Der weibliche Zyklus

Was passiert in deinem Körper?

published: 29.05.2007

Was geht im Körper während des Zyklus' vor? Die TK erklärt es (Foto: Public Address)Was geht im Körper während des Zyklus' vor? Die TK erklärt es (Foto: Public Address)

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Der weibliche Körper bereitet sich jeden Monat erneut auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Ab dem Zeitpunkt, an dem ein Mädchen in die Pubertät eintritt, beginnt die fruchtbare Phase der Frau. Dies passiert zwischen dem achten und dem sechzehnten Lebensjahr, durchschnittlich bekommen Mädchen ihre Menstruation allerdings mit zwölf Jahren. Zwar besitzen sie schon vor der Geburt einen festgelegten Vorrat an Eizellen, die in den Eierstöcken in Eibläschen (Follikel) eingebettet ruhen. Diese werden aber nicht vor den hormonellen Veränderungen der Pubertät aktiv.

Erst dann signalisiert das hormonelle Steuerungssystem des Gehirns, der Hypothalamus, die Ausschüttung bestimmter Hormone. Diese bewirken letztendlich, dass einige der Follikel in den Eierstöcken anfangen zu wachsen und der Menstruationszyklus seinen Lauf nimmt.

Aufbauphase - von der Menstruation bis zum Eisprung
Der erste Tag der Monatsblutung markiert gleichzeitig auch den Beginn des Zyklus. Dieser dauert im Durchschnitt 28 Tage, allerdings bewegt sich die Zeitspanne individuell zwischen 25 und 35 Tagen. Die Blutung dauert meist zwischen drei und sechs Tagen, in denen die Frau bis zu 150 Milliliter Blut verliert. Schon gegen Ende der Periode, etwa am fünften Tag des Zyklus, beginnen im Eierstock jeweils einige Follikel unter dem Einfluss des Hormons FSH (follikelstimulierendes Hormon) zu wachsen.

Ab einer gewissen Größe produzieren die Eibläschen das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, das den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut steuert. Etwa in der Mitte des Zyklus erreicht der Östrogenspiegel seinen Höhepunkt. Nun werden andere Hormone aktiv, gleichzeitig hat das Eibläschen einen so großen Durchmesser erreicht, dass es Druck auf die Wand des Eierstocks ausübt.

Schließlich platzt das Follikel und die darin gesammelte Flüssigkeit spült die Eizelle in den Eileiter. Dort ist sie nun für zwöf bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Eine Garantie, dass eine Befruchtung nicht auch noch später stattfinden kann, gibt es jedoch nicht, so dass sich das Berechnen der fruchtbaren Tage keineswegs als zuverlässiges Verhütungsmittel eignet.

Gelbkörperphase
Aus dem zurückgebliebenen Follikel entwickelt sich nach dem Eisprung der Gelbkörper, der das Hormon Progesteron produziert. Dieses sorgt dafür, dass die Schleimhaut der Gebärmutter auf eine befruchtete Eizelle vorbereitet wird. Gleichzeitig geht die Produktion von Östrogen zurück. Wenn es in dieser Phase nicht zur Schwangerschaft kommt, bildet sich der Gelbkörper im Eierstock zurück und hört auf, Progesteron zu erzeugen.

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