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Hallenklettern

Kraxeln bis unters Dach

published: 23.04.2013

Klettern fördert Kraft, Ausdauer und Koordination  (Foto: Public Address) Klettern fördert Kraft, Ausdauer und Koordination (Foto: Public Address)

Wer Klettern gehen will, der muss in die Berge fahren? Von wegen. Immer mehr Kletterhallen locken in Deutschland inzwischen auch so manchen Flachlandtiroler an die Steilwand. Die Sportart Free Climbing wird immer beliebter. Aushängeschilder des Sports wie "die Huberbuam", die Brüder Alexander und Thomas Huber, sind inzwischen gefragte Werbestars. Die Clips ihrer waghalsigen Felsbesteigungen, bei denen sie immer wieder die Grenzen des Sports ausloten, werden im Internet millionenfach geklickt.

Klettern in der Nordwandhalle


Die breite Masse der Hallen-Hobbykletterer weiß aber inzwischen: Eine gefährliche Extremsportart ist das Klettern trotzdem nicht. Es müssen nur einige Sicherheitsregeln eingehalten werden. Die Techniker Krankenkasse (TK) erklärt dir, worauf du als Anfänger achten musst.

Regel Nummer eins: Ohne einen Kurs geht nichts

Die wichtigste Fähigkeit, die Anfänger generell vor dem Klettern erlernen müssen, ist das Sichern des Partners – egal, ob in der Halle oder draußen am Felsen. Nur so kannst du im Falle eines Sturzes einen lebensgefährlichen Unfall verhindern. Klettern ist Teamwork, denn an der Wand hängt dein Leben am Seil und das kontrolliert die Person am Boden. Um das Sichern richtig zu lernen, musst du unbedingt einen Kletterkurs besuchen. In einigen Stunden kannst du dir dann unter Anleitung von ausgebildeten Klettertrainern die wichtigsten Fertigkeiten und Verhaltensweisen aneignen, um anschließend selbstständig im Zweierteam die Routen in der Halle zu erkunden. Unter keinen Umständen solltest du auf eigene Faust mit dem Klettern beginnen.

Free Climbing: Klettern in der Halle (15 Bilder)

Free Climbing: Klettern in der Halle
Free Climbing: Klettern in der Halle
Free Climbing: Klettern in der Halle
Free Climbing: Klettern in der Halle


Ausrüstung: Schuhe, Gurt und Abseilgerät

Für das Sportklettern benötigst du einen speziellen Klettergurt, an dem du das Kletterseil befestigen kannst. Auch dein Partner am Boden braucht so einen Gurt. Dazu kommen rutschfeste Kletterschuhe mit einer Gummisohle: Sie müssen besonders eng am Fuß sitzen, damit du an den Griffen und Tritten ein gutes Gefühl für die richtige Position bekommst. Neben einem leicht elastischen Kletterseil brauchen Free Climber noch ein spezielles Abseilgerät, mit dem sich das Seil gut kontrollieren und führen lässt. Hier gibt es mehrere Systeme. Anfänger verwenden häufig eine so genannte Tube oder einen Abseilachter. Den richtigen Umgang mit der Ausrüstung und die wichtigsten Knoten lernst du im Kletterkurs in der Halle. Dort können Anfänger das Equipment meistens ausleihen. Für den Beginn tut es normale Sportkleidung, in der du dich gut bewegen kannst. Zum Schutz vor Verletzungen an den Händen durch die kleinen Griffe haben Kletterer oft einen Beutel mit Kletterkreide oder Magnesia dabei. Das weiße Pulver nimmt außerdem die Feuchtigkeit durch den Schweiß auf und gibt so besseren Halt.


Technik büffeln beim Bouldern

Du willst Klettern und hast keinen Partner? Kein Problem. Denn nicht nur für Einzelgänger ist das Bouldern perfekt. Hier kannst du deine Klettertechnik schulen und zugleich Kraft und Ausdauer verbessern. Beim Bouldern kletterst du in speziellen bodennahen Bereichen kurze aber meist sehr anspruchsvolle Routen. Anseilen und sichern brauchst du dich dabei nicht – solltest du stürzen, fällst du sehr weich auf Matten am Boden. Nahezu jede Kletterhalle verfügt über einen Boulderbereich. Hier wirst du merken, was Klettern für ein schweißtreibender Sport sein kann, wenn man ihn richtig betreibt. Ein ordentlicher Muskelkater ist nach dem ersten Mal garantiert. Denn beim Free Climbing werden nahezu alle Muskeln des Körpers gefordert – vor allem im Rücken- und Rumpfbereich. Somit ist Klettern ein idealer Ausgleich für Personen, die viel am Schreibtisch sitzen. Eine reine Kraftsportart ist Klettern aber nicht - gerade auf längeren Strecken wäre die Kraft schnell aufgebraucht. Deshalb kommt es beim Klettern auf den richtigen Mix aus Technik, Ausdauer und Kraft an.



[Jörg]

Links

Techniker Krankenkasse im Web

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