Sportbekleidung

Schneller fit mit Kompressions-Klamotten?

published: 21.05.2013

Immer öfter sieht man Freizeitsportler, die sich in solch enge Sportstrümpfe zwängen (Foto: sportpoint/shutterstock.com) Immer öfter sieht man Freizeitsportler, die sich in solch enge Sportstrümpfe zwängen (Foto: sportpoint/shutterstock.com)

Der hautenge Stutzen, der die pralle Fußballer-Wade des Bundesliga-Stürmers kleidet, zeichnet die Konturen der Muskeln perfekt nach. Ein ziemlich cooler Anblick! Auch der definierte Läufer-Unterschenkel, der von einem passgenauen dehnbaren Strumpf umschmeichelt wird, sieht ziemlich hip aus. Was in den letzten Jahren als Bekleidungs-Trend bei den Profis verschiedenster Sportarten zu beobachten war, hat inzwischen den Freizeitbereich erreicht. Doch was ist dran am Mythos Kompressions-Kleidung? Sorgt das technikbetonte Eqipment für mehr Leistung? Oder ist dieser letzte Schrei reiner Hype ohne Substanz? Die Techniker Krankenkasse (TK) nimmt den Trend unter die Lupe.


Erleichterte Erholung

Was ist Kompressionsbekleidung?

Socken, Lauftights, Oberteile und sogar Schwimmanzüge - sie alle gibt es neuerdings in der Kompressionsvariante. All diesen Kleidungsstücken gemein ist, dass sie sehr eng sitzen. Dadurch stabilisieren sie beim Sport deine Muskeln, verringern deren Vibration und üben generell Druck auf deinen Körper aus. Dies soll dazu führen, dass Muskulatur und Bindegewebe stärker durchblutet werden. Eine solche Wirkung ist dir vielleicht von medizinischen Anti-Thrombose-Strümpfen geläufig.

Die schlechte Nachricht vorweg: Nur weil du ab sofort Kompressions-Strümpfe trägst, wirst du nicht plötzlich schneller laufen oder besser dribbeln können. Um ein anstrengendes Training kommst du nicht herum! Auf diesen gemeinsamen Nenner kommen alle Studien, die sich mit diesem Thema befassen. Eventuell können die neuen Klamotten jedoch die Erholungszeit leicht verkürzen, wie eine im "Journal of Strength & Conditioning Research" veröffentlichte Untersuchung aus Neuseeland besagt. Die Wissenschaftler hatten die Regeneration von 22 Rugby-Spielern unter die Lupe genommen. Diese hatten nicht während des Trainings, sondern in den 24 Stunden danach Kompressionshosen getragen. Im Ergebnis stellten die Experten eine ganz leicht verbesserte Erholung fest. Wohlgemerkt bei austrainierten Hochleistungssportlern - im Breitensport ist der Effekt wohl kaum messbar.

Die Macht der Suggestion

Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch der psychische Effekt der neuen Klamotte. Mit den frisch erstandenen Sachen am Körper startest du wahrscheinlich mit mehr Selbstbewusstsein als sonst in dein Training - einfach, weil du darauf vertraust, dass sie dich beflügeln. Allerdings erreichst du eine ähnliche Wirkung vielleicht auch mit den sowieso fälligen neuen Schuhen, die eine vernünftigere Investition wären. Selbst dein Lieblings-Shirt kann deine Motivation erhöhen - und kostet nichts.


Worauf solltest du beim Equipment achten?

Zusätzlich zu den richtigen Schuhen, die bei fast jeder Sportart die wichtigste Ausrüstung darstellen, gibt es auch bei Oberteil und Hose ein paar entscheidende Regeln. Diese sind aber leicht zu merken und gelten fürs Laufen wie fürs Kicken, fürs Radfahren wie für Ballsportarten. Erstens sollten die Sachen atmungsaktiv sein, d.h. Schweiß von der Haut nach außen transportieren. Baumwolle leistet dies nicht! Besonders als erste Schicht empfiehlt sich also Funktionsunterwäsche. Zweitens sollte deine Kleidung leicht sein, um dich nicht in deiner Beweglichkeit zu behindern oder zu beschweren. Wähle also Shirt und Tight oder Hose auch nach ihrer Bequemlichkeit aus. Und drittens brauchst du für draußen eventuell noch eine äußere Schicht, die Wind und Regen abhält. Hier kommen je nach Wetter und Einsatzzweck eine leichte Weste oder Jacke sowie eine Überhose in Frage, die eine von außen wasserundurchlässige Membran enthalten.

[Heike]

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