Die Techniker

Digitale Krankschreibung

published: 31.01.2018

Das Pilotprojekt der Techniker (TK) zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist erfolgreich verlaufen. Wenn der Patient es wünscht, können Ärzte die Bescheinigung direkt digital an die Krankenkasse schicken (Foto: nenetus/Shutterstock.com) Das Pilotprojekt der Techniker (TK) zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist erfolgreich verlaufen. Wenn der Patient es wünscht, können Ärzte die Bescheinigung direkt digital an die Krankenkasse schicken (Foto: nenetus/Shutterstock.com)

Kein Gang zum Briefkasten mehr nötig: Immer mehr Krankschreibungen erreichen die Die Techniker (TK) auf elektronischem Weg. Im Januar wurde nun im Rahmen eines Pilotprojekts die Marke von 10.000 geknackt. Seit Oktober können Ärzte auf Wunsch der TK-Versicherten den gelben Schein direkt in der Praxis per Mausklick an die Krankenkasse schicken. "Für die Versicherten ist der digitale Weg deutlich komfortabler. Bisher mussten sie ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Post verschicken oder einscannen und anschließend im Internet hochladen. Jetzt landet sie innerhalb von Sekundenbruchteilen bei uns", erklärt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der TK, Thomas Ballast.

225 Millionen Blätter könnten durch eAU eingespart werden

Das Pilotprojekt zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) lief zunächst in Schleswig-Holstein an und wird mittlerweile von rund 360 Ärzten genutzt. Da sich die eAU dort innerhalb weniger Monate etablierte, sollen nun weitere Bundesländer folgen. In Kürze wird die eAU auch in Hamburg an den Start gehen. Bisher muss ein Arzt die Krankschreibung drei Mal ausdrucken. Ein Exemplar leitet der Patient an die Krankenkasse weiter, ein Ausdruck ist für den Arbeitgeber, ein Papier für die eigenen Unterlagen. Bei 75 Millionen Krankschreibungen im vergangenen Jahr könnten durch die eAU zukünftig insgesamt 225 Millionen bedruckte Blätter in Deutschlands Arztpraxen eingespart werden.
 

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Mehr als zwei Drittel der Deutschen sehen eHealth positiv

"Der Erfolg der eAU zeigt, dass sich digitale Produkte im Gesundheitswesen schnell durchsetzen können, wenn sie praktikabel sind und den Alltag der Menschen vereinfachen", sagt Ballast, der in der TK unter anderem die Versorgungsbereiche verantwortet. "Wir sehen, dass sowohl Patienten als auch Ärzte digitalen Services gegenüber aufgeschlossen sind." Zwei Drittel der Bevölkerung erhoffen sich von der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitsbereich, dass Behandlungsabläufe effizienter und kostengünstiger abgewickelt werden, wie der TK-Meinungspuls 2017 belegt.

Wichtigste Voraussetzung für Gesundheit im digitalen Zeitalter: Wissen

Nicht nur digitale Services sind auf dem Vormarsch, die Mehrheit der Patienten informiert sich auch online über Gesundheitsthemen. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) gaben in der TK-Studie "Smart Health" an, vor dem Arztbesuch Dr. Google zu befragen.

"Patienten wollen heute mehr Informationen über ihre Gesundheit und selbst mitbestimmen, wenn es um die Wahl der geeigneten Therapie geht", so Ballast. Die Voraussetzung dafür sei jedoch, dass Patienten in der Lage sind, Informationen richtig einzuordnen und zu beurteilen. Es müsse den Patienten möglichst einfach gemacht werden, an unabhängige, verständliche Gesundheitsinformationen zu gelangen. "Der Versicherte hat schließlich das größte Interesse an seinem Wohlergehen und deshalb ein Recht, in Entscheidungen, die seine Gesundheit betreffen, involviert zu sein."

[TK]

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