Fitnessirrtümer

Was bewirkt Sport wirklich?

published: 14.05.2010

Was ist richtig bei Muskelkater: die Füße hochlegen oder fleißig weiter trainieren? (Foto: Public Address)Was ist richtig bei Muskelkater: die Füße hochlegen oder fleißig weiter trainieren? (Foto: Public Address)

So ein Mist! Nach einer halben Stunde Jogging seid ihr schon völlig ausgelaugt, dabei setzt angeblich erst dann die Fettverbrennung ein! Und obwohl ihr regelmäßig trainiert, schwitzt ihr trotzdem noch? Wie, das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun? Richtig! Die Techniker Krankenkasse klärt euch über gängige Fitnessirrtümer auf.

Fett schmilzt erst nach 30 Minuten?
Nur, wer eine halbe Stunde durchhält, hat eine Chance, seine Fettpölsterchen loszuwerden? Das ist – glücklicherweise – absoluter Quatsch! Euer Körper verbrennt während des gesamten Trainings Fett und Glucose, also Kohlenhydrate. Allerdings verändert sich das Verhältnis zwischen den beiden Energiespendern im Trainingsverlauf: Je leerer die Glukose-Speicher werden, desto mehr greift der Körper die Fettreserven an. Richtig in Schwung kommt die Fettverbrennung dann wirklich erst nach 20 bis 30 Minuten.

Joggen macht die Gelenke kaputt?
Obwohl die Gelenke des unteren Bewegungsapparates beim Joggen etwa zwei- bis dreimal so stark beansprucht werden wie beim normalen Gehen, schadet ihnen die Belastung nicht zwangsläufig. Vielmehr werden durch regelmäßiges Training Muskeln aufgebaut und die Gelenke somit stabilisiert. Außerdem regt das Laufen die Produktion von Gelenkflüssigkeit an, sodass die Gelenkknorpel besser mit Nährstoffen versorgt werden können.

Allerdings solltet ihr darauf achten, das richtige Schuhwerk zu benutzen und auf weichem Untergrund wie beispielsweise Waldboden zu laufen, um eure Bewegungen optimal abzufedern. Wer eine lange Sportpause hinter sich hat oder übergewichtig ist, bereitet die Gelenke am besten zunächst mit Nordic-Walking auf die Bewegungsabläufe vor.

Dem optimalen Training folgt der Muskelkater?
Einige Sportler glauben, nur dann richtig trainiert zu haben, wenn es am nächsten Tag anständig ziept und brennt. Dabei bedeutet der nachträgliche Schmerz in den Muskeln eigentlich nur, dass ihr euren Körper überfordert habt. Werden die Muskelzellen zu stark beansprucht, verlieren sie an Kraft und können schnelle Bewegungen nicht mehr ausreichend abfedern – es entstehen winzig kleine Verletzungen der Muskelfasern, die sich am Folgetag schmerzlich bemerkbar machen.

Um euch zu regenerieren, helfen sanfte Bewegungen, um die Durchblutung anzuregen. Auch ein Saunabesuch ist förderlich, damit entstandene Abfallprodukte schneller aus den Muskeln abtransportiert werden können.

Wer stark schwitzt ist untrainiert?
Auch an dieser Behauptung ist nichts Wahres. Je öfter ihr trainiert, desto besser lernt euer Körper, sich effizient abzukühlen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr weniger schwitzt! Im Gegenteil: Häufig produzieren Sportler sogar mehr Schweiß, damit der Körper optimal gekühlt wird. Der Unterschied zwischen Trainierten und Untrainierten liegt lediglich darin, dass Erstere weniger Salz verlieren, denn ihr Körper nimmt es wieder auf, bevor es mit dem Schweiß die Hautoberfläche erreicht.

[TK]

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