Unmögliche Liebe

Verknallt in den Lehrer

published: 17.12.2008

Eine Schwärmerei könnte als Antrieb dazu dienen, sich ganz besonders für diesen Lehrer anzustrengen (Foto: Public Address)Eine Schwärmerei könnte als Antrieb dazu dienen, sich ganz besonders für diesen Lehrer anzustrengen (Foto: Public Address)

Herzklopfen im Klassenzimmer kennt fast jede Schülerin und jeder Schüler. Doch wenn das Herz nicht für einen Mitschüler, sondern den Lehrer oder die Lehrerin schlägt, ist der Liebeskummer fast schon programmiert. Die Techniker Krankenkasse erklärt, was ein Liebesverhältnis unmöglich macht und gibt euch Tipps, wie ihr über diese Schwärmerei hinwegkommt.

Lehrer zum Anhimmeln?
Meist sind sie etwa 20 Jahre älter, haben andere Interessen und sind vielleicht sogar verheiratet. Dennoch wirken Lehrerinnen und Lehrer auf manche Schüler und Schülerinnen sehr anziehend. Scoolz-Userin Nina vermutet, dass es sich dabei um einen psychologischen Effekt handelt: "Die Psyche spielt da mit einem. Der Lehrer ist eine Autoritätsperson, zu der man aufblicken kann. Er weiß so viel, er ist erwachsen..." Durch diese ungleiche Verteilung der Kräfte fühlen sich manche Schüler oder Schülerinnen besonders zu ihrer Lehrkraft hingezogen. Er oder sie hebt sich von den gleichaltrigen Klassenkameraden ab, man kann sich behütet und beschützt fühlen – ein Gefühl, aus dem oft eine Art Verliebtheit resultiert oder eines, das damit verwechselt wird.

Auch eine verliebte Scoolz-Userin hat es auf diesem Wege erwischt. Auf einer Klassenfahrt tröstete ihr Sportlehrer sie, da sie unter starkem Heimweh litt. Sie schreibt: "Ich finde, er hat sich total rührend um mich ´gekümmert´. Danach hab´ ich gemerkt, dass er mehr als nur mein Lieblingslehrer ist. Seit Kurzem hab´ ich ein Kribbeln im Bauch, wenn ich ihn sehe."

"Nie ermutigen"
Jan Schmidt (Name von der Redaktion geändert) unterrichtet an einem Hamburger Gymnasium die Fächer Sport, Mathematik und Geschichte. Auch für den 36-Jährigen haben schon einige seiner Schülerinnen geschwärmt: "Eigentlich ignoriere ich das erst einmal und achte darauf, mit dem Mädchen nicht alleine in einem Raum zu sein, damit keine Missverständnisse entstehen. Meist regelt sich das ohnehin recht schnell, weil ich sehr streng bin. Das finden die Schüler dann nicht mehr so toll."

Die amourösen Gefühle seiner Schülerinnen empfindet der Pädagoge als befremdlich: "Ich fühle mich davon überhaupt nicht geschmeichelt. Ich bin 20 Jahre älter als meine Schülerinnen, ich kann nicht verstehen, warum sie sich für so einen alten Mann interessieren. Ich würde sie darin nie ermutigen und halte das auch für sehr gefährlich", so Schmidt.

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