Forschung zu Pflanzenprotein

Raps als Fleischersatz

published: 12.10.2020

Ersetzen Fleischersatzprodukte aus Rapsprotein demnächst Soja-Burger? (Foto: Gaus Alex/ Shutterstock) Ersetzen Fleischersatzprodukte aus Rapsprotein demnächst Soja-Burger? (Foto: Gaus Alex/ Shutterstock)

Ernährungswissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben in einer Studie untersucht, welchen Einfluss das Rapsprotein auf den menschlichen Stoffwechsel hat. Sie wollten herausfinden, ob Raps als Proteinquelle gleichwertig mit Soja ist. Ihren Ergebnissen zufolge wird Raps genauso gut vertragen wie Sojaproteine, welche in den meisten Fleischersatzprodukten zum Einsatz kommen. Raps hat gegenüber Soja einige Vorteile: Er wird in Deutschland angebaut und das Protein kann aus den Resten der Rapsölproduktion gewonnen werden.
 

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Proteine sind wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Speiseplans. Sie enthalten Aminosäuren, die der Körper selbst nicht bilden kann. Neben Fleisch- und Fischprodukten können auch pflanzliche Nahrungsmittel wie Soja diese liefern. Da Raps ebenfalls eine günstige Zusammensetzung von Aminosäuren aufweist, aber noch nicht beim Menschen untersucht wurde, führten die Forscher eine Probandenstudie durch.

Den 20 Teilnehmern und Teilnehmerinnen gab das Team die Aufgabe, ein Ernährungstagebuch zu führen. An drei Tagen bekamen sie Nudeln mit Tomatensoße – entweder pur oder mit Soja- oder Rapsproteinen angereichert. Anschließend wurde ihnen über sechs Stunden nach dem Essen immer wieder Blut abgenommen. Anhand der Proben konnten die Wissenschaftler die Reaktion des Körpers auf das Essen beobachten. "Das Rapsprotein konnte bei allen gemessenen Parametern mindestens genau so gute Ergebnisse erzielen wie Soja. Die Insulin-Antwort des Körpers war bei Raps sogar geringfügig vorteilhafter", sagt Christin Volk von der MLU in einer Pressemitteilung der Universität. Darüber hinaus waren die Probanden länger satt.

Für die spätere Verwendung in Fleischersatzprodukten stellt Raps also ernährungswissenschaftlich eine Alternative zu Soja-Produkten dar. Es ist allerdings weniger geschmacksneutral. Durch die leichte Senfnote eigne es sich am besten für die Verwendung bei herzhaften Produkten.
 

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[PA]

Links

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Web
Zur Studie der Ernährungswissenschaftler
Bericht über die Studie beim Informationdienst Wissenschaft (idw)

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