Gesundheit im Studium

Diese App hilft dir bei Migräne

published: 04.03.2017

Migräne macht vielen Studis einen Strich durchs Lernen: Die neue App der Techniker (TK) hilft therapiebegleitend, Schmerz effektiv zu erfassen und zu behandeln (Foto: PhotoMediaGroup/Shutterstock.com) Migräne macht vielen Studis einen Strich durchs Lernen: Die neue App der Techniker (TK) hilft therapiebegleitend, Schmerz effektiv zu erfassen und zu behandeln (Foto: PhotoMediaGroup/Shutterstock.com)

Wer am Morgen nach der WG-Party aufwacht und Kopfschmerzen hat, der weiß: Das war vielleicht ein Drink zu viel. Aber okay, ist halt so. Wer fernab des Katerkopfschmerzes allerdings unter chronischen Kopfschmerzen und Migräne leidet, der sieht das nicht so entspannt. Denn: Der häufige Schmerz schränkt ein. Egal ob beim Lernen vor einer Klausur, beim Referat oder auch nur beim entspannten Mensaessen mit Kommilitonen. Da kann nicht einmal mehr Edeka-Werbung davon überzeugen, dass alles "supergeil" ist. Ist es mit Migräne nämlich absolut nicht.

Dass Migräne alles andere als selten ist, zeigen Daten der Techniker (TK): Jeder Zehnte greift durchschnittlich täglich zur Kopfschmerztabletten — damit sind Kopfschmerzen die Volkskrankheit Nummer eins. Da es gerade bei Schmerzerkrankungen wichtig ist, dass Betroffene ihre Krankheit selbst gut kennen, hat die TK gemeinsam mit Medizinern der Schmerzklinik Kiel ein Selbstmanagement-Tool für Kopfschmerzpatienten entwickelt, das die Behandlung beim Art ergänzen kann: die Migräne-App. Die TK ist ein Partner von Pointer. Warum die therapieunterstützende App vor allem auf den Smartphones von Studis mit ständigen Kopfschmerzen einen Platz neben Instagram und Whatsapp verdient hat, zeigen wir dir im Folgenden.
 

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Das kann die Migräne-App

Die Migräne-App verfügt über eine Vielzahl an Funktionen — wir stellen dir nun acht von ihnen vor und verraten, warum diese gerade im stressigen Studi-Alltag sinnvoll sind, um Kopfschmerz effektiver zu erkennen und zu behandeln. Die frei verfügbare und kostenlose Anwendung allerdings für iOS und Androit. Sie kann z.B. hier im App Store oder im Google Playstore heruntergeladen werden.

1. Schmerzkalender

Funktion: Jedes Mal, wenn Kopfschmerzen auftreten, kannst du dort alle Details eintragen — z.B. zur Dauer und Intensität. So gibt dir der Kalender einen Überblick zu den persönlichen Symptomen und eigenen Aktivitäten.

Vorteil für Studis: Weißt du noch, was du vorvorgestern gemacht hast? Tja, so geht es vielen. Gerade im Studium ist jeder Tag anders, einen Alltag gibt es kaum. Da den Überblick zu behalten, wann Kopfschmerzen auftreten, um so herauszufinden, wo persönliche Schmerzquellen liegen, ist fast unmöglich. Gut, dass man sein Gehirn durch das Smartphone entlasten kann.

2. Kopfschmerztagebuch

Funktion: Hier können Migräne-Attacken und eingenommene Medikamente dokumentiert werden.
Vorteil für Studis: Richtig Tagebuch über Kopfschmerzen zu führen, wäre irgendwie cool, aber auch oldschool. Man müsste schließlich immer ein Buch bei sich haben, und schließlich hat man auf dem Weg in die Bib schon genug zu schleppen. Das Kopfschmerztagebuch hilft digital, über eine Schnelleingabe Migräne-Attacken einzutragen und dazu noch zu vermerken, ob und welche Medikamente eingenommen wurden. Denn wer weiß schon wirklich, wann und wie oft er in den letzten 30 Tagen Aspirin genommen hat?
 

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3. Chronifizierung

Funktion: Es gibt einen Test zum Chronifizierungs-Risiko, der zeigt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit ist, chronisch und dauerhaft an Kopfschmerzen und Migräne zu erkranken. Über Fragen zur Ernährung, der Arbeit und Freizeit zeigt die App das individuelle Risiko an.
Vorteil für Studis: Ungleichmäßige Aufsteh- und Bettgehzeiten, erhöhter Koffein-Konsum durch Mensakaffee sowie Mate und geballter Stress in Klausurenphasen — vieles im Alltag eines Studis erhöht das Chronifizierungs-Risiko für Kopfschmerzen. Die App analysiert das eigene Verhalten und zeigt an, wo Risiko besteht und wie man dem rechtzeitig vorbeugen kann. Denn das hat man im stressigen Studentenalltag zwischen Jobben, Bib und Büffeln oft nicht im Blick.

4. Kopfschmerzen oder schon Migräne?

Funktion: Die App hilft mittels Fragen in einem Schnelltest zum Kopfschmerz herauszufinden, ob es sich bei diesem um Migräne handelt und ob entsprechend bestimmte Medikamente zur Akutbehandlung (Triptane) notwendig sowie sinnvoll sind.

Vorteil für Studis: Schlechte Luft in der Bib, laute Musik aus den Kopfhörern des Typs nebenan — oft ist es schwer zu identifizieren, ob es "nur" Kopfschmerz oder bereits akute Migräne ist. Gerade bei jungen Studis, die möglicherweise noch nicht lange unter Migräne leiden, ist ein richtiges Erkennen schwer. Durch gezielte Fragen zu z.B. Schmerzstärke, -ort und -charakter hilft die App dabei, wenn man selbst unsicher ist.
 

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5. Expertensuche

Funktion: In der App sind bundesweite Experten abgespeichert, die man aufsuchen kann. Die integrierte Navigation zeigt dir direkt den Weg zum nächsten Schmerzspezialisten.

Vorteil für Studis: Seminar-Exkursion, den besten Freund in seinem Studienort besuchen oder einen spontan Wochenendtrip mit Kommilitonen — oft ist man nicht dort, wo man sich auskennt. Besonders doof, wenn dann eine Migräneattacke einsetzt. Die Expertensuche hilft, egal wo man sich gerade in Deutschland befindet, Spezialisten zu finden — um die Zeit fernab der eigenen Heimat dann doch noch genießen zu können.

6. Muskelentspannung überall

Funktion: Progressive Muskelentspannung über Kopfhörer, wenn der Stress zu viel wird.

Vorteil für Studis: In der Bib oder der Bahn zur Uni mal kurz die Yogamatte rausholen ist nicht so einfach. Wenn sich dennoch Kopfschmerzen anschleichen, während man unterwegs ist, kann man in der App die Funktion "Progressive Muskelentspannung" auswählen. Dann bekommt man nach Pressen des Play-Buttons über Kopfhörer Entspannungsübungen angewiesen, die man unauffällig überall ausführen kann.
 

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7. Mediathek

Funktion: Wissensvermittlung über Kopfschmerzen und deren Klassifikationen inklusive einer Mediathek und regelmäßiger moderierter Expertenchats.
Vorteil für Studis: Was über den eigenen Kopfschmerz erfahren und mit Spezialisten reden, ohne dabei das Sofa oder den hart erkämpften Platz in der Bib verlassen zu müssen. In der App gibt es viele integrierte Infos und Videos, die du dir überall ansehen kannst und nicht sofort zum Arzt rennen musst, um dort stundenlang im Wartezimmer Klatschzeitungen zu lesen.

8. Social Media

Funktion: Vernetzung mit unterschiedlichen Social-Media-Communities wie Headbook oder Facebook.
Vorteil für Studis: Man ist eh schon den ganzen Tag auf Social Media unterwegs — weshalb nicht neben Katzenfoto liken sich nicht auch mal auf Facebook mit anderen Migräne-Betroffenen austauschen? Vielleicht springt ja der eine oder andere nützliche Tipp dabei heraus. Über die App kann man sich auch mit "headbook", ein extra Migräne-Forum, verbinden.

Eine neue Behandlungsform für eine Volkskrankheit | Die Migräne-App Experten der Schmerzklinik Kiel und des bundesweiten Kopfschmerzbehandlungsnetzes haben in enger Zusammenarbeit mit der TK eine Migräne-App entwickelt, die weltweit einen Meilenstein in der Vorsorge Eine neue Behandlungsform für eine Volkskrankheit | Die Migräne-App

Eine neue Behandlungsform für eine Volkskrankheit | Die Migräne-App



Weitere ausführliche Infos zur App findest du zudem hier und hier. Wer dann immer noch nicht genug hat: Es gibt einen interessanten Blogpost von Prof. Dr. Göbel der Schmerzklinik Kiel mit vielen weiteren News zur Migräne-App.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Links

"headbook" im Web
Die Migräne-App der Techniker im Web
Die Techniker (TK) im Web
Zum Artikel "Schmerztherapie und digitales Selbstmanagement" auf tk.de
Die Schmerzklinik Kiel im Web
Zum Blogpost von Prof. Dr. Göbel auf tk.de
Die Migräne-App im App Store
Migräne-App (Androit)

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