Sichere Ski-Ausrüstung

Schutz für helle Köpfe

published: 30.01.2009

Der Skihelm fungiert als Stoßdämpfer und schützt den Kopf vor Erschütterungen und Verletzungen (Foto: Public Address)Der Skihelm fungiert als Stoßdämpfer und schützt den Kopf vor Erschütterungen und Verletzungen (Foto: Public Address)

Die Sonne scheint, die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt und am Horizont küssen schneebedeckte Gipfel den strahlend blauen Himmel. So ein Anblick lässt nicht nur die Herzen aller Skifreunde höher schlagen. Doch bevor ihr euch in den wohlverdienten Winterurlaub verabschiedet, muss euer Outfit den Pisten-Sicherheitscheck bestehen.

Besonders der Kopf sollte durch einen Skihelm gut geschützt sein, denn bei einem Sturz oder Zusammenprall mit anderen Skihasen kommt es sonst leider schnell zu ernsthaften Verletzungen. Die Techniker Krankenkasse gibt euch wichtige Tipps und Informationen, worauf ihr bei der Wahl eurer Kopfbedeckung achten solltet.

Halb- oder Voll?
Erst einmal solltet ihr euch darüber im Klaren sein, ob ihr euch einen Voll- oder einen Halbschalenhelm anschaffen möchtet. Die etwas leichteren Halbschalenhelme lassen die Partien über den Ohren frei, wodurch ihr die Umgebungsgeräusche auf der Piste besser wahrnehmen könnt. Allerdings ist der Kopf dadurch nicht optimal geschützt, wie es mit einem Vollschalenhelm der Fall wäre. Unentschlossene können einfach einen Halbschalenhelm mit dazugehörigen Ohrabdeckungen wählen, den ihr nach Bedarf "aufrüstet".

Der perfekte Sitz
Nur ein Helm, der auch optimal sitzt, kann euch in kritischen Situationen vor ernsthaftem Schaden schützen. Zwar könnt ihr verschiedene Einstellungen auch nachträglich noch verändern, grundsätzlich sollte euer Kopfschutz jedoch in der passenden Größe angeschafft werden. Lasst euch bei der Auswahl unbedingt von kompetentem Fachpersonal beraten und testet die Helme bereits im Kaufhaus oder beim Verleih.

Wichtiges auf einen Blick

- Skihelme wiegen etwa zwischen 400 und 700 Gramm. Umso leichter ein Helm ist, desto höher ist auch sein Tragekomfort!
- Wählt ruhig eine knallige Farbe, denn so werdet ihr mit Sicherheit besser gesehen!
- Die Kennzeichnungen "CE" bzw. "DIN EN 1077" weisen darauf hin, dass der Hersteller sich an die Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien hält.
- Das Material verliert durch die hohe UV-Strahlung im Gebirge einen Teil seiner Schutzwirkung. Darum sollte ein Helm alle drei bis fünf Jahre ausgetauscht werden. Falls es zu einem schweren Sturz kommt, bereits früher.

Euer Helm sollte fest am Kopf sitzen, ohne dass ihr durch den Druck Kopfschmerzen bekommt. Auch sämtliche Halterungen und Verschlüsse müssen so angebracht sein, dass sie keine Druckstellen verursachen. Als Faustregel gilt: Setzt ihr den Helm auf und schließt den Kinnriemen NICHT, darf der Helm bei Drehungen und leichtem Schütteln weder wackeln noch hin und her rutschen. Denkt daran, zum Anprobieren auch eure Skibrille mitzunehmen, damit ihr seht, ob Helm und Brille kombinierbar sind!

Gegen Stoß und Stich
Der Skihelm fungiert als Stoßdämpfer und soll euren Kopf vor Erschütterungen und Verletzungen schützen. Wie stoßfest ein Helm ist, erkennt ihr unter anderem am Helmaufbau. So verfügen einige Modelle über eine harte Außenschale und eine zweite, dämmende Innenschale. Durch diese Konstruktion wird eine Erschütterung doppelt abgefangen. Helme, die mit dieser "Doppelverschalung" ausgestattet sind, erkennt ihr auch an den Herstellerbezeichnungen "Dual Shell", "Hard Shell" oder "Anti-Shock".

Bei einem Sturz oder Zusammenprall mit anderen Skihasen kommt es ohne Schutz schnell zu ernsthaften Verletzungen (Foto: Public Address)Bei einem Sturz oder Zusammenprall mit anderen Skihasen kommt es ohne Schutz schnell zu ernsthaften Verletzungen (Foto: Public Address)

Genauso wichtig wie die Stoßdämpfung ist die so genannte "Durchstichfestigkeit" eurer Kopfbedeckung. Falls ihr auf etwas Spitzem wie einem Stein, Skistock oder auf Holz landet, sollte der Helm nicht davon "durchbohrt" werden. Achtet darum darauf, dass die Außenschale eures Helmes nicht über Öffnungen verfügt, durch die spitze Gegenstände eindringen könnten.

Öffnen im Notfall
Unter dem Kinn verläuft der so genannte Kinnriemen. Dieser sorgt dafür, dass eure Kopfbedeckung im Falle eines Sturzes nicht im hohen Bogen davon fliegt – er darf sich in einem solchen Moment also nicht lösen. Bleibt ihr damit jedoch an einem Gegenstand hängen, sollte er sich unbedingt öffnen, da sonst Verletzungen im Bereich des Kehlkopfes drohen. Ihr testet dies am besten, indem ihr den Helm am Kopf kräftig nach hinten zieht. Wichtig ist übrigens auch, dass sich der Verschluss mit Handschuhen bedienen lässt, damit ihr im Notfall schnell eingreifen könnt.

[TK]

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