Gesunde Haltung

Fit am Schreibtisch

published: 21.06.2009

Jeder, der häufig am Computer sitzt, sollte einseitigen Belastungen vorbeugen (Foto: Public Address)Jeder, der häufig am Computer sitzt, sollte einseitigen Belastungen vorbeugen (Foto: Public Address)

Gestern noch war das Surfen im Internet eine leichte Übung, doch heute macht sich plötzlich jeder Mausklick unangenehm bemerkbar - eure Finger fühlen sich steif und verkrampft an und Ellenbogen und Handgelenk ziepen? Dabei handelt es sich vermutlich um einen klassischen Fall von "Mausarm", ein Phänomen, von dem keinesfalls nur Erwachsene betroffen sind.

Jeder, der häufig vor einem Bildschirm sitzt, sollte darauf achten, den Körper nicht einseitig zu belasten und sich so vor dauerhaften Schäden schützen. Die Techniker Krankenkasse weiß, was ihr gegen "Mausarm" und Konsorten unternehmen könnt.

Was ist ein "Mausarm"?
Beim Surfen im Internet, Computerspielen oder Chatten liegt die Hand oft lange Zeit leicht angewinkelt auf der Maus und ihre einzige Aufgabe besteht darin, gelegentlich kurz mit dem Zeigefinger zu klicken. Durch diese einförmige Arbeit kann sich die Muskulatur des Unterarms verkürzen und die Sehnenscheide oder der Sehnenansatz am Ellenbogen entzünden. Im Nu schmerzt jeder Klick.

Hilfe bei Schmerzen
In der Regel könnt ihr selbst gegen die Schmerzen aktiv werden. Wenn nicht, sucht unbedingt einen Orthopäden auf. Meist helfen jedoch bereits leichte Dehnübungen, um dem unangenehmen Ziehen und Brennen zuleibe zu rücken.
Lockerungsübung: Streckt einfach den Arm aus und lasst die Hand mit der Handfläche nach oben zeigend locker hängen. Zieht nun die Finger mit der anderen Hand nach unten zum Körper heran, sodass die Handfläche gerade nach vorne zeigt. Bei dieser Übung spürt ihr vermutlich ein leichtes Ziehen kurz vor eurem Ellenbogen. Habt ihr sehr starke Schmerzen, legt unbedingt eine Pause ein und führt die Übungen regelmäßig zwischendurch für einige Minuten durch.

Ja nicht einrosten!
Wer stundenlang dieselbe Bewegung macht und sich ansonsten kaum rührt, tut seinem Körper keinen Gefallen – Bewegung ist das A und O für einen gesunden, ausgeglichenen Körper, leider kommt sie heute oft viel zu kurz. So kommt es nicht selten vor, dass monotone Bewegungsabläufe, beispielsweise im Schulunterricht oder am heimischen Schreibtisch, zu kleinen Verletzungen oder Reizungen an den Muskelfasern, Sehnen- und Sehnenscheiden oder an den Gelenken führen. Andererseits strapaziert ihr aber auch die Muskelpartien, die starr eine bestimmte Position halten müssen. Sie verspannen – rosten also quasi ein. Wer dann auch noch Beine oder Arme ungünstig abknickt, behindert die Durchblutung in den betroffenen Gliedmaßen, sodass sich eure Arme und Beine taub anfühlen oder kribbeln.

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