Erste gemeinsame Wohnung

Meins, deins - unser?

published: 24.03.2010

Willst du mit deiner Liebe ein Badezimmer teilen? (Foto: shutterstock.com/Werner Heiber) Willst du mit deiner Liebe ein Badezimmer teilen? (Foto: shutterstock.com/Werner Heiber)

Thomas und Brit sind seit zwei Jahren ein Paar. Jetzt wollen sie es wagen: Die beiden Studierenden haben beschlossen, sich eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Obwohl sich beide darauf freuen, jeden Morgen gemeinsam aufzuwachen, plagen sie auch Zweifel: Ob sie sich noch verstehen, wenn sie sich jeden Tag sehen? Oder werden auch sie sich irgendwann um die berühmte offene Zahnpastatube streiten? Die Techniker Krankenkasse hat hilfreiche Ratschläge, wie sich große Krisen vorab umschiffen lassen.

Passende Räumlichkeiten finden
Das geringe Budget, das das Pärchen aufbringen kann, reicht lediglich für eine Zweizimmerwohnung. Doch auch kleine Wohnungen bieten Paaren genügend Platz, wenn sie vorteilhaft aufgeteilt sind. So ist für Thomas und Brit beispielsweise wichtig, dass die Räume etwa gleich groß sind und es eine Wohnküche gibt, in der sie mit Freunden sitzen können.

Obwohl sie gemeinsam in Thomas´ Bett schlafen, möchten beide ansonsten - zumindest anfangs - ein eigenes Zimmer bewohnen, um sich langsam an das Zusammenleben zu gewöhnen. So haben sie auch bei einem Streit die Möglichkeit, sich ins eigene Reich zurückzuziehen. Auch wenn nicht alle Pärchen solch eine WG-ähnliche Aufteilung bevorzugen, sollten die Räumlichkeiten einer Wohnung es zumindest ermöglichen, sich wenigstens für eine Weile aus dem Weg zu gehen.

Blümchen neben Leder
"Vorsicht, in dem Karton sind meine Autos!", ruft Thomas Brit hinterher, die einen schweren Umzugskarton durch das Treppenhaus bugsiert. Oh je, wollte er die nicht auf dem Dachboden seiner Eltern lassen? Spätestens beim Auspacken offenbaren sich so manche Schätze, die das Herz des Partners nicht unbedingt zum Hüpfen bringen. Egal, ob es sich dabei um das kitschige Poster vom Sonnenuntergang auf Mallorca handelt oder um die wertvolle Miniaturauto-Sammlung: Ein Kompromiss fällt oft nicht leicht.

Besonders schwer ist es, wenn die Einrichtungsstile der Partner sich vollkommen unterscheiden. Wer nicht Blümchencouch neben Ledersessel platzieren möchte, hat noch andere Möglichkeiten: Es kann beispielsweise immer einer von beiden für die Einrichtung eines bestimmten Raumes oder eines Wohnbereichs verantwortlich sein. Vielleicht bestimmt auch einer die Wandfarbe, während der andere den Teppich aussucht.

Wenn sich ein Partner von bestimmten Gegenständen partout nicht trennen will, hilft oft nur Geduld und eine gute Portion Humor: Lasst euch erklären, was eurem Schatz so wichtig daran ist - und platziert das ungeliebte Accessoire nicht unbedingt direkt in eurem Blickfeld.
Regeln helfen
Da Thomas und Brit beide vorher in einer WG gelebt haben, sind ihnen die "Problemzonen" des Zusammenlebens bereits bekannt: Putzen, Einkaufen, Haushaltkasse. Um großen Streitereien vorzubeugen, haben sie schon vorab einige Regeln festgelegt. Dazu gehört ein regelmäßiger Rhythmus für den gemeinsamen Wohnungsputz und ein fixer Betrag, den jeder monatlich in die Einkaufskasse einzahlt.

Thomas sorgt dafür, dass der Müll regelmäßig ausgeleert wird, während Brit fürs Staubsaugen zuständig ist. Sämtliche Aufgaben, die in einem Haushalt anfallen, haben sie auf diese Weise untereinander aufgeteilt, wobei jeder die Dinge erledigt, die ihm weniger lästig sind. Und da man nicht immer Lust hat, den Freunden des Partners in Schlabberhose auf der heimischen Couch zu begegnen, sprechen die beiden vorher immer erst miteinander, ob Besuch für den anderen gerade okay ist.

"Schatz, bring´ mir mal das Klopapier!"
Zusammenziehen bedeutet nicht, dass beide ihre Intimsphäre aufgeben und ab sofort die Toilettentür offen bleibt. Im Gegenteil: Gerade weil man sich nun täglich sieht, ist es wichtig, sich sein Eigenleben zu bewahren. Schließlich teilt man die Wohnung, nicht aber alles andere - und einiges braucht der Partner auch wirklich nicht zu wissen.

Thomas und Brit haben ihre Schreibtische behalten, deren Schubladen für den anderen jeweils tabu sind. Auch die getrennten Zimmer tragen dazu bei, dass sich jeder einmal zurückziehen kann. Bemerkungen à la "Gestern warst du schon wieder so spät zu Hause" oder "Wenn du mit Marie losziehst, trinkst du immer zu viel" versuchen sich beide möglichst zu verkneifen, um den Liebsten oder die Liebste nicht unnötig einzuengen.

Raus aus der Jogginghose
Wozu noch Verabredungen treffen, wenn man sich ohnehin jeden Tag sieht? Schnell passiert es, dass Pärchen vor lauter Alltag ihr Liebesleben vergessen. Um die Liebe in Schwung zu halten, nehmt euch "bewusste" Zeit füreinander fernab von Couch, Fernseher und Telefon. Oft kuschelt man sich abends zwar noch gemeinsam vor den Fernseher, ist aber zu faul und müde, um sich noch aufmerksam mit dem Partner zu unterhalten.

Viel leichter fällt dies bei einem Besuch im Restaurant, beim Spaziergang oder Ausflug. Romantische Momente sind auch im gemeinsamen Alltag wichtig, um sich zwischen Einkauf, Kochen und Geschirrspülen nicht aus den Augen zu verlieren.

[Franzisca Teske]

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