Schmerz-Studie

Echte Sportler kennen keinen Schmerz

Regelmäßiges Walken oder Fahrradfahren kann die Schmerztoleranz steigern (Foto: Public Address)Regelmäßiges Walken oder Fahrradfahren kann die Schmerztoleranz steigern (Foto: Public Address)

Sportler und Menschen, die auf professioneller Basis regelmäßig Sport treiben, sind unempfindlicher gegenüber Schmerzen und können Schmerzen auf einem höheren Niveau ertragen. Die Schmerztoleranz von Menschen, die kaum oder keine sportlichen Aktivitäten ausüben, liegt deutlich niedriger, so das Ergebnis einer Studie der Universität Heidelberg.

"Die größte Schmerztoleranz hatten die Ballsportler, gefolgt von den Ausdauer- und den Kraftsportlern", stellt Dr. Jonas Tesarz, Studienleiter an der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, fest. Weiter erklärt Tesarz: "Die Ergebnisse zeigen, dass Sportler Schmerz ebenso spüren wie normal aktive Menschen. Aber ihre Einstellung zum Schmerz ist eine andere, sie empfinden ihn weniger dominant."

Das Ergebnis der Studie könnte gute Nachrichten für chronisch-kranke Schmerzpatienten bedeuten, denn eventuell kann durch ein entsprechend abgestimmtes Sportprogramm, wie ein individuell angepasstes Ausdauer- oder Krafttraining, die Schmerztoleranzgrenze gehoben, so der Schmerz erträglicher gemacht und die Lebensqualität gehoben werden. Zwei- bis dreimal in der Woche für eine halbe Stunde Spazierengehen, Walken oder Fahrradfahren könnte bereits ausreichend sein, um die Schmerztoleranz zu erhöhen.

Die Studie lieferte eine weitere wichtige Erkenntnis, denn durch die höhere Schmerztoleranz von Sportlern besteht die Gefahr, dass Sportler die Belastungsgrenze ihres Körpers überschreiten. Deswegen sollten Sportler ganz besonders auf die Signale ihrer Körper achten.

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Webseite des Universitätsklinikum Heidelberg

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