Corona-Pandemie

Robert Koch-Institut vorsichtig optimistisch

published: 23.03.2020

Lothar Wieler vom Robert Koch-Institut sieht einen ersten Trend, dass sich die exponentiell wachsende Kurve der Neuinfizierungen etwas abflacht (Foto: Thomas Stolte/Public Address) Lothar Wieler vom Robert Koch-Institut sieht einen ersten Trend, dass sich die exponentiell wachsende Kurve der Neuinfizierungen etwas abflacht (Foto: Thomas Stolte/Public Address)

Kontaktsperre, Ausgangsbeschränkungen - in Deutschland steht das öffentliche Leben still, die sozialen Kontakte sind drastisch reduziert. Zeigen diese Maßnahmen schon Wirkung im Hinblick auf die Verbreitung des Coronavirus? Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), gab sich am Montag, 23. März, vorsichtig optimistisch. "Wir sehen den Trend, dass sich die exponentielle Kurve etwas abflacht", sagte er auf einer Pressekonferenz. Diese Entwicklung könne er jedoch erst am Mittwoch, 25. März, definitiv bewerten. Das RKI hat bis zum 23. März um 9 Uhr 22.672 Fälle von Covid-19 hierzulande registriert. 86 Menschen starben demnach. Wegen des Wochenendes haben jedoch nicht alle Gesundheitsämter die aktuellen Zahlen übermittelt. Die Johns Hopkins Universität zählt inzwischen in Deutschland 26.220 Infizierte und 111 Tote.
 

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Am Wochenende hatten sich Bund und Länder auf eine weitere Verschärfung der Regeln gegen die Corona-Pandemie geeinigt. Man darf zwar weiter zum Einkaufen, für Arztbesuche, zum notwendigen Arbeiten, zu Prüfungen, zum Spazieren- und Gassigehen sowie Sporttreiben nach draußen gehen. Aber es dürfen dies in keinem Bundesland mehr als zwei Menschen zusammen tun, es sei denn, sie leben im selben Haushalt. Zu anderen Personen gilt es, einen Mindestabstand von 1,5 Metern oder zwei Metern einzuhalten. Die Ordnungsbehörden und die Polizei überwachen die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen. Es drohen Strafen von bis zu 25.000 Euro. Restaurants, Frisöre, Kosmetik- und Tattoo-Studios schließen. Andere Betriebe müssen Hygienevorschriften einhalten und Maßnahmen zum Schutz der Kunden und der Belegschaft treffen.
 

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Kanzlerin Angela Merkel befindet sich seit Sonntag Abend in häuslicher Quarantäne. Sie hatte zwei Tage zuvor eine Pneumokokken-Impfung von einem Arzt erhalten, der inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die CDU-Politikerin führe die Geschäfte nun aus dem Home-Office, teilte ihr Sprecher Steffen Seibert mit.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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