu ist die Regeln nicht. Doch erstmals kommt sie bei einer Europameisterschaft zur Anwendung: Das Silver Goal, das zum ersten und letzten Mal bei der EM 2004 in Portugal gültig war, wurde abgeschafft. Die Regel besagte, dass im Fall einer Verlängerung nach einem Torerfolg noch bis zum Ende der ersten Verlängerungshälfte (15 Minuten) weitergespielt werden muss. Anders als beim Golden Goal, das eigentlich das für den Zuschauer langweilige Sicherheits-Spiel unterbinden sollte, ist das Spiel also nicht sofort nach einem Torerfolg in der Verlängerung zu Ende. Fällt kein Tor, werden ganz normal die zweiten 15 Minuten der Verlängerung gespielt, bevor es bei erneutem Unentschieden zum Elfmeterschießen kommt. Übrigens schoss der Grieche Traianos Dellas das einzige Silver Goal der letzten EM im Halbfinale gegen Tschechien.

Gelb-Sperre
Neu ist auch eine Reglung zu den Gelben Karten. Einzelne Gelb-Verwarnungen werden nicht mehr schon nach der Gruppenphase der EM-Spiele gelöscht, sondern erst nach dem Viertelfinale gestrichen. So können alle Akteure unbelastet ins Halbfinale gehen. Sofern sie dort nicht durch eine Rote Karte vom Platz gestellt werden, laufen sie auch im Endspiel auf. Kein Spieler kann so das Endspiel durch eine Gelbsperre verpassen, was das Ziel dieser Regeländerung ist.

Doch nun zu den wichtigsten Regeln des Fußballspiels, deren Auslegung immer wieder für Diskussionsstoff sorgt:

Foul und Freistoß
Das Foulspiel: Offiziell nennt der Regelkatalog des DFB zehn Verhaltensweisen des Abwehrspielers, die als Regelverstoß gewertet werden.

Herbert Fandel ist bei der EM der einzige deutsche Schiedsrichter (Foto: Public Address)Herbert Fandel ist bei der EM der einzige deutsche Schiedsrichter (Foto: Public Address)

:

- ein Gegner wird getreten oder versucht zu treten
- einem Gegner wird das Bein stellt oder es wird versucht
- ein Gegner wird angesprungen
- ein Gegner wird angerempelt
- ein Gegner wird geschlagen oder versucht zu schlagen
- ein Gegner wird gestoßen
- beim Tackling im Kampf um den Ball wird der Gegner vor dem Ball berührt
- ein Gegner wird gehalten
- ein Gegner wird angespuckt
- der Ball wird absichtlich mit der Hand spielt (dies gilt nicht für den Torwart in seinem eigenen Strafraum.)

Wird ein Angreifer im Strafraum gefoult, gibt es einen Elfmeter, außerhalb des Strafraums muss auf direkten Freistoß entschieden werden. Dabei muss der Ball auf dem Punkt ruhen, an dem der Regelverstoß stattgefunden hat. Die Abwehrspieler müssen übrigens zum Ball einen Mindestabstand von 9,15 Metern einhalten. Der ausführende Spieler darf dann direkt auf das Tor schießen.

Ganz im Gegensatz zum indirekten Freistoß: Hierbei muss der Ball noch von einem weiteren Spieler berührt oder geschossen werden. Landet der Ball ohne weitere Berührung im Tor, ist es ungültig. Ein indirekter Freistoß erfolgt nach diesen Regelverstößen:

- Abseits
- "gefährliches Spiel" (etwa mit gestrecktem Bein in den Gegner laufen)
- Behinderung des Laufs des Gegners ("auflaufen lassen")
- andere Regelübertretungen

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Hier gibt es die DFB-Fußball-Regeln

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