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Ungeplant schwanger - Teil 1

Schwanger – was nun?

published: 10.10.2008

Bei der Entscheidung für oder gegen das Baby sollte das Mädchen auf sein eigenes Gefühl vertrauen (Foto: Public Address)Bei der Entscheidung für oder gegen das Baby sollte das Mädchen auf sein eigenes Gefühl vertrauen (Foto: Public Address)

"Das kann doch nicht wahr sein – ich und schwanger?" Die Nachricht vom positiven Testergebnis versetzt junge Mädchen oft in einen Schockzustand, in dem sie kaum einen klaren Gedanken fassen können. Fragen über Fragen türmen sich auf: Was ist mit der Schule? Wie sage ich es meinen Eltern? Wer berät mich und vor allem, soll ich das Kind wirklich bekommen?

Jedes Jahr werden etwa 12.000 Mädchen unter 18 Jahren schwanger, so das Ergebnis einer pro-familia-Studie. Etwa die Hälfte von ihnen entscheidet sich dafür, ihr Kind zu bekommen, die andere bricht die Schwangerschaft ab. Doch wer hilft den Mädchen dabei, die für sie richtige Entscheidung zu fällen? Welche Beratungsstellen es gibt und welche Möglichkeiten sich bieten, erklärt die Techniker Krankenkasse.

Eigene Position finden
Jedes Mädchen reagiert unterschiedlich auf die Nachricht, schwanger zu sein. Einige schämen sich, andere freuen sich oder fühlen sich vielleicht hilflos. Vor allem sollten die jungen Frauen nicht allein mit ihren Gefühlen bleiben. Bei den anstehenden Entscheidungen brauchen sie unbedingt jemanden, der sie unterstützt. "Wird ein Mädchen ungeplant und ungewollt schwanger, kann eine völlige Überforderung entstehen", erklärt Carmen Alexander von pro familia. Die Sexualpädagogin und Sozialarbeiterin berät regelmäßig junge Frauen, die nicht wissen, wie sie mit ihrer Schwangerschaft umgehen sollen.

Natürlich hilft es, mit der Familie, dem (Ex-)Partner oder Freunden zu sprechen. Allerdings sind diese selbst emotional betroffen und geben manchmal Ratschläge, die die Schwangere noch zusätzlich verwirren. "Prasseln Meinungen von Eltern, Freunden oder anderen Personen auf die Jugendlichen ein, fällt es ihnen schwer herauszufinden, was sie wollen", so die Sozialarbeiterin. Deswegen sollte jedes Mädchen versuchen, ihren eigenen Standpunkt zu finden. Bei diesem Prozess unterstützen sie Beraterinnen beispielsweise bei pro familia, in Familienplanungszentren, des Diakonischen Werks, der Caritas oder der Arbeiterwohlfahrt.

Experten helfen weiter
Zu einem Beratungstermin kann ein Mädchen sowohl alleine, als auch mit dem (Ex-)Partner, seinen Eltern oder mit einer Freundin erscheinen. Gemeinsam mit den dortigen Beratern wird dann überlegt, welche Entscheidung die richtige sein könnte. "Es kann sein, dass zunächst mit der Jugendlichen allein gesprochen wird." Sei es gewünscht, könnten die Experten dann auch mit den Eltern des Mädchens reden, so Carmen Alexander. Grundsätzlich unterliege die Beraterin jedoch der Schweigepflicht und dürfe nur mit Einverständnis der Minderjährigen oder jungen Frau mit Dritten sprechen, erklärt die Expertin.

In einem Beratungsgespräch ist Raum für alle Gefühle, die mit der Schwangerschaft auf ein Mädchen einstürmen. Es können mögliche Ängste und Scham, Vorurteile oder ein schlechtes Gewissen ausgesprochen und eventuell ausgeräumt werden. Die Beraterinnen sind dafür da, einen Überblick über mögliche Hilfsangebote zu vermitteln und unabhängig von anderen Meinungen das Beste für die Schwangere herauszufinden.

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