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Naturgifte in Lebensmitteln

Grün, gesund - und giftig?

published: 10.04.2012

Unreife Tomaten enthalten toxische Substanzen  (Foto: Public Address)Unreife Tomaten enthalten toxische Substanzen (Foto: Public Address)

Fast jeden Tag isst du giftige Substanzen, ohne es zu merken. Die Rede ist nicht von Fastfood, sondern von frischen Gewürzen und Gemüse. Diese stehen zwar in dem Ruf, sehr gesund zu sein. Trotzdem enthalten viele winzige Mengen an giftigen Substanzen, die dem Körper schaden können - allerdings häufig erst in großen Mengen. Auf die Dosis kommt es an! Die TK erklärt dir, worauf du achten musst.

Bei diesen Lebensmitteln musst du vorsichtig sein


Spinat enthält das Salz Nitrat. Die Substanz ist für die Gesundheit zwar unbedenklich, aber sie kann sich in das giftige Nitrit umwandeln. Dadurch wird Spinat manchmal sogar so giftig, dass ein Säugling an einer Überdosierung sterben könnte. Außerdem soll Nitrat an der Bildung von krebserregenden Stoffen beteiligt sein, glauben einige Forscher. Deshalb solltest du nicht mehr als 0,07 Milligramm Nitrit pro Kilo Körpergewicht zu dir nehmen. In jedem Kilogramm unseres frischen Spinats sind hierzulande etwa 1,4 Gramm Nitrat enthalten. Wie viel sich davon im Körper in Nitrit umwandelt, lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt von vielen Faktoren ab. Spinat sollte aber immer kühl gelagert werden. Bereits gekochter Spinat sollte nicht wieder aufgewärmt werden. So vermeidest du eine erhöhte Nitritproduktion. Das Spinatwasser sollte nach dem Kochen weggeschüttet werden, da es viel Nitrit enthält.

Unreife Kartoffeln können das natürliche Gift Solanin bilden. Deshalb solltest du vor dem Essen grüne Stellen und Keime immer entfernen. Beim Kochen wird der Stoff nämlich nicht zerstört. Solanin verursacht in hohen Dosen Kopf- und Magenschmerzen, schon zwei Milligramm Solanin reichen dafür aus. Die Substanz bildet sich vor allem durch Licht. Deshalb sollten Kartoffeln immer dunkel gelagert werden. Auch die grünen Stellen von Tomaten enthalten eine giftige Substanz, das Tomatin. Es ist mit dem Solanin chemisch verwand und wirkt ähnlich. Deshalb solltest du den Strunk und die grünen Stellen vor dem Verzehr immer entfernen.

Auch Chilis enthalten einen Giftstoff. Denn für den scharfen Geschmack in den Schoten sind Capsaicinoide verantwortlich. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung verträgt ein Erwachsener maximal fünf Milligramm Capsaicin pro Kilogramm Körpergewicht. Eine Paprika enthält weniger als ein Milligramm pro Kilo. Zu viel von dieser Substanz im menschlichen Körper kann zu Schleimhautreizungen, Übelkeit und Bluthochdruck führen.

Die Muskatnuss gehört zu den giftigsten Gewürzen in der Küche. Die kleine Gewürznuss enthält die Stoffe Myristicin und Elemicin. Ab einer Dosis von fünf Gramm leidet ein Erwachsener unter Bewusstseinsstörungen. Außerdem schädigen die Substanzen die Leber. Schon zwei ganze Nüsse können für ein Kind tödlich sein. Deshalb immer nur geringe Mengen zum Würzen abreiben und nie ganze Nüsse zum Kochen verwenden.

Ähnlich giftig sind Inhaltsstoffe in Bittermandeln. Nach dem Verzehr wird bei der Verdauung im Körper die hochgiftige Blausäure freigesetzt. Für Kinder können schon fünf bis zehn Mandeln tödlich sein. Bei Erwachsenen gilt eine Höchstdosis von 50 bis 60 Stück.

Das Gewürz Zimt, vor allem die sogenannten Cassia-Zimtsorten, enthält Cumarin. Der Aromastoff sorgt für den speziellen Geschmack der braunen Stangen, kann aber auch negative Folgen wie Schwindel und Erbrechen für den Körper haben. Auch Leberschäden können entstehen. Deshalb sollten Kleinkinder zur Weihnachtszeit nicht mehr als drei Zimtsterne am Tag essen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät: Nicht mehr als 0,1 Milligramm cumarinhaltiges Zimt pro Kilo Körpergewicht am Tag zu sich nehmen.

[TK]

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