Untersuchung des Umweltinstituts

Pestizid in deutschem Bier

published: 25.02.2016

Nicht wenigen vergeht bei Glyphosat im Bier der Durst (Foto: pogonici/Shutterstock.com) Nicht wenigen vergeht bei Glyphosat im Bier der Durst (Foto: pogonici/Shutterstock.com)

Laut einer Studie des Umweltinstituts München sind die beliebtesten deutschen Biere mit dem Pestizid Glyphosat belastet. Die Wissenschaftler ließen die 14 meistgetrunkenen Biere der beliebtesten Marken Deutschlands von einem Labor auf Rückstände testen. Getestet wurden: Krombacher Pils, Oettinger Pils, Bitburger Pils, Veltins Pilsener, Beck's Pils, Paulaner Weißbier, Warsteiner Pils, Hasseröder Pils, Radeberger Pilsner, Erdinger Weißbier, Augustiner Helles, Franziskaner Weißbier, König Pilsener und Jever Pils. Das Ergebnis: Das am häufigsten eingesetzte Ackergift in Deutschland wurde in allen getesteten Bieren nachgewiesen. Bis zu 300-fach überschritten die Ergebnisse den gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser in einzelnen Proben. Der Unkrautvernichter ist nach Ansicht der Internationalen Behörde für Krebsforschung (IARC), einer Unterorganisation der Weltgesundheitsbehörde, krebserregend.
 

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Dagegen sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Gesundheit der Verbraucher nicht gefährdet. Wie das BfR mitteilte, seien Glyphosatrückstände in Bier aus wissenschaftlicher Sicht erwartbar, da Glyphosat ein zugelassener Pflanzenschutzmittelwirkstoff sei. Selbst die höchsten gemessenen Werte der Studie seien jedoch so niedrig, dass die rechnerisch resultierende Aufnahmemenge bei einem Erwachsenen mehr als 1000-fach niedriger liegen würde als die derzeit als unbedenklich geltenden Aufnahmemengen.
 

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