Neue Zahlen

Jugendliches Rauschtrinken rückläufig

published: 18.09.2012

Immer mehr Jugendliche halten einen Alkoholrausch für eine große Gesundheitsgefahr (Foto: srzaitsev/shutterstock.com) Immer mehr Jugendliche halten einen Alkoholrausch für eine große Gesundheitsgefahr (Foto: srzaitsev/shutterstock.com)

Weniger Alkoholmissbrauch bei Teenagern: Laut aktuellen Studienergebnissen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist der Anteil der Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren, die sich mindestens einmal im Monat in einen Rausch trinken, zurückgegangen. Er sank auf 15,2 Prozent von noch 20,4 Prozent vor drei Jahren.


Kritischere Einstellung

Als zweites Ergebnis der Untersuchungen zeichnet sich eine kritischere Einstellung gegenüber Alkohol ab: Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland glauben etwa, dass maßvoller Alkoholkonsum einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Immer mehr halten einen Alkoholrausch für eine große Gesundheitsgefahr. BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott betonte jedoch, dass das Rauschtrinken mit 15 Prozent bei Jugendlichen immer noch erschreckend weit verbreitet sei. "Denn das heißt auch, dass mehr als 700.000 Jugendliche dieser Altersgruppe weiterhin riskant Alkohol trinken", so Pott.


Jungen stärker betroffen

Handlungsbedarf besteht vor allem bei männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. So zeigen die Studienergebnisse, dass sich jeder fünfte Zwölf- bis 17-Jährige und mehr als jeder zweite 18- bis 25-Jährige in den letzten 30 Tagen in einen Rausch getrunken hat. Damit ist riskantes Trinkverhalten bei ihnen doppelt so weit verbreitet wie bei gleichaltrigen Mädchen und jungen Frauen.

[TK]

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