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Geheimnisse des Körpers

Die erste Periode

published: 27.06.2008

Wärme hilft gegen Krämpfe im Unterleib und Bauchschmerzen (Foto: Public Address)Wärme hilft gegen Krämpfe im Unterleib und Bauchschmerzen (Foto: Public Address)

Die erste Periode ist für viele Mädchen ein Mysterium: "Ich bin jetzt 15 und habe meine Tage immer noch nicht, bin ich unterentwickelt?", "Bei mir kommt immer nur total wenig Blut, stimmt da etwas nicht?" und "Ich hatte vor drei Monaten das erste Mal meine Periode, aber jetzt ist sie nicht wieder gekommen" sind nur einige Fragen, die den Scoolz-Userinnen auf der Seele brennen.

Scoolz und Dr. Karin Anderson erklären euch, was während der Periode im weiblichen Körper passiert, wann die erste Blutung normalerweise auftritt und weshalb die "Tage" manchmal unpünktlich kommen.

Keine Entwicklung nach Plan
Zwischen dem zehnten und sechzehnten Lebensjahr beginnt für die meisten Mädchen die Geschlechtsreife, die durch die erste Menstruation auch körperlich spürbar wird. Ab diesem Zeitpunkt ist es möglich, schwanger zu werden. Jedes Mädchen entwickelt sich jedoch unterschiedlich schnell: Während die eine bereits mit zehn Jahren einen Busenansatz und erste Schamhaare bekommt, dauert es bei der anderen noch einige Jahre, bis der Körper entsprechende Signale sendet. Zwar liegt das durchschnittliche Alter für die erste Menstruation nach Angaben des renommierten Medizinlexikons Pschyrembel bei 12,8 Jahren, doch auch die Periode hält sich nicht an Termine.

Die Scoolz-Expertin Dr. Karin Anderson kennt die Probleme von Mädchen, die sich in ihrer körperlichen Entwicklung zurückgeblieben fühlen: "Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie ´minderbemittelt´ man sich vorkommt, wenn alle schon weiter entwickelt sind, und man in punkto Busen und Regel hinter den Freundinnen hinterherhinkt. Meiner Tochter ist es genauso ergangen, sie hat auch oft geflucht - und jetzt beklagt sie sich über ihre zu große Oberweite", so die Expertin.

Erste Vorboten
Kurz vor der Menstruation haben viele Mädchen mit typischen Symptomen zu kämpfen. Die Brüste spannen und ziehen, sie spüren Schmerzen im Unterleib oder leiden sogar unter richtigen Krämpfen. Nicht selten kommt es auch zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Rückenschmerzen oder unreiner Haut. Einige fühlen sich auch müde, abgeschlagen und energielos, andere sind eher ruhelos und nervös. Es gibt allerdings auch Frauen und Mädchen, die nur leichte oder gar keine Probleme vor ihrer Periode haben.

Komplexe Vorgänge im Körper
Die Monatsblutung dauert etwa drei bis sechs Tage. Während einige nur sehr schwachen Ausfluss haben, müssen andere mehrmals täglich den Tampon wechseln. Der weibliche Zyklus umfasst insgesamt cirka 28 Tage, bei manchen Frauen und Mädchen auch einige Tage mehr oder weniger. Etwa in seiner Mitte kommt es zum Eisprung: Eine Eizelle wandert den Eileiter entlang in Richtung Gebärmutter. Viele Mädchen spüren ihren Eisprung, da es zu einem leichten Ziehen im Unterleib kommen kann, einige bekommen zu diesem Zeitpunkt sogar eine leichte Blutung. In dieser Phase des Zyklus ist die Frau übrigens am fruchtbarsten. Die Gebärmutter bereitet sich nun darauf vor, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Zu diesem Zweck wird bereits in der ersten Zyklusphase die Gebärmutterschleimhaut verstärkt.

Wird die Eizelle in dieser Phase nicht befruchtet, kommt es zu einem Hormonabfall und das überschüssige Gewebe in der Gebärmutter wird mithilfe des Menstruationsblutes ausgeschieden. Wenn ihr also eure Periode bekommt, könnt ihr normalerweise ausschließen, schwanger zu sein. Da sich Schleim und kleine Gewebeteilchen unter das Blut mischen, variiert die Farbe von hellrot bis bräunlich.

Schwankungen sind kein Grund zur Sorge
Der weibliche Zyklus ist ein komplexer Vorgang, der sich leicht beeinflussen lässt. Seid ihr zum Beispiel besonders gestresst, kann sich das manchmal auch auf die Hormonausschüttung auswirken, sodass sich der Zeitpunkt der Menstruation verschieben kann oder sie sogar ganz ausbleibt. Besonders in der ersten Zeit sind Schwankungen im Menstruationszyklus keine Seltenheit.

Dr. Karin Anderson meint zu diesem Thema: "Es ist ganz normal, dass bei jungen Mädchen, die erst vor kurzem ihre erste Regel hatten, die Monatsblutung zunächst sehr unregelmäßig kommt. Die Produktion weiblicher Hormone (Östrogene) in den Eierstöcken kann anfangs nämlich noch ziemlich schwanken. Von einer zuverlässig regelmäßigen ´Regel´ kann daher bei manchen Mädchen in den ersten sechs bis zwölf Monaten noch nicht die Rede sein. Der Menstruationszyklus muss sich erst allmählich einpendeln."

Einfluss auf den Zyklus?
Dein eigenes Verhalten kann ebenfalls eine Rolle spielen. Wenn du beispielsweise übermäßig viel Sport treibst oder dich einfach überanstrengst, kann das den Hormonhaushalt unter Umständen empfindlich stören. Auch Unter- oder Übergewicht sind mögliche Einflussfakoren. Dr. Anderson: "Wenn bei unterernährten oder magersüchtigen Mädchen das Gewicht eine kritische Grenze unterschreitet, setzt die Produktion weiblicher Hormone aus, denn der Körper muss sich dann auf die lebenswichtigen Funktionen konzentrieren." Sollte eure Periode also dauerhaft ausbleiben, lasst euch unbedingt von einem Frauenarzt untersuchen.

Besser durch "die Tage"
Falls möglich, solltet ihr weder vor noch während der Periode auf Sport verzichten. Zum einen gelingt es euch leichter, euch abzulenken, zum anderen wirkt körperliche Aktivität entkrampfend auf eure Muskeln. Auch eine Massage kann äußerst entspannend wirken. Auch eine Wärmflasche tut gut oder ein warmer Kräutertee. Verzichten solltet ihr dagegen lieber auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder schwarzen Tee, da das Koffein anregend wirkt und Symptome wie beispielsweise Nervosität verstärkt.

[Franzisca]

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