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Passivrauchen

Stinkt dir der Qualm?

published: 25.01.2007

Tabakrauch enthält etwa 4.000 verschiedene Substanzen, von denen über 40 nachgewiesenermaßen Krebs erregend sind (Foto: shutterstock.com/Nomad:soul) Tabakrauch enthält etwa 4.000 verschiedene Substanzen, von denen über 40 nachgewiesenermaßen Krebs erregend sind (Foto: shutterstock.com/Nomad:soul)

Rauchen schadet der Gesundheit. Diejenigen, die tagtäglich zum Glimmstängel greifen, nehmen dieses Risiko zumindest bewusst in Kauf. Nichtraucher werden dagegen häufig nicht gefragt, ob sie den Qualm der anderen einatmen wollen. So kämpfen sie an öffentlichen Orten, in Diskos, Kneipen oder sogar am Arbeitsplatz mit den stinkenden Nebelschwaden.

Abgesehen davon, dass deine Klamotten nach der Dauerbedampfung dringend um die nächste Wäsche betteln, birgt der Passivrauch auch massive Gefahren. Schon bei einem einzigen Diskobesuch oder einem Kneipenbummel belästigen dich die ersten Symptome: Husten, Kurzatmigkeit, tränende Augen.

Der Qualm reizt akut die Atemwege und führt zu erhöhter Infektanfälligkeit, zu Kopfschmerzen und Schwindel. Leider würde auch durch die geplanten Belüftungsanlagen in Gaststätten die Gefahr nicht verschwinden, da solche Anlagen die Schadstoffe nicht vollständig ableiten. Wer in der Disko ausgelassen tanzt und dabei aus der Puste gerät, inhaliert die fiesen Dünste besonders tief.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtet, dass Tabakrauch etwa 4.000 verschiedene Substanzen enthält, von denen über 40 nachgewiesenermaßen Krebs erregend sind. Im Passivrauch, den jeder einatmet, der sich in einem verqualmten Raum aufhält, finden sich unter anderem Gifte wie Blausäure, Ammoniak, Kohlenmonoxid und eine Vielzahl Krebs verursachender Chemikalien.

Auch kleinste Mengen dieser Stoffe tragen zur Entwicklung von Tumoren bei. Wie gefährlich das häufig verharmloste Passivrauchen wirklich ist, zeigen auch Studien des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ): Nach Angaben des DKFZ sterben in Deutschland jährlich 3.300 Nichtraucher an den Konsequenzen des unfreiwilligen Qualmens. Den ersten Rang der Folgeerkrankungen, die tödlich enden, belegen dabei koronare Herzkrankheiten, denen jährlich 2.140 Nichtraucher zum Opfer fallen. Schlaganfall, chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen - dazu gehört zum Beispiel die chronische Bronchitis - und Lungenkrebs kommen ebenfalls häufig vor.

Besonders schädlich wirkt sich das Passivrauchen auf Ungeborene, Säuglinge, Kleinkinder und chronisch Kranke aus, deren Abwehrmechanismen nicht so ausgeprägt sind wie die gesunder Erwachsener. Etwa 60 Säuglinge sterben pro Jahr, weil sie entweder im Haushalt die giftigen Abgase einatmen oder die Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat.

Der giftigste Anteil des Dunstes stammt übrigens aus dem Qualm, der vom glimmenden Ende der Zigarette abgegeben wird. Wenn euer Gegenüber also seine Zigarette vor sich hin dampfen lässt, gelangen mehr schädliche Gase in die Luft, als wenn er sie in wenigen Zügen rauchte.

Viele Nichtraucher haben dennoch Hemmungen, ihr Recht auf frische Luft einzufordern. Dabei ist es nicht nur unhöflich, wenn der Tischnachbar euch den Rauch direkt ins Gesicht pustet, sondern auch gefährlich für eure Gesundheit. Bittet den Raucher ruhig, seine Zigarette in die andere Richtung zu halten. Die meisten werden euer Anliegen sicherlich verstehen. Viele Nikotinabhänge würden ihre Sucht eh gerne hinter sich lassen. Hier finden sie Hilfe.

Wenn ihr als Nichtraucher die Nase voll habt vom ständigen blauen Schleier, informiert euch einfach, wo es in eurer Stadt Nichtraucher-Kneipen oder -Diskos gibt. Dort könnt ihr euch nach Herzenslust austoben, ohne euch um euer Wohlbefinden Sorgen machen zu müssen.

[Franzisca Teske]

Links

Raucherentwöhnungsseiten der TK

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