Studie

Corona: Wohlbefinden vieler Menschen gesunken

published: 29.07.2020

Viele Leute fühlen sich in der Corona-Zeit schlechter (Foto: Africa Studio/Shutterstock.com) Viele Leute fühlen sich in der Corona-Zeit schlechter (Foto: Africa Studio/Shutterstock.com)

Im Zuge der Corona-Pandemie ist bei vielen Menschen das subjektive Wohlbefinden gesunken. Dies ergab eine Langzeit-Studie von Psychologen der Universität Leipzig. Sie untersuchten die Veränderungen des subjektiven Wohlbefindens zwischen Dezember 2019 und Mai 2020. Während die Wissenschaftler bei den Befragungen vor der Corona-Pandemie keine Hinweise auf Veränderungen des subjektiven Wohlbefindens fanden, veränderte sich das ab März 2020 durch die Corona-Krise deutlich.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Die Studie wurde mit 979 Teilnehmern in ganz Deutschland durchgeführt und in dem Fachjournal "American Psychologist" veröffentlicht. Das Team um den Arbeitspsychologen Prof. Dr. Hannes Zacher stellte dabei fest, dass gerade im frühen Stadium der Pandemie die durchschnittliche Lebenszufriedenheit und das Erleben positiver Gefühle wie Freude abnahmen, wobei es allerdings auch zu einer leichten Abnahme im Erleben negativer Gefühle wie Ärger und Angst kam.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Subjektives Wohlbefinden definierten die Forscher als hohe Lebenszufriedenheit und das häufige Erleben positiver Gefühle sowie das seltene Erleben negativer Gefühle. Die Entwicklung dieser Faktoren ist dabei von mehreren Einflüssen abhängig, zu denen die persönliche Bewertung der Pandemie und die jeweiligen Bewältigungsstrategien zählen. Wer die Krise milder einschätzte und deren positive Seiten sah, der hatte ein höheres subjektives Wohlbefinden als jemand, der die Krise verleugnete oder als echte Bedrohung wahrnahm.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Für die Psychologie können diese Daten von hohem Wert sein. Zacher meint: "Psychologen können die Ergebnisse nutzen, indem sie dazu beitragen, die allgemeinen Fähigkeiten ihrer Klienten zu erhöhen, in Krisenzeiten konstruktive Bewertungen vorzunehmen und erfolgreiche Bewältigungsstrategien zu nutzen". Darauf aufbauend, wird die Studie in jedem Fall noch 18 Monate fortgesetzt. Beobachtet wird dabei vor allem, wie sich die Veränderungen in der Arbeitswelt auf die physische und psychische Gesundheit auswirken.

[PA]

Links

Die Universität Leipzig im Web
Zur Studie der Universität Leipzig
Über den "American Psychologist" im Web

Gefällt's? Teile es.

Das könnte dich auch interessieren:

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung