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Waveboards

Locker aus der Hüfte

published: 21.07.2010

Waveboards sind das Funsport-Gerät des Sommers (Foto: Public Address)Waveboards sind das Funsport-Gerät des Sommers (Foto: Public Address)

Tricks auf vier Rollen waren gestern, wer ein Trendsetter sein will, fährt nur noch mit der Hälfte. Denn das Funsportgerät der Stunde heißt Waveboard, sieht aus wie ein zu kleines Skateboard, verspricht aber mehr Fahrspaß. Der Clou bei dem Gerät: Es verfügt im Gegensatz zum Skateboard über nur zwei Rollen, die drehbar gelagert sind. Im Vergleich zum Skateboard ist das Brett also einspurig und verspricht deshalb extremeres Fahrvergnügen als ein Rollbrett. Außerdem muss bei einem Waveboard nicht mit dem Fuß Schwung geholt werden. Durch Bein- und Hüftbewegungen lässt sich das Board in Wellenbewegungen antreiben. So können sogar Steigungen überwunden werden.

Erfunden wurden Waveboards, die auch Caster Boards genannt werden, ausnahmsweise nicht in den USA, sondern in Korea. Dort wurden die ersten Modelle bereits 2003 verkauft. Die meisten Boards stellen und vertreiben heute allerdings US-Unternehmen. Die Anschaffungskosten halten sich dabei in Grenzen: Ein Anfänger-Waveboard ist bereits weit unter 100 Euro zu haben.

Weniger Tricks, mehr Speed

Wer es alleine auf atemberaubende Tricks abgesehen hat, für den ist das Waveboard eher weniger geeignet. Zwar lassen sich auch mit dem schwarzen Kunststoff-Brett Skate-Klassiker wie Ollie und Kickflip bewältigen, spektakuläre Airs in der Halfpipe sind wohl eher nicht möglich.

Dafür steht der Fahrspaß im Vordergrund, was das Brett vor allem für Anfänger attraktiv macht. Die um 360 Grad schwenkbaren Achsen machen das Board extrem wendig. Sehr weiche Rollen sorgen für die nötige Bodenhaftung und machen so scharfe Kurvenmanöver und hohes Tempo möglich, die im Idealfall einen Hauch Surf- oder Snowboard-Gefühl aufkommen lassen. Außerdem sorgt ein Torsionsstab, mit dem die zwei Fußplatten verbunden sind, für weitere Flexibilität. So ist auch schräges Driften möglich.

Aufsteigen und losfahren

Im Gegensatz zu so manchem Skateboardtrick, für den selbst Fortgeschrittene Jahre brauchen, sind die ersten Schritte mit dem Waveboard schnell gemacht. Anfänger können sich schon mit wenig Übung auf dem Brett halten und es mit der typischen s-förmigen Vorwärtsbewegung manövrieren. So tut man während der Fahrt übrigens nicht nur etwas für seine Oberschenkelmuskulatur sondern trainiert auch noch die Bauchmuskeln und den Schulterbereich.

Nie ohne Schutzkleidung

Achtung: Unbedingt auf richtige Schutzausrüstung achten. Wer sich auf ein Waveboard stellt, sollte vorher immer einen Helm aufsetzen, Ellenbogenschoner anlegen und so genannte Wristguards anlegen, die die Handflächen schützen.

Das Verletzungspotenzial ist bei Stürzen auf Asphalt erheblich. Schnell kommt es ohne Schutzausrüstung zu Abschürfungen und auch Knochenbrüche sind keine Seltenheit.

Außerdem lässt sich das Brett vielseitig einsetzen. Während Skater stets auf der Suche nach guten Street-Spots oder Skate-Anlagen mit Halfpipe sind, braucht es für das Waveboarden eigentlich nur etwas Asphalt, der sich vor jeder Haustür oder auf jedem Schulhof findet. Bis man allerdings die richtige Kurventechnik beherrscht, von den Liebhabern auch Street-Surfing genannt, braucht es schon ein wenig Übung.

Im Vergleich zum großen Bruder Skateboard ist das Waveboarden noch eine sehr junge Sportart, die sich - wie einst das Skaten - ständig in der Weiterentwicklung befindet. Auch wenn es noch keine Profiszene gibt, werden ständig neue Tricks erfunden. Der Zeitpunkt zum Einstieg in den Waveboard-Sport ist also günstig, denn auch kleine Brüder werden mal erwachsen.

Waveboards sind etwas kleiner als Skateboards (© Public Address)



[TK]

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