Lebensmittelallergie - Teil 1

Genuss mit Folgen

published: 08.04.2009

Lebensmittelallergien gegen Eier, Sellerie und Zitrusfrüchte kommen besonders häufig vor (Foto: Public Address)Lebensmittelallergien gegen Eier, Sellerie und Zitrusfrüchte kommen besonders häufig vor (Foto: Public Address)

Der Hals kratzt, die Nase läuft und in der Magengegend fühlt es sich ein wenig flau an? Bei solchen Beschwerden würden die meisten von euch sicher auf eine Erkältung, einen Virus oder ähnliches tippen. Dass sich hinter diesen unspezifischen Symptomen auch eine Lebensmittelallergie verstecken kann, bemerken Betroffene häufig erst sehr spät. Die Techniker Krankenkasse informiert euch zum Thema.

Was kratzt denn da?
Wer gegen ein spezielles Lebensmittel oder dessen Inhaltsstoffe allergisch ist, bemerkt normalerweise schon kurze Zeit nach dem Verzehr, dass etwas nicht stimmt. Allerdings sind die Reaktionen auf so genannte Allergene genauso verschieden, wie ihre Auslöser selbst.

In manchen Fällen schwellen die Lippen und Hautpartien an, es kommt zu Rötungen und Ausschlägen und die Nase beginnt zu laufen. Die Mundhöhle und Lippen prickeln, unter Umständen schwillt auch der Kehlkopf an, ihr leidet unter Atemnot. Auch Asthma kann zu den Symptomen einer allergischen Reaktion gehören. Einige Betroffene leiden auch unter Übelkeit, müssen sich erbrechen oder bekommen Magenkrämpfe und Durchfall. Manchmal fällt der Blutdruck stark ab, sodass denjenigen schwarz vor Augen wird.

Besonders gefährlich wird es, wenn der Organismus mit einem so genannten anaphylaktischen Schock reagiert. Diese extreme allergische Reaktion kann innerhalb kurzer Zeit zum Herz-Kreislauf-Versagen führen.

Ausgerechnet Eier und Kuhmilch
Am häufigsten kommen in Deutschland Lebensmittelallergien gegen Hühnereier, Kuhmilch, Weizen und Soja vor. Da Bestandteile von Eiern in besonders vielen Lebensmitteln wie beispielsweise in einigen Nudeln oder Margarine enthalten sind, kommen Betroffene oft nicht gleich auf die wahre Ursache ihrer Beschwerden.

Nicht selten lösen auch Seefische, Schalentiere, Nüsse, Hülsenfrüchte und Rohgemüse, dabei vor allem Sellerie, rohe Früchte, insbesondere Äpfel und Zitrusfrüchte, Allergien aus. Übrigens reagiert der Körper meist auf die in der Nahrung enthaltenen Proteine, also Eiweiße, allergisch.

Jagd auf die Ursache
Um herauszufinden, gegen welche Lebensmittel ihr allergisch seid, helfen neben Hauttests meist nur spezielle Diäten. Diese solltet ihr aber keineswegs alleine, sondern immer nur mit Hilfe eines Artzes durchführen. Nach einem Ernährungsplan lasst ihr entweder immer mehr Gruppen von Nahrungsmitteln weg oder nehmt neue hinzu. So könnt ihr ganz genau feststellen, welche Lebensmittel an euren Beschwerden Schuld sind. Leider gibt es noch keine Möglichkeiten, Lebensmittelallergien zu heilen, das heißt: Die schädlichen Lebensmittel müssen konsequent gemieden werden.

Es gibt Alternativen
Keine Sorge, nachdem euer Arzt eine Allergie diagnostiziert hat, bekommt ihr hilfreiche Tipps, wie ihr euch auch ohne betreffende Lebensmittel ausgewogen ernähren könnt. Ihr lernt, Produkte zu erkennen, die euer Allergen enthalten, und wie ihr sie ersetzen könnt. Wer sich angewöhnt, im Supermarkt genau auf die Zutatenverzeichnisse zu achten, weiß schnell, wovon er oder sie besser die Finger lassen sollte.

Manchmal hilft es auch, spezielle Nahrung vor dem Verzehr zu garen oder eine Weile an der Luft zu lagern, um die Allergene zu zerstören. Um diese Tricks kennen zu lernen, solltet ihr euch unbedingt von einem Arzt oder Lebensmittelexperten beraten lassen.

[TK]

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