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Lebensmittelallergie - Teil 2

Kein Suppenkasper!

published: 15.04.2009

Wer viele Dinge nicht essen kann, wird schnell als zimperlich abgestempelt (Foto: Public Address)Wer viele Dinge nicht essen kann, wird schnell als zimperlich abgestempelt (Foto: Public Address)

"Sind in dem Kuchen Nüsse drin? Habt ihr vielleicht Sojamilch? Tut mir leid, den Nudelsalat kann ich leider nicht essen." Wer so viele Extrawünsche hat, muss ganz schön pingelig sein, oder? Leider ist es genau dieses Vorurteil, das Menschen mit einer Lebensmittelallergie häufig zu schaffen macht. Ob im Restaurant oder bei einer Party, wer alles genau wissen will, dann auch noch Änderungswünsche hat oder ein Essen ganz verschmäht, macht sich häufig nicht gerade beliebt.

Dabei ist es extrem wichtig, dass Allergiker ihre "Allergene", also die Stoffe, die zu einer allergischen Reaktion führen, meiden, wenn sie ihre Gesundheit oder gar ihr Leben nicht riskieren wollen. Wie ihr betroffene Freunde oder Familienangehörige unterstüzen könnt, weiß die Techniker Krankenkasse.

"Nun stell Dich doch nicht so an!"
Ihr habt für eure Party ein aufwändiges Buffet gezaubert oder eurer Freundin einen tollen Geburtstagskuchen gebacken – und sie lehnt dankend ab. Verständlich, dass ihr zunächst enttäuscht seid, weil eure Mühe scheinbar vergebens war. Schnell verurteilt man einen Allergiker da als "Suppenkasper" oder "Meckerliese" und verschweigt schlimmstenfalls sogar Zutaten, weil man die Krankheit nicht ernst nimmt.

Anaphylaktischer Schock

Der anaphylaktische Schock ist die heftigste aller allergischen Reaktionen und wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Die vielfältigen Symptome reichen von Übelkeit, Atemnot, Herzrasen über Störungen der Organfunktionen, Kreislaufschock mit Organversagen bis zum tödlichen Kreislaufversagen.

Die Wahrscheinlichkeit, einen allergischen Schock zu erleiden, steigt, je schneller der Allergiker nach dem ersten Kontakt mit einem Allergen reagiert.

Dabei hat eine Lebensmittelallergie überhaupt nichts damit zu tun, dass der Betroffene sich zimperlich anstellt. Je nach Ausprägung der Allergie reichen nämlich schon kleinste Mengen der Allergene, um schwere Reaktionen wie Atemnot, Ohnmacht oder schlimmer, einen anaphylaktischen Schock, hervorzurufen. Wird derjenige dann nicht sofort von einem Arzt behandelt, steht sogar sein Leben auf dem Spiel.

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