Umfrage

Große Mehrheit hält sich an Corona-Maßnahmen

published: 25.07.2020

80 Prozent der Befragten halten sich nach eigener Aussage an die Corona-Maßnahmen (Foto: DimaBerlin/Shutterstock.com) 80 Prozent der Befragten halten sich nach eigener Aussage an die Corona-Maßnahmen (Foto: DimaBerlin/Shutterstock.com)

Vier von fünf Leuten halten sich immer oder zumindest meistens an die coronabedingten Einschränkungsmaßnahmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg. Demnach besteht unter den Befragten eine recht große Akzeptanz im Hinblick auf die Einschränkungen der Grundrechte. Hingegen beurteiligen die Menschen den wirtschaftliche Schaden und eine mögliche zukünftige Impfung eher skeptisch.
 

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Die Online-Befragung wurde an über 1300 Menschen durchgeführt. Dabei gaben lediglich unter vier Prozent an, den Corona-Regeln selten oder nie gefolgt zu sein. Diese Akzeptanz war bei über der Hälfte der Befragten auch dadurch begründet, dass man Angst gehabt habe, bei Verstößen gegen die Verordnungen erwischt zu werden und entsprechende Folgen tragen zu müssen. Abgesehen davon, spielten auch Alter, Geschlecht, Demokratiezufriedenheit oder Parteipräferenz sowie das Gefühl, selbst politischen Einfluss nehmen zu können, eine Rolle.
 

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Sorge aufgrund der vorgenommenen Grundrechtseinschnitte gibt es indes nur bei knapp jedem vierten. "Das bedeutet allerdings nicht, dass Grundrechtsschutz und Gewaltenteilung in Krisenzeiten keine Rolle spielen", sagt Rechtswissenschaftler Hanno Kube, der an der Umfrage mitgearbeitet hat, laut Pressemitteilung. Rund die Hälfte der Menschen sprach sich dagegen aus, dass die Regierung den Bundestag zum Zwecke der Pandemie-Bekämpfung übergehen können sollte.

Ähnlich viele Leute waren außerdem der Auffassung, dass der wirtschaftliche Schaden den Nutzen überwiege, was wohl insbesondere von der persönlichen Betroffenheit der Betroffenen durch das Virus abhängig ist. Daher könnte auch die überraschend niedrige Impfbereitschaft der Befragten rühren. Nur 55 Prozent gaben an, sich ziemlich oder sehr wahrscheinlich gegen Covid-19 impfen zu lassen.
 

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Und: Je stärker die Verschwörungsmentalität der Befragten ausgeprägt war, desto weniger zufrieden waren sie mit dem Krisenmanagement der Bunderegierung, desto seltener waren sie bereit, die Corona-Warn-App zu installieren oder sich impfen zu lassen und desto höher schätzten sie auch den wirtschaftlichen Schaden im Verhältnis zum Nutzen ein. Psychologie-Professor Peter Kirsch erläutert dies so: "Menschen, die eher an Verschwörungstheorien glauben, sind weniger in der Lage, ihren Mitmenschen zu vertrauen. Und dieses Vertrauen ist ebenfalls mit der Impfbereitschaft oder der Bereitschaft zur Installation der App assoziiert. Die gleichen Zusammenhänge finden wir aber auch mit Blick auf das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Printmedien."
 

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Zu den Umfrageergebnissen der Universität Heidelberg

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