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Grill-Saison

Durchbraten statt Durchfall

published: 15.04.2013

Besonders in noch rohem oder blutigem Fleisch kann der Erreger Campylobacter lauern (Foto: hlphoto/shutterstock.com) Besonders in noch rohem oder blutigem Fleisch kann der Erreger Campylobacter lauern (Foto: hlphoto/shutterstock.com)

Bei superschönem Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 26 Grad ist die Grill-Saison 2013 spätestens jetzt eröffnet. Doch neue Zahlen des Landesgesundheitsamtes in Baden-Württemberg könnten den Appetit auf frisch gebratenes Fleisch schmälern: Denn die Gefahr, sich vor allem beim Zubereiten und Essen von Pute, Hähnchen oder Ente mit dem Erreger Campylobacter zu infizieren, bleibt unverändert hoch. Im letzten Jahr wurden im Ländle 6.380 Campylobacter-Infektionen gemeldet. Die Zahl der Erkrankungen durch den häufigsten Durchfallerreger in Lebensmitteln blieb damit fast auf dem Vorjahresniveau (6.441). Dagegen sind Salmonellosen weiter rückläufig, so die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK).

Salmonellen auf dem Rückzug

Im letzten Jahr wurden insgesamt 1.747 Infektionen mit dem bekannteren Darmbakterium Salmonella gemeldet, 2011 waren noch 2.363 Menschen erkrankt. Bundesweit wurden mit rund 63.000 Fällen fast dreimal mehr Campylobacter-Infektionen registriert als Salmonellosen. "Seit 2008 gibt es ein EU-weites Salmonellenbekämpfungsprogramm in Geflügelbeständen. Seitdem kommen deutlich weniger kontaminierte Eier, Hähnchen und Puten in den Handel", sagt Ernährungswissenschaftlerin Nicole Battenfeld von der TK.

Auch Rinder und Schweine betroffen

Leider sei die Verbreitung des Campylobacter in Nutztierbeständen nicht ähnlich leicht einzudämmen. Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter in Baden-Württemberg konnten 2012 in 44 Prozent der untersuchten Hühnerfleischproben und 56 Prozent der Entenbrüste Campylobacter nachweisen. Der in der Öffentlichkeit weniger bekannte Erreger von Lebensmittelinfektionen befällt Geflügel, Rinder, Schweine, aber auch Haustiere, die als Keimreservoir dienen, ohne selbst zu erkranken. Beim Menschen sorgt hauptsächlich die Spezies Campylobacter jejuni für Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber. Die Symptome halten oft bis zu einer Woche an.

Besser "gut durch"

"Vor allem beim Grillen von Putenfilet und Hähnchenteilen oder der Zubereitung von Entenbrust ist Vorsicht angesagt. Der Großteil der Infektionen wird durch belastetes Geflügelfleisch verursacht, das nicht vollständig durchgebraten wurde, oder durch eine so genannte Kreuzkontamination", erklärt Nicole Battenfeld. Um diese zu verhindern, sei beim Umgang mit rohem Geflügel Küchenhygiene besonders wichtig.

Hygieneregeln beachten

"Die Hände müssen gewaschen werden, bevor beispielsweise Salat zerteilt wird. Auch Auftauwasser, Marinade oder Verpackungen sollten nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen", empfiehlt die TK-Ernährungsexpertin. Zudem sollten benutzte Schneidebretter, Messer und Handtücher gründlich gereinigt werden. Weitere Infektionsquellen für Campylobacter sind Rohmilch, rohes Hackfleisch, kontaminiertes Trinkwasser oder Kontakt mit erkrankten Haustieren.

Hier findest du die Tipps des Bundesinstituts für Risikobewertung, wie du dich vor einer Infektion mit Campylobacter schützt.

[TK]

Links

Das Bundesinstitut für Risikobewertung im Web
Infos zur Reiseapotheke bei der Techniker Krankenkasse

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