Abwehrkräfte stärken

Keine Chance für Grippe und Erkältung

published: 03.11.2010

Mit der richtigen Ernährung und warmer Kleidung unterstützt du dein Immunsystem (Foto: Public Address) Mit der richtigen Ernährung und warmer Kleidung unterstützt du dein Immunsystem (Foto: Public Address)

Wenn auf dem Weg zur Uni wieder die feuchte Kälte durch die Kleidung steigt und uns zum Frösteln bringt, werden wir uns schnell des Risikos bewusst, im Winter mit einer Grippe-Infektion, auch "Influenza" genannt, das Bett hüten zu müssen. Auch der harmlosere, aber lästige Schnupfen mit Schniefnase, Kopfschmerzen und Husten droht in der kalten Jahreszeit. Doch in diesem Jahr bietest du den Viren Paroli. Die Techniker Krankenkasse (TK) gibt dir Tipps, wie du deine Abwehrkräfte stärkst.

Den Erregern davonlaufen

Eine große Untersuchung eines US-amerikanischen Forscherteams um David Nieman von der Appalachian State University in Kannapolis mit 1000 Versuchspersonen hat gerade bestätigt, dass man in der kalten Jahreszeit seltener eine Erkältung bekommt, wenn man regelmäßig Sport treibt. Kaum verständlich, dass laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK vier von zehn Freizeitsportlern im Winter auf das Training verzichten.

Wichtig ist allerdings bei Outdoor-Sportarten wie dem Joggen, dem Organismus Zeit zu geben, sich auf die niedrigen Temperaturen einzustellen. Also nicht mit Volldampf starten! Das würde Muskeln, Bänder und Gelenke überfordern. Zugleich würden Rachen, Bronchien und Lunge gereizt, was die Erkältungsgefahr erhöhte. Am besten atmest du durch die Nase ein und planst fürs Warming-Up ein Fünftel deiner Trainingszeit ein.

Vitamine satt

Vitamin C ist in Obst und Früchten reichlich vorhanden (Foto: Public Address)Vitamin C ist in Obst und Früchten reichlich vorhanden (Foto: Public Address)

"Ein Apfel am Tag erspart den Arzt", heißt ein Sprichwort, in dem viel Wahrheit steckt. Im Winter dürfen es auch gerne zwei oder drei Äpfel sein. Auch anderes Obst und frisches Gemüse helfen dem Körper, mit der Herausforderung Winter klarzukommen. Insgesamt sollten es mindestens fünf Portionen pro Tag sein.

Nimmst du zusätzlich noch reichlich Vollkornprodukte zu dir sowie fettarme Milchprodukte und ab und zu Fisch sowie Fleisch in Maßen, unterstützt du dein Immunsystem optimal bei seiner Abwehrarbeit. Wer sich so ausgewogen ernährt, kann auf Nahrungsergänzungen wie Vitamin-Tabletten getrost verzichten. Solche Mittel können mit den natürlichen Wirkstoffen aus gesunder Nahrung nicht konkurrieren.

Vitamin C ist an den Abwehrmechanismen des Körpers beteiligt, indem es sich in den Leukozyten anreichert und aktivierte T-Zellen unterstützt. Das Anti-Erkältungs-Vitamin ist nicht nur in Zitronen und Orangen, sondern auch Tomaten, Paprika, Grünkohl, Kartoffeln und frischen Kräutern enthalten.

Ausreichend ausruhen

Wer unter Stress steht, wird schneller krank. Sowohl akute Belastungen als auch Dauerstress schwächen das Immunsystem und machen den Erregern das Eindringen leicht. Schiebe also notwendige Arbeiten für Klausuren oder Referate nicht unnötig auf die lange Bank. Wenn du nämlich kurz vor dem Abgabetermin Nachtschichten einlegen musst, beeinträchtigt das deine Abwehrkräfte erheblich. Achte deswegen darauf, immer genug zu schlafen – am besten zwischen sechs und acht Stunden pro Nacht. Dem Körper hilft diese Zeit dabei, sich zu regenerieren. In deinem Schlafzimmer sollte es etwa 18 Grad warm sein.

Hände waschen

Influenzaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Insbesondere beim Niesen oder Husten können Erreger auch auf die Hände gelangen und sich dann weiterverbreiten. Gegen die meist ebenfalls von Viren ausgelösten Erkältungen kannst du dich im Gegensatz zur echten Grippe nicht durch eine Impfung schützen. Wenn du dich, beispielsweise in der U-Bahn oder im Bus, mit vielen Menschen auf engstem Raum aufhältst, steigert dies das Risiko, angesteckt zu werden. Das Fahrrad ist häufig die bessere Alternative. So kannst du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn frische Luft und Bewegung bringen zusätzlich deine Immunabwehr auf Trab.

Wenn du die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, achte darauf, dir gründlich die Hände zu waschen, nachdem du Türgriffe oder Haltestangen angefasst hast. Seife ist hier ein Muss! Das gilt auch für den Fall, dass du die Hand eines Kranken geschüttelt hast. Sonst kannst du dich beispielsweise infizieren, wenn du dir mit den Händen die Augen reibst oder dich an Mund oder Nase berührst. Die Erreger gelangen dann leicht über deine Hände und die Schleimhäute in den Körper.

Richtig temperiert

Kleide dich am besten nach dem Zwiebelprinzip – Schicht auf Schicht. So kannst du ganz nach deinem persönlichen Temperaturempfinden jederzeit die Wärme deiner Kleidung regulieren, indem du etwa den Cardigan ausziehst, wenn dir zu warm wird, den Pulli darunter aber anbehältst.

Hilfreich ist außerdem ausreichende Luftfeuchtigkeit, damit die Nasenschleimhaut optimal funktioniert. Bei Kälte und vor allem bei laufender Heizung ist die Luft generell trockener. Mit feuchten Tüchern über der Heizung und regelmäßigem Lüften kannst du Abhilfe schaffen.

Viel trinken – aber keinen Alkohol

Um sich vor Erkältungen zu wappnen, braucht der Körper viel Flüssigkeit. Koche dir reichlich Kräuter- und Früchtetees oder trinke Wasser und Saftschorlen und zwar etwa zwei Liter am Tag. Kaffee und schwarzen Tee solltest du dagegen nur sparsam konsumieren. Auf Alkohol verzichte möglichst ganz, da er wichtige Bausteine deines Immunsystems blockiert, die Krankheiten bekämpfen sollen. Hochprozentiges erhöht zudem deinen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Mangelt es deinem Körper an diesen Wirkstoffen, ist er anfälliger für Infektionskrankheiten.

Auch Zigarettenrauch solltest du meiden. Wenn du den Qualm einatmest, kann deine Schleimhaut Viren schlechter abtransportieren. Auch Passivraucher sind betroffen, wenngleich nicht so stark.

[TK]

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