"Sarah Wieners Erste Wahl" ist gerade auf DVD erschienen (Cover: Edel_Motion)Studieren - ja oder nein? Und wenn ja, welches Fach? (Foto: shutterstock.com/Ismagilov)Schmerzen in den Brustwarzen können auf eine Entzündung hindeuten (Foto: pathdoc/shutterstock.com)Beugt die Folsäure im Spinat Depressionen vor? (Foto: Public Address)Mit einem gesunden Frühstück tust du nicht nur deinem Magen, sondern auch deinem Herzen etwas Gutes (Foto: Public Address)Eine Scoolz-Userin überlegt, ob ihre Bauchschmerzen von der Anti-Baby-Pille kommen können (Foto: Image Point Fr/shutterstock.com)Greifst du zu rezeptfreien Mitteln, wenn dich eine Erkältung erwischt hat? (Foto: Public Address)

Neue Studie

Fettleibige Schüler haben schlechtere Noten

published: 04.10.2013

Wer als Schüler krankhaftes Übergewicht hat, bekommt oft schlechtere Noten als andere Jugendliche, hat eine aktuelle Studie ergeben (Foto: Techniker Krankenkasse) Wer als Schüler krankhaftes Übergewicht hat, bekommt oft schlechtere Noten als andere Jugendliche, hat eine aktuelle Studie ergeben (Foto: Techniker Krankenkasse)

Fettleibige Kinder schaffen es seltener aufs Gymnasium und haben schlechtere Mathematiknoten. Dies gilt unabhängig vom sozialen Status der Eltern. Das zeigt eine neue Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Als fettleibig gilt ein sehr starkes, krankhaftes Übergewicht. Fettleibigkeit nennt man auch Adipositas.

Seltener Einsen und Zweien

Die Wissenschaftler Marcel Helbig und Stefanie Jähnen untersuchten für Deutschland, wie Übergewicht und Adipositas mit der Mathematik- und Deutschnote in der Grundschule sowie dem Übergang aufs Gymnasium zusammenhängen. Während übergewichtige Kinder nicht schlechter in Mathematik sind, haben adipöse Mädchen und Jungen seltener gute bis sehr gute Mathenoten. Die Wahrscheinlichkeit, die Note eins oder zwei zu bekommen, ist bei ihnen um elf beziehungsweise zehn Prozentpunkte geringer als bei ihren normalgewichtigen Mitschülern.

Mädchen werden gehändelt

Bei adipösen Mädchen sind die schlechteren Mathenoten laut der Studie vor allem darauf zurückzuführen, dass sie häufiger gehänselt werden. Dies führt zu einem geringeren Selbstwert und größeren Verhaltensproblemen führt. Bei den Jungen stellten die Forscher keinen "Hänsel-Effekt" fest. Allerdings leiden auch adipöse Jungen unter einem geringeren Selbstwert, was die schlechteren Mathematikleistungen zum Teil erklärt. Ob ein Kind insgesamt gesund ist, wie viel Sport es treibt oder wie viel Fernsehen es schaut, verändert den Einfluss von Adipositas auf die Mathenoten nicht.

15 Prozent betroffen

Für die Studie werteten die Forscher Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys des Robert-Koch-Instituts sowie des Mikrozensus 2009 aus. Ihre Ergebnisse belegen erstmals für Deutschland, dass Fettleibigkeit unabhängig vom sozialen Status der Eltern Einfluss auf den Schulerfolg hat. Bisher war nur bekannt, dass Menschen mit niedriger Bildung eher zu Übergewicht neigen. In Deutschland sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig, etwa sechs Prozent fettleibig.

Gute Ernährung und mehr Bewegung

Wer sein Übergewicht in Angriff nehmen will, sollte keine gefährlichen Radikaldiäten ohne ärztliche Begleitung beginnen. Richtig ist es in jedem Fall, viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu essen und reichlich Wasser, Fruchtschorlen und ungesüßte Kräutertees zu trinken. Daneben tut ein Fitnessprogramm der Gesundheit gut. Bewegung in jeder Form hilft dabei, die Pfunde schneller purzeln zu lassen. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt beispielsweise Sport an der frischen Luft wie Fahrradfahren und Spazierengehen oder auch Schwimmen.

[HK/WZB]

Links

Infos zur Reiseapotheke bei der Techniker Krankenkasse

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung