Fünf goldene Festtagsregeln

So vermeidest du Familienstress

published: 19.12.2014

Mit Humor und Verständnis hast du gute Chancen auf ein harmonisches Weihnachtsfest (Foto: Public Address) Mit Humor und Verständnis hast du gute Chancen auf ein harmonisches Weihnachtsfest (Foto: Public Address)

Wer hat es nicht im Kopf, dieses Bild vom perfekten Weihnachten. Auf dem Tisch stehen selbstgebackene Plätzchen, im Wohnzimmer thront ein wunderschöner Weihnachtsbaum und draußen rieselt in eisiger Kälte der erste Schnee. Ja, sie könnte so idyllisch sein, die Weihnachtszeit... Aber leider spricht die Realität eine andere Sprache. Schon seit Monaten winken uns aus den Supermärkten kleine Schokoweihnachtsmänner entgegen, grell blinkende Beleuchtungen weisen den Weg durch die überfüllten Innenstädte und den ersten Schnee haben die Autos in Sekundenschnelle zu klebrigem Matsch verarbeitet. Von winterlicher Romantik keine Spur.


Doch das ist erst der Anfang. Ist jeder Versuch, die festlichen Vorbereitungen so weit wie möglich vor sich herzuschieben gescheitert, bleibt nur eine Möglichkeit: sich um der Lieben Willen in den kollektiven Kaufrausch zu stürzen.
Damit ist es jedoch noch nicht getan. Hat man sich erst mal durch die hektischen Massen von Leidensgenossen gequält, wartet schon die nächste nervliche Herausforderung. Denn allein mit materiellen Gaben gibt sich die liebe Verwandtschaft natürlich nicht zufrieden. Darf es noch etwas mehr sein, beispielsweise Liebe und Zuneigung?

Wer gedacht hat, mit teurem Schmuck und farbenfrohem Spielzeug aus dem Schneider zu sein, hat sich mächtig getäuscht. Zwischenmenschliches Beisammensein wird über die Feiertage nämlich groß geschrieben. Die Angst, dass dabei die eine oder andere Katastrophe unvermeidbar ist, gehört mittlerweile zu den ärgsten Phobien weihnachtlicher Angsthasen. Dabei muss doch nicht jedes Fest mit verkohlter Gans und brennendem Baum enden. Scoolz hat sich unterm Weihnachtsbaum umgesehen und fünf goldene Regeln für ein besinnliches und harmonisches Weihnachtsfest mit der Familie zusammengestellt.

1. Nicht zu viel erwarten

Ob bewusst oder nicht, die meisten Menschen verbinden mit Weihnachten noch immer das harmonische Familienfest in vertrauter Atmosphäre, bei dem einfach alles stimmen muss. Dafür werden sogar die stressigen Vorbereitungen und jede Menge Ausgaben in Kauf genommen. Entsprechend hoch sind dann natürlich auch die Erwartungen, die jeder an seine Mitmenschen stellt. Angefangen beim schmackhaften Essen, über das richtige Geschenk bis hin zum friedlichen Miteinander können diese Erwartungen aber erheblich variieren, Enttäuschungen bleiben da leider nicht aus. Dass es dabei doch gar nicht so schwierig ist, emotionale Pannen zu vermeiden, wissen die wenigsten.
Zuerst einmal gilt es, die eigenen Erwartungen zu prüfen, denn der Druck, der durch diese Erwartungshaltung auf anderen, aber auch auf den eigenen Schultern lastet, ist groß und bewirkt meistens genau das Gegenteil der erhofften Situation. Du solltest dir darüber Gedanken machen, ob deine Erwartungen überhaupt zu erfüllen sind und nicht nur aus irgendeinem verträumten Wunschdenken resultieren. Überlege, mit welchen Hoffnungen deine Eltern, Verwandten und Freunde dem Heiligabend entgegen fiebern und ob oder wie du diese verwirklichen kannst.
Im Zweifelsfall ist es immer das Beste, wenn ihr darüber auch miteinander redet. Nur so können Missverständnisse und falsche Hoffnungen vermieden werden.


2. Arbeit für alle

Sind sich alle erst einmal über die Erwartungen im Klaren, kann gezielt mit den Vorbereitungen begonnen werden. Um zusätzlichen Stress zu vermeiden, sollten die anstehenden Aufgaben rund um die Feierlichkeiten gerecht verteilt werden, so dass die Belastung für jeden Einzelnen gering bleibt. Oft bleibt während der Vorweihnachtszeit nämlich kein Platz für klärende Gespräche, so dass sich angestauter Frust meist erst direkt unter dem Christbaum entlädt und unweigerlich Streitigkeiten mit sich zieht.

3. Verständnis wirkt Wunder

Besonders in Familien, in denen bereits Konflikte existieren, kann es über die Feiertage zu Auseinandersetzungen kommen. Gerade dadurch, dass man rund um das Fest mehr Zeit miteinander verbringt als sonst, bleiben Konfrontationen nicht aus und jede noch so harmlos erscheinende Situation kann das Fass zum Überlaufen bringen.
Um solche Situationen zu vermeiden, sollte jedes Familienmitglied versuchen, sich auf die außergewöhnliche Situation einzustellen und eigennützige oder provokative Handlungen einem anderen gegenüber zu vermeiden.
Hast du trotzdem das Gefühl, dass Streit und dergleichen nicht umgangen werden können, so solltest du gemeinsam mit deinen Lieben über eine andere Gestaltung der Festtage nachdenken. Auch hierbei ist es wichtig, dass die ganze Familie über anstehende Entscheidungen spricht und jede Meinung berücksichtigt wird.

4. Wiedersehen macht Freude

Es müssen beispielsweise nicht alle Tage gemeinsam verbracht werden. Stehen Unternehmungen an, die aufgrund verschiedener Interessen jedoch zum Streitfaktor werden könnten, muss man sich gerade in einer größeren Gruppe nicht partout auf eine Lösung einigen. Solange am Ende niemand allein da steht, können sich die verschiedenen Familienmitglieder auch in kleinere Gruppen aufteilen und die Unternehmungen ihren Interessen entsprechend planen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich über die Tage verteilt auch mal eine Ruhepause voneinander zu gönnen, da familiäres Beisammensein im großen Kreis das Nervenkostüm meistens sehr beansprucht. Freunde einzuladen ist nicht nur ihnen gegenüber eine nette Geste, sondern kann einer angespannten Atmosphäre etwas mehr Entspannung verleihen. Auch hier sollte nicht ohne Absprache mit Angehörigen gehandelt werden.

5. Reden ist Gold

Der ständige Anspruch nach Harmonie darf nicht zum Diktat der Weihnachtszeit werden. Sind Spannungen und Konflikte im Anmarsch, sollten diese angesprochen und nicht tot geschwiegen werden. Denn erst wenn man selbst akzeptiert, dass es auch am Heiligabend Konflikte geben kann, können diese in Ruhe und ohne Stress bewältigt und das Fest friedlich fortgesetzt werden.

[TK]

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