Studie zur Internetabhängigkeit

Wenn Surfen zur Sucht wird

published: 12.10.2012

Bei jungen Menschen ist die Quote Internetsüchtiger besonders hoch (Foto: goodluz/shutterstock.com) Bei jungen Menschen ist die Quote Internetsüchtiger besonders hoch (Foto: goodluz/shutterstock.com)

Web-Games, soziale Netzwerke, chatten: Über eine halbe Million Deutsche über 14 Jahren sind internetsüchtig. Besonders gefährdet sind junge Menschen: Etwa die Hälfte der Betroffenen ist unter 25 Jahre alt. Weitere 2,5 Millionen Menschen nutzen das Web auf zumindest problematische Weise. Dies geht aus einer Studie der Drogenbeauftragten der Bundesregierung hervor. Mechthild Dyckmans stellte die erste bundesweit repräsentative Erhebung über Online-Abhängigkeit am 9. Oktober in Berlin vor.


Rückzug aus der Realität

Doch wann wird die Internet-Nutzung kritisch? Wie lange darf man surfen, wie viele Fotos posten und wie viele Mitteilungen kommentieren, ohne dass man als "krank" gilt? Es gibt keine genaue Zahl, die die Grenze zwischen gesunden und problematischem Verhalten markiert. Vielmehr kommt es auf die Auswirkungen auf das wirkliche Leben an. Denn wer die Schule schwänzt, um ins Netz zu gehen, und den Kontakt zu Freunden und Familie vernachlässigt, um sich in der virtuellen Welt zu verlieren, bringt sich in Schwierigkeiten. Einige Süchtige haben keine anderen Hobbys mehr, essen sogar kaum noch und verzichten aufs Duschen und Zähneputzen. Dann herrscht höchste Alarmstufe.


Wege aus der Sucht

Wenn du jemanden kennst, der ein solches Verhalten an den Tag legt, spricht ihn unbedingt darauf an. Sage, dass du dir Sorgen machst und die gemeinsame Zeit vermisst. Vielleicht schaffst du es so, dass der Betroffene sein Verhalten überdenkt und Hilfe sucht. Unterstützung gibt es auch hier.

[Heike]

Links

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