Trend-Check

Was steckt in Bubble Tea?

published: 29.06.2012

Der bunte Bubble Tea enthält viel Zucker (Foto: Public Address)Der bunte Bubble Tea enthält viel Zucker (Foto: Public Address)

Bubble Tea liegt voll im Trend und ist besonders bei Kindern und Jugendlichen angesagt. Seit ungefähr zwei Jahren gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz Bubble-Tea-Bars, die den geperlten Tee als Erfrischungsgetränk anbieten. Ohne Frage ist der Drink aus Asien ein außergewöhnliches kulinarisches Erlebnis. Das grelle Erscheinungsbild und die witzige Konsistenz der platzenden Bubbles sprechen vor allem Kinder und Jugendliche an. Bubble Tea ist auch unter dem Namen Pearl Milk Tea bekannt und stammt aus Asien. Vor allem in China und Taiwan ist das Teemischgetränk beliebt, aber auch in Australien und den USA kommt es gut an. Doch was verbirgt sich hinter Bubble Tea genau und ist das Trend-Getränk eigentlich gesund? Die Techniker Krankenkasse (TK) nimmt Bubble Tea für dich unter die Lupe.

Tee als Grundlage

Die Basis für Bubble Tea ist frischer, gesüßter oder ungesüßter Schwarz-, Grün- oder Jasmin-Tee. Er kann heiß oder kalt sein. Dazu wählt man ein oder zwei Sorten Sirup in verschiedenen fruchtigen Geschmacksrichtungen. In einigen Shops kann statt des Fruchtsirups auch Milch oder Joghurt hinzugefügt werden. Dazu kommen noch die mit Sirup gefüllten, farbigen Perlen - die sogenannten Popping Bobas oder Bubbles. Die Perlen bestehen aus Tapioka, Alginat oder einer anderen Stärke und platzen im Mund, wenn du draufbeißt. Dann steckt man den extra dicken Strohhalm rein und fertig ist der Bubble Tea. Die verschiedenen Zutaten ergeben eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten. Jeder kann seinen individuellen Bubble Tea zusammenmischen.

Zusatzstoffe

Die Perlen bestehen aus Tapioka, Alginat oder anderer Stärke (Foto: Public Address)Die Perlen bestehen aus Tapioka, Alginat oder anderer Stärke (Foto: Public Address)

Ernährungswissenschaftler gehören nicht zu den Fans des neuen Kultgetränks. Sie weisen zum einen darauf hin, dass Bubble Tea Koffein enthält. Schon deswegen solltest du bei dem Getränk nicht maßlos zuschlagen. Den Experten gefällt zum anderen auch nicht, dass sich von Bar zu Bar unterscheidet, was genau in der Mischung enthalten ist. Jedes Geschäft mixt Bubble Tea nach einem anderen Rezept an und die Inhaltsstoffe werden nicht klar deklariert, wie es bei fertig verpackten Lebensmitteln Pflicht ist.

Das ist problematisch, da Bubble Tea ungesunde chemische Zusatzstoffe und künstliche Farbstoffe enthalten kann. Diese können die körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in der Pubertät beeinträchtigen und sogar Allergien auslösen. Es ist auch möglich, dass in den verschweißten Verpackungen giftige Weichmacher sind. Nicht umsonst ist der Genuss von Bubble Tea für Kinder unter drei Jahren verboten und für Kinder bis sieben Jahre nur in Begleitung Erwachsener erlaubt.

Kalorienbombe

In einem halben Liter Bubble Tea verstecken sind rund 50 Gramm Zucker. Das ist fast die Hälfte mehr, als ein halber Liter Cola enthält! Diese hohen Zuckerwerte machen den angesagten Tee zur Süßigkeit. Umgerechnet enthält eine Portion Bubble Tea damit etwa 15 Stück Würfelzucker. Diese Menge deckt bereits den Maximalbedarf an Zucker ab, den ein Kind täglich zu sich nehmen darf. Die Folgen von übermäßigem Zuckerkonsum sind Übergewicht, Diabetes und Zahnprobleme. Als Erfrischungsgetränk ist Bubble Tea also absolut ungeeignet. Um deinen Durst zu löschen, solltest du lieber zu Fruchtsaftschorlen greifen.

Zuckerfreie Variante

Es gibt jedoch eine weniger ungesunde Variante von Bubble Tea, auch wenn sie bei den Käufern in der Beliebtheit nur eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn dich deine Freunde also zur nächsten Bubble-Tea-Bar mitnehmen, weil ihr das neue Kultgetränk probieren wollt, dann ist die zuckerfreie Version eine gute Wahl. Entscheide dich einfach für ungesüßten Tee als Basis und verzichte auf die gezuckerten Fruchtsirups. Ein paar Tapioka-Perlen machen auch dein Getränk zum Gaumen-Event. Lass es dir schmecken!

[Jan]

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung