Berliner Berufsschule für Tourismus

Reisen als Beruf

published: 23.07.2008

Die Schüler der BFT arbeiten mit den Reservierungssytemen des Luft- und Reiseverkehrs, die auch in den Unternehmen verwendet werden (Foto: BFT)Die Schüler der BFT arbeiten mit den Reservierungssytemen des Luft- und Reiseverkehrs, die auch in den Unternehmen verwendet werden (Foto: BFT)

Wer gerne reist, ein Faible für fremde Länder und Kulturen hat und Fremdsprachen schon immer zu seinen Lieblingsfächern zählte, sollte einmal über eine Ausbildung im Tourismus-Bereich nachdenken. Vom Reiseleiter bis hin zur Hotelmanagerin eröffnen sich in dieser Branche zahlreiche Tätigkeiten und Berufe.

Vier davon könnt ihr an der Berliner Berufsschule für Tourismus (BFT) erlernen: Drei Jahre dauern die Ausbildungen zum Reiseverkehrskaufmann, zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit und zur Servicekauffrau im Luftverkehr. Nur zwei Jahre hingegen braucht der staatlich anerkannte internationale Touristikassistent. Um zu erfahren, was sich genau dahinter verbirgt, hat Scoolz mit Renate Erbert gesprochen, der Geschäftsführerin der BFT.

Menschen in den Urlaub schicken
Jeder, der schon einmal einen Urlaub im Reisebüro gebucht hat, hatte schon mit einem Reiseverkehrskaufmann zu tun. Als Reisevermittler verkauft er oder sie Reisen spezieller Veranstalter und schickt Menschen ins Ausland, was auch "Outgoing" genannt wird. Dazu gehört auch, sich von den Produkten, die man verkauft, selbst zu überzeugen: "Man sollte gerne reisen, da Veranstalter einen einladen, sich die Produkte vor Ort anzusehen. Das kann sehr anstrengend sein, wenn man sich beispielsweise am Tag zehn Hotels anguckt, die im Katalog aufgeführt werden. Andererseits sind solche Reisen auch sehr spannend", weiß Renate Erbert aus eigener Erfahrung.

Heimische Regionen vermarkten

Renate Erbert ist die Geschäftsführerin der BFT (Foto: BFT)Renate Erbert ist die Geschäftsführerin der BFT (Foto: BFT)

Wie der Reiseverkehrskaufmann lernt auch die Kauffrau für Tourismus und Freizeit abwechselnd in einem Betrieb und in der Schule. Allerdings ist diese nicht für das "Outgoing", sondern für das "Incoming" zuständig. "Man verkauft Tourismus und Freizeit in einer speziellen Region in Deutschland. Dafür muss man Freizeitanlagen bewerben, vermarkten und auch vor Ort betreuen", so Erbert. Viel unterwegs sei man vor allem auf Torurismusmessen, wo man die Freizeitanlagen präsentiere. "Man ist dafür zuständig, dass möglichst viele Besucher in die Anlagen kommen. Am besten natürlich ausländische Gäste wie Chinesen, Japaner oder Amerikaner, damit die deutsche Tourismusindustrie weiter ausgebaut wird und Arbeitsplätze geschaffen werden."

Bei den dualen Ausbildungen sorgt die BFT für passende Lehrbetriebe und bringt ihre Schüler beispielsweise in Reisebüros namhafter Reiseveranstalter, bei großen Unternehmen, Hotels oder in Verbänden unter. Dort erhalten sie einen Ausbildungsvertrag der Industrie– und Handelskammer (IHK) und ein Gehalt von durchschnittlich etwa 500 Euro.

Multilingual im Einsatz
"Als staatlich anerkannter internationaler Touristikassistent assistiert man in touristischen Unternehmen mithilfe seiner drei Fremdsprachen Englisch, Spanisch und Französisch und natürlich Deutsch", erklärt Renate Erbert. "Der Touristikassistent ist sehr vielseitig einsetzbar." Für diesen Job sollte man deshalb auch bereits in der Schule sehr gute Noten in Englisch vorweisen und eine zweite Fremdsprache erlernt haben. Wer sich für die rein schulische Ausbildung entscheidet, absolviert außerdem ein Praktikum im In- oder Ausland und arbeitet beispielsweise bei großen Events wie der Messe Berlin oder im Hotel Estrel mit.

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www.berufsschule- tourismus.de

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