Eine Spinat-Quiche zuzubereiten dauert etwa 25 Minuten (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/calliope/8134783878/in/photolist-doQTQs-C34Kq-dMWFd3-df8W5c-df8WKo-df8Wmb-df8Wzw-bvrtNz-b3xEPc-5a1Hvs-4YSRP-9JYVs4-9K2HRE-8qUBid-C34Km-4E52XD-9m2ajf-k6HPn-fH7zRc-7RPvvT-CuKXq-7xXJeZ-nFeYMj-8qUAPb-ctxdwA-dTMA1o-bvru3P-5iXwW4-4YTrt-59WvwZ-8sF8UM-dXZeZf-2F9rN9-ouJS-565UGa-5a1JZm-59WvRr-5a1JPU-5a1JHJ-5a1JmJ-59Wvaa-59WuYK-5a1HW3-5a1HQA-59WuCi" target="_blank">quiche squircle</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/calliope/" target="_blank">Muffet</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC BY 2.0</a>)Hoffen auf Podiumsplätze und Pole-Positions: Fernando Alonso (re.) und Formel-1-Frischling Lewis Hamilton (li.).  (Foto: McLaren Mercedes)(Foto: Podvamp/shutterstock.com)Taboulé stammt aus der libanesischen Küche (Foto: Public Address)Das staatliche Biosiegel wurde 2001 von Renate Künast eingeführt (Foto: Bundesumweltministerium)Aus Früchten lassen sich die leckersten Coctails mixen (Foto: Public Address)(Foto: dotshock/shutterstock.com)

Organspenden in Deutschland

Mitleid unerwünscht

published: 21.03.2007

Querflötistin Katie und Musiker Arne versuchen, sich von Katies Krankheit nicht unterkriegen zu lassen (Foto: Public Address)Querflötistin Katie und Musiker Arne versuchen, sich von Katies Krankheit nicht unterkriegen zu lassen (Foto: Public Address)

„Als Kind hat mich der Organspendeausweis meiner Mutter ein wenig schockiert“, sagt Katie und lächelt. Das war das erste Mal, dass die junge Frau mit dem Thema Organspende in Berührung kam. Da war sie noch ein Kind und lebte mit ihrer Mutter in Großbritannien. „Eigentlich hat mich das Thema dann nicht weiter interessiert. Bis ich selber krank wurde“, sagt Katie leise. Denn während ihres Musik-Studiums in London 1995 wurde bei ihr plötzlich eine seltene Immunschwächeerkrankung diagnostiziert. Die Chancen für eine Heilung standen schlecht. Über den Ursprung der Erkrankung ist nur wenig bekannt. Bekannt ist aber, das sie die Nieren angreift. Nach fünf Jahren sind Katies Nieren kaputt.

Helfen konnte ihr erstmal nur die Dialyse. Das hieß für Katie, dreimal die Woche für jeweils fünf Stunden an eine Maschine angeschlossen zu werden, die ihr Blut reinigt. Ohne die Maschine wäre ihr Körper langsam vergiftet worden. Ein normales Leben, wie es junge Frauen in ihrem Alter führen, schien kaum noch möglich. Zukunftspläne für das Studium und für den Beruf rückten mit einem Mal sehr weit weg. Plötzlich wusste Katie, was in ihrem Alter nur sehr wenige Menschen wirklich wissen: Dass Gesundheit mehr wert ist als ein toller Job, viel Geld oder eine große Wohnung.

Wartelisten und Spenderausweise
Geschichten wie die von Katie gibt es Tausende. Allein in Deutschland warten über 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan, etwa 10.000 davon auf eine Niere. Doch es gibt viel zu wenige. Nur etwa 2.600 Nierentransplantationen wurden 2005 durchgeführt, davon die meisten durch eine postmortale Organspende.

Arne und Katie würden gerne Organspende-ausweise in Kneipen auslegen (Foto: Public Address)Arne und Katie würden gerne Organspende-ausweise in Kneipen auslegen (Foto: Public Address)

Die Schicksale der Betroffenen verbergen sich in Krankenhaus-Akten voller medizinischer Fachbegriffe. Oder sie sind hinter den zigtausend Namen zu finden, die auf den Wartelisten von Eurotransplant stehen, jener Organisation, die vom niederländischen Leiden aus die Vergaben von Spendeorganen nach nüchternen medizinischen Kriterien organisiert und beurteilt. Nur selten findet die Geschichte eines Betroffenen den Weg in die Öffentlichkeit. Dann sind die Menschen voller Mitleid und viele nehmen sich vor, sich gleich morgen auch einen Spendeausweis zu besorgen. Oder nächste Woche.

Immerhin helfen solche Fälle, die Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen. Wie bei dem Fußballspieler Ivan Klasnic. Der Spieler von Werder Bremen musste sich Ende Januar 2007 einer Nierentransplantation unterziehen. Die Spenderniere stammte von seiner Mutter. Obwohl eine solche Lebendspende durch einen nahen Verwandten nur sehr selten fehlschlägt, nahm der Körper des kroatischen Nationalspielers die Niere der Mutter nicht an. Nun braucht Klasnic einen neuen Spender. Besser erging es dem amerikanischen Basketballprofi Alonzo Mourning, der 2000 bei den Olympischen Spielen mit seinem Team die Goldmedaille gewonnen hatte. Nachdem bei ihm eine schwere Nierenerkrankung festgestellt wurde, konnte er nach einer Transplantation 2003 seine Karriere fortsetzen. Als Spender meldeten sich viele Freiwillige. Mourning half seine Popularität, wieder gesund zu werden. Bei Katie war das nicht der Fall.

Zu Katies Glück erklärte sich ihr Vater dazu bereit, ihr eine Niere zu spenden. In Deutschland regelt ein Gesetz, dass nur Verwandte, Verlobte oder Personen, die dem Spender sehr nahe stehen, ein Organ zur Verfügung stellen dürfen. Im Herbst 2004 wurde der 32-Jährigen das Organ eingesetzt. Doch wie auch bei Ivan Klasnic kam es zu Komplikationen. Im November 2004 ging es Katie sehr schlecht. Nach der Transplantation "sprang" die Niere nicht sofort "an".

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