Fit auf Reisen

Gesunder Trip in den Urlaub

published: 29.07.2009

Apfelschorle ist das richtige Getränk, um deinen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt auf Reisen auszugleichen (Foto: shutterstock.com/Andreas Saldavs) Apfelschorle ist das richtige Getränk, um deinen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt auf Reisen auszugleichen (Foto: shutterstock.com/Andreas Saldavs)

Die letzte Hausarbeit ist geschrieben und euch hält nichts mehr am Studienort – am liebsten weit weg und nur noch abschalten! Doch bevor ihr dunkle Bibliotheken und stickige Seminarräume hinter euch lassen könnt, müsst ihr erst einmal einen anstrengenden Trip mit Flugzeug, Bus, Bahn oder Auto überstehen. Besonders nach Langstreckenreisen, ab drei Stunden aufwärts, fühlen sich viele erschöpft und angeschlagen: geschwollene Füße, schmerzende Waden, ein spannender Bauch, Übelkeit oder sogar Halsschmerzen dämpfen die Urlaubseuphorie. Um gesund zu reisen und fit am Ziel anzukommen, solltet ihr ein paar Dinge beachten.

Das "Economy-Class-Syndrom"

Wenn ihr lange und beengt sitzen müsst, wobei die Venen in Knien und Leiste abgedrückt sind, und euch nicht regelmäßig bewegt, verlangsamt sich der Blutrückfluss zum Herzen. Das Blut staut sich in den Beinen und die Füße schwellen an. Auf Flugreisen kommen zu der eingeschränkten Bewegungsfreiheit noch der niedrige Luftdruck und die geringe Luftfeuchtigkeit in der Kabine. Der Druckabfall bewirkt eine Ausdehnung der Venenwände, durch die trockene Luft verliert euer Körper Flüssigkeit: Das Blut wird dicker. Dadurch steigt die Gefahr, dass sich in euren Beinvenen kleine Blutgerinnsel – sogenannte Thromben – bilden.

Löst sich so ein Pfropfen, kann dieser über den Blutkreislauf in deine Lunge gelangen, die Lungengefäße verstopfen und zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie, einer Durchblutungsstörung der Lunge, führen. Da durch die Enge in der Touristenklasse des Flugzeugs eine Reisethrombose gefördert wird, nennt man diese auch "Economy-Class-Syndrom". Andere Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen und die Einnahme der Anti-Baby-Pille begünstigen die Bildung einer Reisethrombose zusätzlich.

Wer meint, eine lange Reise am besten schlafend überstehen zu können und daher ein Schlafmittel, vielleicht sogar in Verbindung mit Alkohol, zu sich nimmt, begeht einen großen Fehler. Zwar wird der Organismus im Schlaf weniger belastet, jedoch bleibt ihr dann stundenlang bewegungslos, ohne Flüssigkeit zu tanken oder die Beine zu bewegen. Schließlich wacht ihr mit trockenem Mund und dicken Füßen auf.

Flüssig bleiben

Mit ein paar Tricks könnt ihr jedoch das Thrombose-Risiko erheblich minimieren. Viel Trinken und regelmäßige Bewegung sind dabei die wichtigsten Maßnahmen. In der trockenen Luft braucht der Körper vermehrt Flüssigkeit. Während eines langen Fluges solltet ihr daher viel Wasser oder Fruchtsaftschorle zu euch nehmen. Mineralwasser mit viel Kohlensäure kann allerdings zu Blähungen führen. Auch Alkohol solltet ihr meiden, da dieser die Gefäße weitet und zusätzlich das Blut in die Beine absacken lässt.

Vermehrtes Trinken sorgt außerdem dafür, dass die Mundschleimhaut immer feucht bleibt. Auf trockenen Schleimhäuten tummeln sich gerne Viren und Bakterien, welche in einem voll besetzten Flugzeug oder Bus massenweise mitreisen und durch die Klimaanlage gleichmäßig verteilt werden. Um Heiserkeit und Halsschmerzen vorzubeugen, könnt ihr neben der Wasserflasche auch einen kleinen Zerstäuber mit Salzwasser (in der Apotheke erhältlich) mitnehmen. Mit ihm solltet ihr alle halbe Stunde Mund und Rachen besprühen.

Freiheit für die Beine

Wählt im Bus oder Flugzeug möglichst einen Sitz am Gang; als Frühbucher könnt ihr auch um einen Platz an den Notausgängen bitten.

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