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Schädlings-Saison beginnt

Achtung Zecke!

published: 17.04.2012

Vorsicht Zeckenalarm: Die Schädlinge lauern in Büschen und Blättern auf ihre Opfer (Foto: Public Address)Vorsicht Zeckenalarm: Die Schädlinge lauern in Büschen und Blättern auf ihre Opfer (Foto: Public Address)

Endlich steht der Frühling vor der Tür. Wenn die Sonne scheint und die Pflanzen blühen, beginnt leider auch die Zecken-Saison. Die kleinen Tiere fühlen sich vor allem in Büschen und Blättern wohl und lauern dort ihren Opfern auf. Haben sie erst einmal zugebissen und sich in die Haut gebohrt, können sie beim Menschen gefährliche Krankheiten übertragen. Die Techniker Krankenkasse klärt dich über Zecken auf.

Eigentlich haben es die nur wenige Millimeter großen Tiere, die zur Familie der Spinnen zählen, nur auf Blut abgesehen. Der Mensch passt dabei eher zufällig ins Beuteschema der Zecken. In der Regel bevorzugen sie Igel und Nagetiere, aber auch Wild oder Vögel als Wirt. Wenn sie aber den Menschen beißen, nisten sich Zecken dort ein, wo deine Haut besonders dünn ist, etwa in den Kniekehlen oder am Haaransatz. Bleibt der Zeckenbiss unentdeckt, kann er gefährliche Krankheiten verursachen. Zecken leben in Deutschland vor allem in waldreichen Gegenden – Risikogebiete sind Baden-Württemberg und Bayern. Europäische Zecken übertragen hauptsächlich zwei Erkrankungen: Die medizinischen Bezeichnungen dafür sind FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) und Borreliose.

FSME

Gegen die Krankheitserreger kannst du dich impfen lassen. Bei Reisen in gefährdete Gebiete im Inland übernimmt die TK die Kosten für deine Impfung. Die Vorsorge hält drei Jahre lang. Leider ist die Zeckenmeningitis eine ausgesprochen gefährliche Erkrankung, die in seltenen Fällen sogar tödlich sein kann. Zum Glück können aber nur wenige Zecken FSME übertragen. Außerdem verursacht nicht jeder Biss auch eine Erkrankung. FSME beginnt mit Grippe ähnlichen Symptomen und hohem Fieber. Bei fast einem Drittel der Infizierten kommt es dann zu einer Entzündung des Gehirns und der Gehirnhäute. Es kann aber auch der Herzmuskel oder die Leber betroffen sein. Viele Betroffene brauchen sehr lange, um sich zu erholen. Typische Langzeitschäden sind häufige Kopfschmerzen, es können sogar Lähmungen zurückbleiben. Im vergangenen Jahr wurden über 400 FSME-Fälle in Deutschland gemeldet.

Borreliose

Die sogenannte "Lyme-Krankheit" wird durch Bakterien ausgelöst, die aus dem Magen-Darm-Trakt der Zecke in die Wunde geraten. Borreliose kommt deutlich häufiger als FSME vor. Bis zu 50 Prozent aller Zecken tragen das Bakterium wahrscheinlich in sich. Drei Tage bis vier Wochen nach dem Zeckenbiss entsteht an der betroffenen Stelle der Haut eine Rötung, die bis zu zehn Zentimeter groß werden kann. Allgemeine Beschwerden sind Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie eine Bindehautentzündung, Lymphknoten-Schwellungen und Nervenentzündungen. Unbehandelt bleibt die Krankheit über Jahre bestehen. Einen Impfschutz gibt es leider nicht. Eine Behandlung mit Medikamenten wie Antibiotika ist dafür möglich und in der Regel erfolgreich.

Richtig entfernen

So kannst du dich schützen

Trage bei Wanderungen, die durch Wald, Gebüsch oder hohes Gras führen, möglichst geschlossene Schuhe und helle Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Auf den hellen Sachen kannst du die dunklen Zecken schon erkennen, bevor sie sich überhaupt fest gesaugt haben. Kleidung kann auch mit Insekten abweisenden Mitteln eingesprüht werden. Lege immer eine Decke oder eine Jacke auf den Boden, bevor du dich hinsetzt. Zu Hause solltest du gründlich Duschen, so wird eine herumkrabbelnde Zecke vielleicht schon weggespült.

Kontrolliere dann deine Haut: besonders Nabel, Hals, Kopf, Ohren, unter den Armen und zwischen den Beinen. Eine Zecke fühlt sich wie ein kleiner Pickel an. Deine Klamotten kommen natürlich in die Wäsche.

Wichtigste Regel: Die Zecke möglichst schnell entfernen. Je länger sie in der Haut steckt, desto größer ist die Infektionsgefahr. Am besten ziehst du mit einer Pinzette kurz am Halsbereich der Zecke. Auf keinen Fall herausreißen oder zerquetschen. Veraltete Hausmittelchen und Tipps mit Öl, Kleber oder Drehen im Urzeigersinn sind Quatsch. Danach solltest du die Wunde gründlich desinfizieren. Wenn du dir unsicher bist, wie du die Zecke entfernen sollst oder ob du sie nicht vollständig rausbekommen hast, solltest du lieber zu einem Arzt gehen. Du kannst auch die Zecke mitbringen und auf Krankheitserreger untersuchen lassen. Auch wenn du geimpft bist: Kontrolliere die Stichstelle bis zu vier Wochen lang täglich; geh zu einem Arzt, falls Rötungen oder Hautveränderungen auftreten.

Informationen zu gefährdeten Regionen im In- und Ausland sind bei der Techniker Krankenkasse und den Gesundheitsämtern erhältlich. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht regelmäßig einen aktuellen Gefahren-Atlas.

[TK]

Links

Robert Koch-Institut (RKI)

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