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Stimmtraining und Stimmpflege

Der Ton macht die Musik

published: 16.11.2006

Wenn wir sprechen, werden über 100 Muskeln aktiv. Im Zusammenspiel mit Kehlkopf und Stimmbändern, Lippen, Mund und Zunge, Lunge und Zwerchfell entstehen so Laute, die andere verstehen (Foto: shutterstock.com/Hurst Photo) Wenn wir sprechen, werden über 100 Muskeln aktiv. Im Zusammenspiel mit Kehlkopf und Stimmbändern, Lippen, Mund und Zunge, Lunge und Zwerchfell entstehen so Laute, die andere verstehen (Foto: shutterstock.com/Hurst Photo)

Für viele Studierende ist es der schlimmste Teil des Studiums: das Referat. Grund für die Vortrags-Panik ist oft nicht etwa mangelnde fachliche Kompetenz sondern Unsicherheit. Vor vielen Zuhörern zu reden, kann selbst alte Hasen aus höheren Semestern nervös machen.

Dabei können die Referenten - ob nervös oder nicht - einiges tun, um ihrem Vortrag mehr Ausdruckskraft zu verleihen. Denn neben einer guten Körperhaltung und der entsprechenden Körpersprache ist es in erster Linie die menschliche Stimme, mit der wir kommunizieren. Schließlich macht der Ton die Musik. Und die Stimme des Menschen hat Macht: Studien haben ergeben, dass unsere Wirkung auf andere zu über einem Drittel vom Klang der Stimme abhängt - und nur zu sieben Prozent vom Wortinhalt.

Unsere Stimme ist also auch eine Art Visitenkarte unserer Persönlichkeit. Und wie Muskeln und Kondition lässt sich auch die Stimme trainieren. Unikosmos sagte euch, wie ihr eurer Stimme Gutes tun könnt.

Wie unsere Stimme entsteht?
Über 100 Muskeln werden aktiv, wenn Kehlkopf und Stimmbänder, Lippen, Mund und Zunge, Lunge und Zwerchfell ihr Bestes geben und zu stimmlicher Höchstform auflaufen. Wenn wir etwas sagen wollen, wird ein primärer Grundlaut, den der Kehlkopf abgibt, vom so genannten Vokaltrakt (Rachen- Mund- und Nasenraum) verändert. Im Kehlkopf sind zwei Stimmlippen gespannt, die umgangssprachlich als "Stimmbänder" bekannt sind. Sie bestehen aus Muskel und Gewebeschichten, die die Luftröhre bis auf einen kleinen Spalt verschließen, den man als Stimmritze oder Glottis bezeichnet.

Die Stimmlippen sind beim normalen Atmen entspannt. Die Stimmritze ist breit, damit die Luft ungehindert ein- und ausströmen kann. Um stimmhafte Töne zu erzeugen, werden die Stimmlippen angespannt. Die Stimmritze ist dann bis auf einen feinen Spalt verengt. Wenn nun Luft aus der Lunge kommt, werden die Stimmbänder in Schwingungen versetzt - ähnlich wie die Saiten einer Geige. Die im Vokaltrakt befindliche Luft schwingt mit. Ein Klang (Stimmklang) entsteht, der dann im Rachen- Mund- und Nasenraum in Laute verwandelt wird. Ob ein Mensch eine hohe oder niedrige Stimme hat, hängt stark von der Beschaffenheit der Stimmbänder ab. Je länger sie sind, desto tiefer ist die Stimme. Männer haben längere Stimmlippen als Frauen, weil der männliche Kehlkopf größer ist. Kinder, ob Jungen oder Mädchen, haben immer hohe Stimmen, da die Stimmlippen kürzer sind.

Tipps zum Stimmtraining
Die genetischen Bedingungen für den Klang einer Stimme sind also festgelegt. Trotzdem kann jeder mit einigen Kniffen den eigenen Lauten auf die Sprünge helfen. Der bekannteste Trick zur Kräftigung und Schulung der Stimme ist schon zweieinhalb Jahrtausende alt: Lautes, kraftvolles Sprechen lässt sich trainieren, indem man an einem künstlichen Hindernis übt. Dazu muss man nicht unbedingt mit dem Mund voller Kieselsteine gegen die Meeresbrandung anreden, wie es der berühmte antike Redner Demosthenes in Griechenland der Legende nach getan haben soll. Ein einzelner flacher Stein, ein großer Knopf oder eine Münze auf der Zunge erfüllt diesen Zweck auch. Vorsicht: nicht verschlucken!

Auch die Atmung ist ein wichtiger Faktor beim Stimmtraining. Wenn euch schon ein paar Treppenstufen aus der Puste bringen, klingt auch euer Redebeitrag leicht kurzatmig.

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