#whatsnext-Studie

Wie arbeitet es sich in der digitalen Berufswelt?

published: 10.05.2017

Wie lässt sich Arbeit zukunftsweisend und gesund gestalten? Mit dieser Frage hat sich die Studie #whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt beschäftigt (Foto: everything possible/Shutterstock.com) Wie lässt sich Arbeit zukunftsweisend und gesund gestalten? Mit dieser Frage hat sich die Studie #whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt beschäftigt (Foto: everything possible/Shutterstock.com)

Etwa ein Drittel ihres Lebens verbringen Berufstätige bei der Arbeit. Sie hat entscheidenden Einfluss auf ihre Gesundheit - darauf, wie Beschäftigte körperlich oder psychisch beansprucht werden. (Un)regelmäßige Arbeitszeiten, Termindruck, Arbeitsorganisation und Betriebsklima beeinflussen Motivation und Leistungsfähigkeit. Viele Unternehmen und der öffentliche Dienst investieren deshalb in die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Bewegungsangebote, ergonomische Arbeitsplätze und gesundes Kantinenessen sind vielerorts Standard. Doch die digitale Arbeitswelt bringt neue gesundheitliche Beanspruchungen mit sich und erfordert deshalb auch neue Konzepte für die Gesundheitsförderung.

Trendstudie #whatsnext

In der großangelegten Studie #whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt hat das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) zusammen mit der Techniker (TK) und der Haufe Gruppe über 800 Geschäftsführende, Personaler und Verantwortliche für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) nach den größten Herausforderungen heute und in Zukunft gefragt. Einige Ergebnisse:

* In jedem elften Unternehmen gibt es laut Studie überhaupt keine Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, knapp drei von zehn Betrieben bieten vereinzelte Angebote, vor allem in den Bereichen Ergonomie und Entspannung.

* Nur etwas über ein Drittel (37 Prozent) der Befragten gibt an, dass in ihrer Organisation ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eingerichtet wird, das sich gesunden Strukturen und Prozessen widmet.

* Neun von zehn Befragten (88 Prozent) benennen die Führungskräfte als wichtigste Stellschraube für die Förderung der Beschäftigtengesundheit. Ebenfalls häufig genannt: Einsatz der Unternehmensleitung und größere personelle Ressourcen mit jeweils 74 Prozent.
 

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Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt verändern sich auch die Themen, die die Gesundheit der Beschäftigten beeinflussen, so die Herausgeber der Studie. Dr. Fabian Krapf, wissenschaftlicher Berater des IFBG: "Big Data sorgt dafür, dass Arbeit 4.0 vor allem immer komplexer wird, uns immer größere Mengen von Informationen zur Verfügung stehen. Beschäftigte brauchen künftig eine noch höhere Stresstoleranz." Betriebliches Gesundheitsmanagement müsse sich deshalb künftig noch mehr der Stressprävention bzw. der Stressresilienz widmen.

Die Digitalisierung führt zudem dazu, dass "lebenslanges Lernen" eines der wichtigsten Themen im BGM wird. Katharina Schmitt, Redakteurin des Personalmagazins der Haufe Gruppe: "Heute beschränkt sich BGM oft darauf, Mitarbeiter körperlich fit zu machen. Neue Technologien und moderne Arbeitsmethoden erfordern aber vor allem kognitive Fitness. Zukunftsfähiges BGM muss die Mitarbeiter deshalb befähigen, bis ins hohe Alter mit dem technischen Fortschritt mithalten zu können.

[TK]

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