Weihnachtstipp

Maronen: Süße Tausendsassas

published: 19.12.2010

Besonders in der kalten Jahreszeit beliebt: geröstete Maronen (Foto: Public Address)Besonders in der kalten Jahreszeit beliebt: geröstete Maronen (Foto: Public Address)

Maronen gehören zur Weihnachtszeit wie Eis und Schnee zum Winter. Kaum ein Weihnachtsmarkt, der die Edelkastanien mit dem nussigen Geschmack nicht anbietet. Geröstet und frisch vom Feuer sind Esskastanien besonders in der kalten Jahreszeit beliebt und sehr schmackhaft. Doch was steckt für die Gesundheit unter der rotbraunen Schale? Die Techniker Krankenkasse (TK) weiß es.

Heute gehören Esskastanien mit ihrem leicht exotischen Touch eher in die Vorweihnachtszeit. Aber nicht nur geröstet schmeckt die Frucht vom Baum, sie lässt sich äußerst vielseitig verarbeiten. So schmecken Maronen gebraten aus der Pfanne, als Basis für Brotaufstriche, als Püree, als Füllung von Fleischgerichten und aufgrund ihrer Süße auch als Grundlage für Desserts. Außerdem lassen sich die getrockneten Früchte zu Mehl verarbeiten. So war die sehr stärkehaltige Edelkastanie, die ursprünglich aus Südosteuropa kommt, sogar vom Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts besonderes in den ländlichen Regionen Südeuropas Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung und wurde zu Pasta, Brot und Gebäck verarbeitet.

Nervennahrung vor Prüfungen

Woher kommen Maronen?

Esskastanien sind eine uralte Kulturpflanze, die ursprünglich aus Kleinasien aus der Gegend um das Schwarze Meer stammt. Bereits in der Antike wurde die Nuss verzehrt und angebaut. Viele Dichter haben ihren süßen Geschmack besungen. Karl der Große hat als einer der ersten die Fähigkeiten der Pflanze erkannt und ihren Anbau gefördert. Um das Jahr 800 wurden von vielen Klöstern Edelkastanien-Bäume gepflanzt. In der täglichen Ernährung spielten Maronen früher lange eine große Rolle. Erst die Kartoffel, die Christopher Kolumbus aus Amerika mitbrachte, lösten Maronen als Stärke-Lieferant ab. Auch als Kraftfutter für Tiere wurden die braunen Früchte verwendet. Der italienische Carrara-Schinken erreicht seinen einzigartigen Geschmack auch heute nur durch eine Maronen-Fütterung der Schweine.

Die Süße in Maronen entsteht übrigens erst durch das Rösten oder Kochen. Bei Hitze wandelt sich ein Teil der Stärke in der Frucht in Zucker um. Außerdem enthalten die Esskastanien Vitamin E und B. Mineralstoffe und Spurenelementen wie Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor sorgen für einen weiteren positiven Effekt für die Gesundheit. Der Marone wird nachgesagt, eine ideale Nervennahrung zu sein, die bei geistiger und körperlicher Erschöpfung wieder aufbaut. Deshalb kannst du sehr gut auch vor einer Prüfung ein paar Maronen knabbern.

Außerdem sind Maronen die perfekte Spätmahlzeit, da sie leicht verdaulich sind und das Einschlafen erleichtern. Wusstest du, dass sie genauso viel Vitamin C wie Mandarinen enthalten? 300 Milligramm pro 100 Gramm Frucht.
Das Ungewöhnliche an den kleinen braunen Schalenfrüchten, die übrigens zur Familie der Nüsse gehören: Wer seinem Körper all diese Inhaltsstoffe zuführen möchte, müsste normalerweise Gemüse, Obst, Fleisch oder Fisch essen. Die gesunden Maronen ersetzen so aber eine komplette Mahlzeit.

[TK]

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