TK-Sprechstunde mit Dr. Karin Anderson

Probleme mit trockenen Augen

published: 12.05.2010

Wer unter trockenen Augen leidet, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen (Foto: Public Address)Wer unter trockenen Augen leidet, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen (Foto: Public Address)

Juckende Augen - dieses unangenehme Phänomen ist nicht auf die Pollenflugzeit beschränkt. Besonders Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten, leiden oft unter Augenproblemen. Trockene Augen quälen auch den Freund von Unikosmos-Moderatorin Sonja. Sie wendet sich im Hilfe-Forum an Dr. Karin Anderson, Expertin der Techniker Krankenkasse, die ihr sagt, was man gegen die lästige Erscheinung unternehmen kann.

Dr. Karin Anderson lebt im US-Bundesstaat Maine. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und hat eine Zusatzausbildung für psychotherapeutische Medizin. Als Forenexpertin für Unikosmos und die Techniker Krankenkasse berät sie unsere User kostenlos. Wenn du unserer Expertin ein Problem schildern möchtest oder eine Frage stellen willst, tue dies jederzeit gerne im Hilfe-Forum.

Sonja fragt:

"Hallo,
mein Freund hat seit einiger Zeit Probleme mit trockenen Augen. Wenn er morgens aufwacht, sieht er aus als hätte er die ganze Nacht geheult. Wir haben schon nachts feuchte Tücher auf die Heizung gelegt, um die Raumfeuchtigkeit zu erhöhen. Hat einer eine Idee, was man sonst machen könnte? Oder gibt es keine Hausmittel gegen trockene Augen und muss er auf jeden Fall zum Arzt!?"

Dr. Karin Anderson antwortet:

"Augenbeschwerden sollte man immer lieber erstmal ärztlich abklären lassen, bevor man es mit Hausmitteln versucht. Nur, wenn die Ursache völlig eindeutig ist, wie z.B. brennende Augen nach einem längeren Aufenthalt in einem Raum voller Zigarettenrauch oder wenn die Symptome im Zusammenhang mit einer bekannten Allergie oder nach langen Stunden vor dem Computer auftreten, ist die Vorsichtsmaßnahme nicht unbedingt nötig.

Künstliche Tränen sind zwar sehr hilfreich, zum selbstverordneten Dauergebrauch aber nur angebracht, wenn sie aufgrund einer krankhaften Störung der Tränenflüssigkeitsproduktion ärztlich empfohlen wurden. Sonst besteht einfach die Gefahr, dass eine Augenerkrankung unbehandelt bleibt, weil die Symptome scheinbar verschwunden sind.

Regelmäßiges Lüften ist gut, reicht aber unter Umständen nicht aus, um trockene Heizungsluft ausreichend zu befeuchten. Feuchte Tücher auf den Heizungen sind ebenfalls nur eine kürzere Zeit lang wirksam. Ein Luftbefeuchter im Winter in geheizten Räumen ist wirklich eine gute Sache für die Schleimhäute und die Haut (bei mir verschwinden raue Stellen an den Ellbogen, wenn ich im Winter einen Luftbefeuchter im Schlafzimmer benutze). Und auch Partner von Schnarchern haben weniger unter nächtlichem Gesäge zu leiden.

Ein Luftbefeuchter muss allerdings regelmäßig gereinigt werden, damit keine Schimmelpilze oder Bakterien in die Luft geblasen werden, die entstehen können, wenn sich ein schleimiger Rückstand im Filter absetzt.
LG, Dr. Karin Anderson"

[TK]

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