Reiseapotheke

Gesundheit im Koffer

published: 04.06.2010

Auch das schönste Urlaubsparadies birgt Gefahren für die Gesundheit  (Foto: Public Address)Auch das schönste Urlaubsparadies birgt Gefahren für die Gesundheit (Foto: Public Address)

"Wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen", lautet ein altes Sprichwort. Damit die Eindrücke aus dem letzten Urlaub positiv geprägt sind, sollte immer eine gut ausgestattete Reiseapotheke mitgenommen werden. Egal ob es in die Berge, ans Meer, in die Tropen oder an den Nordpol geht, neben den entsprechenden Schutzimpfungen gehört auch ein Notfallset in den Koffer. Denn im Urlaub ist der Besuch einer Apotheke manchmal schwierig, bei Trips in exotische Länder teilweise unmöglich. Außerdem sind einige Medikamente nur schwierig im Ausland erhältlich oder können gar gefälscht sein.

Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) nehmen jedoch acht von zehn Befragten auf längeren und weiteren Reisen keine vollständige Reiseapotheke mit. Die deutliche Mehrheit ist auf solchen Reisen mangelhaft mit Verbandszeug und Medikamenten ausgestattet: Fast die Hälfte aller Befragten packt nur eine Basisausstattung mit Pflastern und ein bis zwei Medikamenten ein. Knapp jeder Vierte nimmt nicht einmal diese Dinge auf längere Reisen mit. Grund genug für die TK, eine Checkliste für die Reiseapotheke zu erstellen.

Das gehört ins Gepäck:

• Medikamente, die man auch in Deutschland regelmäßig einnimmt,
in genügender Menge einpacken. Im Ausland kann es schwierig
bis unmöglich sein, diese Medikamente in gleicher Qualität zu erhalten. Die täglich einzunehmenden Medikamente oder etwa Malariatabletten gehören ins Handgepäck.
• Auch bei Vorerkrankungen gibt es einiges zu beachten. Wenn
man zum Beispiel als Diabetiker Spritzen, Kanülen sowie Medikamente in größerer Menge mitnehmen muss, sollte der Arzt die
Notwendigkeit bescheinigen. So gibt es keine Schwierigkeiten mit ausländischen Zollbehörden.
• Als Brillenträger an eine Ersatzbrille denken.

Das TK-ReiseTelefon

Versicherte der TK können sich jederzeit Rat bei einem reisemedizinischen Experten des kostenlosen TK-ReiseTelefons (telefonisch aus dem Ausland: +49 - 40 - 85 50 60 60 70 oder innerhalb Deutschlands: 040 - 85 50 60 60 70) holen. Die Experten helfen auch bei Notfällen am Urlaubsort und nennen den nächsten deutsch- oder englischsprachigen Arzt oder etwa die nächste Klinik. Auf Wunsch rufen die Fachleute vom TK-ReiseTelefon auch im Ausland zurück


• Schmerz- und Fiebermittel, Durchfallmittel und Elektrolytpräparate, die den Verlust von Mineralien ausgleichen, sowie Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, ein mildes Abführmittel gegen Verstopfungen, Desinfektionsmittel für die Haut
• Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor
• Gel gegen Juckreiz bei Insektenstichen
• Pflaster und Verbandszeug
• Fieberthermometer, eine Schere und Splitterpinzette

Nützliche Ergänzungen:

• Mittel gegen Reisekrankheit
• Schleimlösendes Medikament bei Reizung der Atemwege
• Nasentropfen – besonders bei Flugreisen
• Präparate zur Behandlung von Prellungen und Zerrungen
(Sportsalben)
• Für Frauen gegebenenfalls Mittel gegen Pilzinfektionen der
Scheide
• Je nach Reiseziel leistet auch eine Zeckenzange gute Dienste.
• Mittel zur Insektenabwehr
• Empfängnisverhütungsmittel/Kondome

Übrigens:

Auch wer bereits eine Reiseapotheke vor dem letzten Urlaub angelegt hat, sollte diese vor dem nächsten Trip noch einmal checken: Viele Medikamente könnten inzwischen abgelaufen sein und sollten dann ersetzt werden. Das gilt auch für Verbandszeug wie Pflaster oder Sprühpflaster.

Außerdem sollte die Reiseapotheke immer an das Reiseziel angepasst werden. Wer einen Trip ans winterliche Nordkap plant, wird andere Dinge benötigen als jemand, der seinen Urlaub in den Tropen verbringen will. "Vor Reiseantritt sollte man sich deshalb in der heimischen Apotheke beraten lassen", weiß Tim Steimle, Apotheker bei der TK. Dann steht einem ungetrübten Urlaubsvergnügen nichts mehr im Wege.

[TK]

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