Wer von seinem One-Night-Stand mehr erwartet als nur eine gemeinsame Nacht, fühlt sich danach oft leer und enttäuscht  (Foto: Public Address)Heute gelingt es Christian, den inneren Druck beim Skaten abzubauen (Foto: Public Address)Wie schmecken eigentlich Rosmarin, Salbei, Safran und Senfkörner?  (Foto: Public Address)Das Zähneputzen ist unerlässlich für gesunde Zähne (Foto: Public Address)Im Hamam lässt sich herrlich entspannen bei orientalischer Atmosphäre, warmem Tee und entsprechender musikalischer Untermalung (Foto: Public Address)Sind "Light"-Produkte wirklich leicht? (Foto: Public Address)Aus Spaß kann schnell Ernst werden, wenn der Alkoholkonsum in Gesellschaft außer Kontrolle gerät (Foto: Public Address)

Ungeplant schwanger - Teil 2

Meine Freundin ist schwanger!

published: 07.11.2008

Für junge Männer ist es häufig schwer, bei der Entscheidung für oder gegen das Baby kein Mitspracherecht zu haben (Foto: Public Address)Für junge Männer ist es häufig schwer, bei der Entscheidung für oder gegen das Baby kein Mitspracherecht zu haben (Foto: Public Address)

Wenn die Freundin, der One-Night-Stand oder die Ex plötzlich ungeplant schwanger wird, überfordert dies häufig nicht nur die betreffende Frau, auch im Kopf des vermeintlichen Vaters bricht erst einmal das Chaos aus. Einige möchten sich verkriechen oder weglaufen, andere haben eher das Bedürfnis, ständig um ihre Freundin zu sein oder wollen es der ganzen Welt verkünden.

Ob Panik, Freude oder Scham: All diese Gefühle sind ganz normal und vollkommen okay, schließlich betreffen die Konsequenzen einer Schwangerschaft auch das Leben des männlichen Partners nachhaltig. Für ihn ist es nun wichtig, sich Zeit zu nehmen und die Ereignisse in Ruhe zu verdauen. Die Techniker Krankenkasse weiß, an wen sich junge Männer mit all ihren Sorgen und Fragen wenden können.

Schwierig: Nur sie entscheidet
Häufig ist es für Männer besonders schwer, dass sie kein endgültiges Mitspracherecht bei der Entscheidung für oder gegen das Baby haben. Scoolz-User Matze kennt diese Problematik aus seinem Freundeskreis: "Die Freundin von ´nem Kumpel ist schwanger. Ungeplant und (zumindest von ihm) auch ungewollt. Ich versteh´ nicht so recht, warum der Mann nicht mitentscheiden darf, ob die beiden das Kind nun kriegen oder nicht. Ich meine, er ist doch auch betroffen! Aber die Entscheidung trifft nur sie, egal, was er will."

Obwohl Männer tatsächlich keinerlei Mitbestimmungsrecht haben, ist es natürlich möglich, dass sie in den Entscheidungsprozess der Frau einbezogen werden. Je nach Verhältnis des Paares können die beiden miteinander reden und sich gegenseitig von ihren Ängsten, Träumen oder Zielen erzählen. Auch Carmen Alexander, Sexualpädagogin und Sozialarbeiterin bei pro familia bestätigt: "Oft ist es sogar hilfreich, wenn der Mann eine Meinung hat oder sich bemüht, eine Haltung zu der Schwangerschaft zu entwickeln. Es geht dann nicht darum, dass sie machen soll, was er will, sondern über Ängste, Befürchtungen, Wünsche etc. zu sprechen."

Findet ihr es richtig, dass die Frau allein darüber entscheidet, ob das Kind zur Welt kommt oder nicht?

  • Ja, es ist schließlich ihr Körper.

  • Ich weiß nicht.

  • Nein, der Mann sollte ein gleichberechtigtes Mitspracherecht haben.

Solche Gespräche helfen bestenfalls, um sich seiner Gefühle und Einstellungen bewusst zu werden. Für viele Frauen ist es hilfreich, wenn der Mann ehrlich seine Meinung äußert, denn es erleichtert ihr, die Konsequenzen einer Entscheidung einzuschätzen. Allerdings muss er es akzeptieren, wenn sie sich später anders entscheidet, und sollte sie keinesfalls unter Druck setzen. Scoolz-User Lord meint dazu: "Letztendlich wächst das Kind in der Frau heran, also kann sie auch entscheiden, was damit passieren soll. Es sollte aber versucht werden, eine Möglichkeit zu finden, die sowohl dem Vater als auch der Mutter zusagt."

Experten helfen
Falls die potenziellen Eltern unterschiedlicher Meinung darüber sind, ob sie das Kind bekommen wollen oder nicht, entscheidet also die Frau. Diese passive Rolle auszuhalten und die Schwangere trotzdem nach Kräften zu unterstützen, bedeutet für den Mann eine große seelische Herausforderung. Manche fühlen sich viel zu jung zum Vaterwerden und haben Angst vor der Verantwortung, andere verspüren Gewissensbisse, Trauer oder Scham. Besonders bei unterschiedlichen Vorstellungen kommt vielleicht auch noch Wut auf die Schwangere hinzu.

Um mit diesen Emotionen fertig zu werden, steht es auch Männern frei, alleine oder mit der Frau Beratungsangebote verschiedener Experten in Anspruch zu nehmen. Neben psychologischer Unterstützung geben die Berater beispielsweise auch einen Überblick über mögliche Hilfsangebote für junge Eltern und informieren über die Rechte und Pflichten eines Vaters. Pro familia, Familienplanungszentren vor Ort, das Diakonische Werk, die Caritas oder Arbeiterwohlfahrt bieten solche Dienste an.

Nächste Seite

Seite: 1 | 2

Links

"Eltern werden"
www.profamilia.de
www.diakonie.de
www.awo.org
www.caritas.de

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung