Körperbehaarung

Überflüssiger Bewuchs?

published: 13.10.2006

Nicht alle Menschen entzückt der Anblick dieses Rückens. Oft wird Körperbehaarung als lästig und unschön empfunden (Foto: PhotoCase.com)Nicht alle Menschen entzückt der Anblick dieses Rückens. Oft wird Körperbehaarung als lästig und unschön empfunden (Foto: PhotoCase.com)

„Rasierst Du Dich?“ Irgendwann in der Pubertät ereilt diese leidige Frage fast jeden. Während die Jungs sie noch mit vor Stolz geschwellter Brust bejahen, ahnen Mädels recht schnell, dass sie hier auf eine dauerhafte Plage des Alltags gestoßen sind. Aber nicht nur das weibliche Geschlecht ärgert sich mit Borsten und dazugehörigen Trends herum, auch die männliche Garde passt sich zunehmend dem westlichen Schönheitsideal an und trennt sich von überflüssigem Bewuchs.

Bereits im Altertum entledigten Angehörige verschiedener Kulturen sich ihrer Körperhaare, neben dem hygienischen Aspekt spielte auch damals schon der ästhetische Gesichtspunkt eine große Rolle. Umfragen zufolge entfernen derzeit 70 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer regelmäßig unerwünschte Behaarung.

Warum werden die Härchen dunkel?
In jungen Jahren ist der menschliche Körper mit marklosem, unpigmentiertem Vellushaar überzogen, bis pubertäre Hormonveränderungen das Zepter übernehmen. Durch eine erhöhte Ausschüttung männlicher Hormone, der Androgene, verwandelt sich der weiche Flaum in das so genannte Terminalhaar, welches nun individuell pigmentiert und durch sein Mark wesentlich härter ist. Entgegen verbreiteter Gerüchte verfügen Männer übrigens nicht über mehr Haarwachstumszellen. Farbe, Anzahl und Stärke der Härchen hängen von genetischer Disposition, Geschlecht, hormoneller Ausstattung und vom Alter ab.

Welchen Zweck erfüllt die Körperbehaarung?
Angesichts des ungeschriebenen Gesetzes, sprießende Büschel abgesehen vom Haupthaar tunlichst zu vermeiden, stellt sich die Frage nach Sinn und Unsinn des haarigen Grußes aus Urzeiten. Während ihr Fell unsere Urahnen vor Gefahren schützte und zur Temperaturregulierung diente, erfüllen die Rudimente heute keine wesentliche Funktion mehr. Wo ehemals Härchen halfen, über eine vergrößerte Oberfläche leichter Schweiß abzugeben, sind derartige Effekte heutzutage äußerst unerwünscht.

Nachdem der Organismus nicht mehr zwingend auf die Behaarung angewiesen ist, existieren keinerlei gesundheitliche Einwände gegen ihre Entfernung, sofern eine verträgliche Methode gewählt wird. Übrigens stimmt es nicht, dass der Bewuchs durch regelmäßiges Stutzen angeregt wird. Da das Haar bei der Rasur an seiner dicksten Stelle abgeschnitten wird, wirkt es lediglich zunächst kräftiger.

Enthaarungsmethoden auf dem Prüfstand
Unter überzeugten Härchen-Feinden finden sich vier verschiedene Typen: Bodenständige Rasierer, zartbesaitete Enthaarungscremer, praktisch veranlagte Epilierer und hartgesottene Wachsfans. Für welche Methode man sich entscheidet, sollte nach eigener Vorliebe entschieden werden, medizinische Bedenken liegen nirgends vor. Allerdings ist es besonders bei Enthaarungscremes wichtig, sie vor der Anwendung auf ihre Verträglichkeit zu testen.

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