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Sprechstunde mit Dr. Karin Anderson

Alkoholsucht

published: 07.03.2010

Dr. Karin Anderson berät Unikosmos-Userin Nicki (Foto: Public Address)Dr. Karin Anderson berät Unikosmos-Userin Nicki (Foto: Public Address)

Unter Suchtverhalten, in welcher Form auch immer, leiden nicht nur die Betroffenen, auch deren Familie und Freunde spüren die Auswirkungen. Vor allem Kinder und Jugendliche leiden sehr darunter, wenn die eigenen Eltern süchtig sind. Sie stehen dieser Situation hilflos gegenüber, fühlen sich vernachlässigt und alleine gelassen. Oft schämen sie sich auch für ihr kaputtes Elternhaus und verschließen sich vor der Umwelt. Wie kann man jemandem helfen, der unter der Sucht der Eltern leidet? Frau Dr. Anderson weiß Rat.

Nicki: "Hallo Frau Dr. Anderson,
die Mutter meiner besten Freundin ist alkoholsüchtig. Früher hat sie oft mit mir darüber geredet. Doch seit ich mit ihr beim Jugendamt (die sich übrigens seit ewigen Zeiten nicht melden) war, um Hilfe zu holen, redet sie nicht mehr wirklich mit mir und wir haben auch so keinen Gesprächsstoff mehr, wenn wir uns treffen. Ihre Mutter war schon oft in Entzugskliniken und auch schon bei den anonymen Alkoholikern, das hat allerdings alles nichts genützt. Meine Freundin hat auch eine Schwester, die sich meiner Meinung nach selbst verletzt. Der Vater ist die meiste Zeit auf der Arbeit oder sitzt vor dem Computer. Die restliche Familie bietet die ganze Zeit schon an, ihnen zu helfen, aber sie nehmen diese Hilfe nicht an. Nur in den Ferien sind die Schwestern bei ihrer Oma. Ich mache mir wirklich Sorgen und weiß nicht mehr, was ich tun soll."


Frau Dr. Anderson: "Hallo Nicki,
ich finde es gut, dass du dir Sorgen um deine Freundin machst und ihr auch sehr gern helfen würdest. Du hast sie ja auch bei ihrem Entschluss unterstützt, sich ans Jugendamt zu wenden und sie sogar dorthin begleitet. Leider ist anscheinend nicht viel dabei herausgekommen, und schlimmer noch, deine Freundin hat sich jetzt ein Stück von dir zurückgezogen und vertraut sich dir auch nicht mehr so an wie früher.

Einflussnahnme schwierig

Möglicherweise hat der Jugendamtsbesuch ihr noch mehr Ärger eingebracht, oder ihr ist das Thema einfach zu peinlich und sie geniert sich dir gegenüber zu sehr für ihre dysfunktionale Familie. Es ist leider sehr schwierig für dich - als Freundin der Tochter - auf die Mitglieder dieser gestörten Familie in irgendeiner Weise Einfluss zu nehmen oder Hilfe zu leisten. Der Vater deiner Freundin flüchtet sich ja offenbar in seine virtuellen PC-Welten und hält sich dadurch aus allem heraus, und die Mutter mit ihren ständigen Rückfällen scheint trotz aller Entzugsversuche noch keine echte Krankheitseinsicht zu haben und bleibt ihrer Alkoholsucht verfallen.

Für die Freundin da sein

Kein Wunder, dass die Schwester deiner Freundin ihre Aggressionen an sich selbst auslässt und vermutlich leidet deine Freundin auch an irgendwelchen psychischen Symptomen. Beide müssen sich von ihren Eltern wirklich sehr im Stich gelassen fühlen! Das einzige, was du in dieser schwierigen Situation tun kannst, ist zu versuchen, deiner Freundin immer wieder das Gespräch anzubieten, ihr gemeinsame Aktivitäten vorzuschlagen, die sie ablenken könnten und ihr ganz allgemein zu zeigen, dass du sie gern hast und als Freundin für sie da bist. Und wenn sie wieder böse guckt und nicht über sich und ihre Gefühle reden möchte, lass dich nicht dadurch abschrecken. Das hat nichts mit dir zu tun, sondern mit ihrem eigenen, inneren Zwiespalt. Liebe Grüße, Dr. Karin Anderson"

[TK]

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