Girls'Day in der TK

Typisch Mädchen?

published: 24.04.2009

Am Girls`Day 2009 lernten 13 Hamburger Schülerinnen die Druckerei der TK kennen (Foto:TK)Am Girls`Day 2009 lernten 13 Hamburger Schülerinnen die Druckerei der TK kennen (Foto:TK)

Was bedeutet überhaupt Offsetdruck? Wie wird eine Broschüre gebunden? Und wie sieht so eine Heftmaschine eigentlich von innen aus? Nach dem Girls´Day 2009 in der Techniker Krankenkasse (TK) wissen zumindest Lena, Saskia, Josephine und zehn weitere Schülerinnen ganz genau, was in einer Druckerei vor sich geht.

Die Mädchen gehören zu den etwa 50 Jugendlichen, die am 23. April in der Hauptverwaltung der TK in Hamburg neue Berufsfelder für sich entdeckten. Neben der Druckerei besuchten die zehn- bis 15-Jährigen beispielsweise die hauseigene Redaktion, die Personalabteilung, das Lager oder die Abteilung für Informationsverarbeitung. Und auch im Sekretariat, der Bibliothek und der Pressestelle eroberten Mädchen und Jungs ohne Scheu die Domänen des anderen Geschlechts.

Glaubt ihr, dass Jungs und Mädchen in allen Berufen dieselben Chancen haben?

  • Nein, auf keinen Fall.

  • Weiß nicht.

  • Ja, ganz bestimmt

"Noch immer wählt ein Großteil der Jugendlichen Berufe, die als 'typisch' fürs eigene Geschlecht gelten", so Jantje Ohlroggen, Gleichstellungs-beauftragte bei der TK. Generell stehe bei Mädchen immer noch Einzelhandelskauffrau ganz oben auf der Liste der Traumberufe, Jungen würden eher zum Kfz-Mechaniker tendieren. "Am Girls'Day wollen wir den Mädchen und Jungen die Chance geben, auch einmal in andere Bereiche hineinzuschnuppern und vielleicht später einen ungewöhnlichen Weg zu gehen."

Josephine, Lea, Lena, Laura, Lea Marie und Saskia (v.l.n.r.) ließen sich von großen Maschinen nicht ins Bockshorn jagen (Foto: TK)Josephine, Lea, Lena, Laura, Lea Marie und Saskia (v.l.n.r.) ließen sich von großen Maschinen nicht ins Bockshorn jagen (Foto: TK)

Die elfjährige Lena ließ sich jedenfalls vom Lärm in der Druckerei nicht einschüchtern. Bei der Frage, wer die Schneidemaschine bedienen wolle, schoss ihr Finger am schnellsten in die Höhe. Eigentlich will Lena zwar Sportlehrerin werden, aber dass große Maschinen nur etwas für Jungs sind, findet sie überhaupt nicht. "Nein, Angst habe ich nicht, ich finde die spannend."

An jeder Station öffnete Druckerei-Leiter Joachim Scholz die Bäuche der Maschinen. Die Mädchen durften einen Blick ins Innere der lauten Gerätschaften werfen und manchmal sogar darauf herumklettern. "Es ist toll zu sehen, wie das alles funktioniert, bisher habe ich mir das immer nur irgendwie gedacht", so die zwölfjährige Josephine und für Fünftklässlerin Saskia war nach dem Rundgang sonnenklar: "Wenn, dann möchte ich einmal Digitaldruck machen. Da arbeitet man noch mehr am Computer." Vorerst freuten sich die Mädchen über eigene Zettelblöcke, die sie mit ihren Namen bedrucken durften, auch Visitenkarten und Aufkleber standen im Angebot.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine ging es für alle Mädels und Jungs gemeinsam weiter. Bei einem Rundgang durch das TK-Gebäude lernten sie weitere Berufsfelder kennen und konnten letzte Informationen sammeln, um beim Fragebogen-Quiz möglichst viele Punkte einzuheimsen. Abschließend präsentierte die Arbeitsgruppe "Informations-Verarbeitung" Bilder und Texte zum Girls´Day, bevor um 16.30 Uhr ein spannender aber langer "Arbeitstag" zu Ende ging.

[TK]

Links

Girls`Day bei der TK

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung