Ratgeber

Das musst du über giftige Pflanzen wissen

published: 23.11.2012

Die Früchte des Feuerdorns sind für den Menschen nicht genießbar (Foto: Julia Reschke/shutterstock.com) Die Früchte des Feuerdorns sind für den Menschen nicht genießbar (Foto: Julia Reschke/shutterstock.com)

Schon mal mit giftigen Pflanzen zu tun gehabt? Noch nie? Oh doch! Oder hast du noch nie Tomaten geschnitten, Auberginen gebraten oder Kartoffeln gekocht? Die gehören nämlich allesamt zu den Nachtschattengewächsen und bei denen sind alle grünen Pflanzenteile giftig. Das darin enthaltene Solanin kann zur Atemlähmung führen und sogar zum Tod. Deshalb ist es wichtig, vor der Zubereitung alle grünen Pflanzenteile herauszuschneiden. Bei der Tomate ist das der Stielansatz. Oftmals sind frische Tomaten auch innen noch grün, denn sie reifen von außen nach innen.

Giftpflanzen: Der Gärtner Helge Masch klärt auf


Holunder nur gekocht genießen

Auch bei anderen für die menschliche Ernährung verwendeten Früchten ist Vorsicht geboten. Holunderbeeren beispielweise ergeben einen vitanminreichen und gesunden Saft oder eine schmackhafte Suppe – solange sie gekocht genossen werden. Denn roh lösen sie Brechreiz aus. Auch der Rhabarber sollte besser nur gegart gegessen werden. Besonders die Blätter enthalten Oxalsäure, die zu Krämpfen und Nierenstörungen führen kann. Und wer Aprikosen und Marillen mag, sollte auf keinen Fall die Kerne essen. Andernfalls droht eine Cyanidvergiftung mit Krämpfen, Erbrechen, Atemnot und Ohnmacht.


Achtung: Verwechslungsgefahr!

Notruf in den Giftinformationszentren

Du hast das Gefühl, dich vergiftet zu haben?
Telefonische ärztliche Beratung für Laien bieten die Giftinformationszentren kostenlos an - 24 Stunden am Tag:

Giftinformationszentrum Berlin: 030/19240
Giftinformationszentrum Nordrhein-Westfalen: 0228/19240
Giftinformationszentrum Thüringen,Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt:
0361/730 730
Giftinformationszentrum Baden-Württemberg: 0761/19240
Giftinformationszentrum Saarland: 06841/19240
Giftinformationszentrum Rheinland-Pfalz und Hessen: 06131/19240
Giftinformationszentrum Bayern: 089/19240 oder 0911/398-2451
Giftinformationszentrum-Nord für Bremen, Hamburg, Niedersachsen[/b] und Schleswig-Holstein: 0551 - 19240

Auch außerhalb der Küche – in der freien Natur – ist Vorsicht geboten. Nicht alles, was lecker aussieht, ist für den menschlichen Verzehr geeignet. Die giftige Kermesbeere ist mit ihren schwarzblau glänzenden Früchten hübsch anzuschauen und kann vor allem von kleineren Kindern mit Brombeeren verwechselt werden. Da sie besonders in Süddeutschland immer häufiger als Zierstrauch auch in privaten Gärten gepflanzt wird, sollten Eltern und Kinder informiert sein. Das gilt ebenso für unsere heimische Eibe, die auch in Städten sehr häufig einzeln stehend oder als Hecke anzutreffen ist. An der Eibe ist alles giftig – bis auf den roten, sehr süßen Fruchtmantel. Aber bereits der darin enthaltene Kern ist giftig und sollte schnell ausgespuckt werden – wenn man denn überhaupt den Fruchtmantel essen möchte. Bereits 20 verschluckte Eibennadeln können einen Menschen töten. Häufig fallen Pferde der Eibe zum Opfer – wenn Bauern nicht aufpassen und versehentlich Eibengrün mit verfüttern oder Eiben zu nahe an den Pferdekoppeln stehen.

Grundsätzlich gilt: Ich esse nur, was ich kenne! Und ich weiß, wie ich Nahrungsmittel zubereiten muss.

Zierpflanzen – schön, aber giftig

Man sollte auch wissen, dass viele Blumen giftig sind – ob sie nun wie das Alpenveilchen oder die Hyazinthe als Topfpflanzen in der Wohnung stehen oder wie der Fingerhut, die Engelstrompete und der Hahnenklee in der freien Wildbahn wachsen. Schau doch mal in unsere Fotogalerie.

Giftpflanzen (12 Bilder)

Giftpflanzen
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[Günter]

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