Robert Koch-Institut

Zahl der HIV-Infizierten gesunken

published: 23.11.2011

Kondome sind der beste Schutz vor einer HIV-Infektion (Foto: Public Address)Kondome sind der beste Schutz vor einer HIV-Infektion (Foto: Public Address)

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist 2011 gesunken, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember veröffentlichte das Institut die neue Modellierung, die eine genauere Schätzung des Infektionszeitpunktes als bisher ermöglicht.

Im Jahr 2011 gab es 2700 Neuinfektionen (2250 Männer, 450 Frauen). Der höchste Wert war 2006 ermittelt worden, mit 3400 Neuinfizierten, seitdem sinkt er wieder. Laut Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts, liegt das an der intensiveren Vorbeugung/Verhütung und der früheren Diagnose und Behandlung HIV-Infizierter, wodurch eine geringe Infektionsmöglichkeit der Sexualpartner besteht. Dennoch ist HIV weiterhin nicht heilbar.

Gesamtzahl

Die Gesamtzahl der mit HIV und AIDS lebenden Menschen wird auf 73.000 geschätzt. Die Zahl steigt seit Mitte der 1990er Jahre, da seitdem die Zahl der Neuinfektionen höher ist als die Zahl der Todesfälle. Das RKI schätzt, dass 14.000 der 73.000 Infizierten noch nicht diagnostiziert worden sind. Die am stärksten betroffene Gruppe ist mit 45.000 die der männlichen Homosexuellen. Im Jahr 2011 werden ungefähr 500 Todesfälle bei HIV-Infizierten geschätzt.

Neue Methode

Die Zahl der HIV-Infizierten ist zu unterscheiden von der Zahl der HIV-Diagnosen, da die Infektion und der Test zeitlich meist weit auseinander liegen. Der Unterschied der aktuellen Schätzung im Gegensatz zu vorangegangenen liegt darin, dass der Zeitpunkt der Infektion und der Diagnose genauer in die Schätzung mit einfließen. Davor musste man davon ausgehen, dass der Zeitpunkt der Diagnose mit dem Zeitpunkt der Infektion übereinstimmt.

Nicht vergleichbar

Dieses Jahr gilt deshalb mehr als die Jahre zuvor, dass die Schätzung nicht mit der früherer Jahre vergleichbar ist. Die neue Schätzungsmethode liefert für den gesamten Zeitverlauf neue, von den vorangegangenen Schätzungen abweichende Werte.

Die Eckdaten und Trend sind im Epidemiologischen Bulletin des RKI (Ausgabe 46/2011) zu finden. Auf den RKI-Internetseiten sind die Daten auch für einzelne Bundesländer abrufbar.

[TK]

Links

www.rki.de

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